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von Rubén Blades (entnommen von seiner persönlichen Seite auf Facebook) Das scheinbare Staunen und die lautstarken Äußerungen, die von den extremen Positionen des internationalen politischen Spektrums zu hören sind, im Zusammenhang mit der Ankündigung der Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten von Amerika, spiegeln nicht mehr als wider, wie engstirnig manche Positionen sind, die eher emotional, opportunistisch oder eigennützig erscheinen als politisch. In diesem Jahrtausend ist es absurd zu denken, dass diese extremistischen Haltungen nicht gewusst hätten, dass das, was vor ein paar Tagen passiert ist, früher oder später eintreten würde. Was geschehen ist, ist einfach die offizielle Anerkennung der US-Regierung für das Scheitern ihrer gesprächsuntauglichen Politik gegenüber Kuba – eine Politik, die offensichtlich negativ, absurd und widersprüchlich war. Angesichts der vielfältigen Äußerungen von kontinentaler Rechter kann ich mich nur fragen: Wissen sie nicht, dass die Vereinigten Staaten diplomatische Beziehungen zu China unterhalten, dessen Regierung bis ins Mark kommunistisch ist, trotz des Tiananmen-Massakers und der Invasion Tibets? Mit welchen Argumenten rechtfertigt die USA ihre diplomatische Trennung von Kuba, wenn sie es erlauben, offizielle Beziehungen zu anderen Ländern zu haben, in denen es ebenfalls keine politischen Freiheiten gibt und Menschenrechte nicht respektiert werden? Darüber hinaus unterhielten die Vereinigten Staaten Beziehungen zu allen rechtsgerichteten Diktaturen in Lateinamerika, die noch mörderischer, korrupt und menschenrechtsverletzend waren. Die Gültigkeit der Menschenrechte war nie ein Argument, das amerikanische Politiker von Eisenhower bis Obama davon abhielte, Regierungen Anerkennung zu gewähren, die sie als nützlich für ihre Auffassung vom Nationalinteresse erachteten. Für jeden, der frei von Komplexen und eigennützigen Interessen ist, erscheint es einfach zu erkennen, dass für diese Politiker das Rot des kommunistischen Chinas, aufgrund eines internationalen wirtschaftlichen Daltonismus, in das Dollargrün verwandelt wurde, das die Fähigkeit einer konsumierenden Gesellschaft symbolisiert. Diese Tatsache, zusammen mit der mächtigen Überzeugungskraft, die ihr Atomwaffenarsenal in der „Realpolitik“ hat, ist ausreichendes Argument dafür, dass die Vereinigten Staaten die Integration Chinas in den Club der demokratischen Ersten Welt als Gäste akzeptieren, ohne von ihnen die vorherige Anwendung demokratischer Standards als unerlässliche Bedingung für den Beitritt zu fordern – eine Forderung, die sie im Fall von Fidel Castros Kuba seit fünf Jahrzehnten aufrechterhalten. Auf der Insel reagierten die Menschen mit Freude auf die Aussicht, nach 53 Jahren einen der beiden Finger loszuwerden, die Dritte ohne ihre Zustimmung in den nationalen Sphinkter eingeführt haben. Dies ist ein Ereignis, das, und klarer kann es nicht sein, einen radikalen Wandel für dieses misshandelte Land ankündigt. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sich bald auch vom anderen Finger, dem der kastristischen Diktatur, befreien können, und zwar aufgrund eines unvermeidlichen natürlichen Faktors: des Alters. Die Politiker und das kubanische Volk, mit der Reife und der Klugheit, die Leid und eine konsequente Einstellung verleihen, verstehen und akzeptieren diese Realitäten philosophisch, trotz aller Widrigkeiten. In den Vereinigten Staaten, einem Land, das sich rühmt, alles zu wissen, beharren die Republikaner weiterhin darauf, sich am 19. Jahrhundert festzuhalten und lehnen den historischen Schritt ab, den Präsident Obama unternommen hat. Und es sind nicht alle Republikaner. Die Abgeordneten aus zwei spezifischen Bundesstaaten, Florida und New Jersey, sind die selben, die jahrzehntelang an der fehlerhaften Vorstellung festhielten, dass die Blockade gegen Kuba den politischen Druck erzeugen würde, der notwendig ist, um dort die Demokratie einzuführen. Die Stimmen dieser Unionskomponenten, insbesondere in Florida, haben sich als entscheidend erwiesen in Zeiten wie der Wahlfälschung von 2000, die die Möglichkeit definiert haben, dass republikanische Kandidaten gewählt, wiedergewählt oder abgelehnt werden. Seit Jahrzehnten hängen die Wahlergebnisse in diesen Gemeinden von der Anziehungskraft der antikastistischen Rhetorik ab und nicht von rationalen Argumenten der öffentlichen Verwaltung. Es scheint unmöglich zu erwarten, dass ihnen wieder der Verstand kommt, aber ich stelle mir vor, dass diese Politiker nun gezwungen sein werden, die Wirkung der Erklärung von Barack Obama auf ihr Wählerklientel zu bewerten. Glücklicherweise hat die Bevölkerung Floridas allm
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