Proteste in 75 Städten Floridas gegen Trump angekündigt, und DeSantis gibt eine Warnung heraus

Die Proteste fallen mit dem 79. Geburtstag von Präsident Donald Trump zusammen.


Der Bundesstaat Florida bereitet sich auf einen Tag massenhafter Mobilisierungen am Samstag, den 14. Juni, vor, organisiert unter dem Motto „No Kings“, als Ablehnung dessen, was die Veranstalter als autoritäre Handlungen des Präsidenten Donald Trump bezeichnen.

Die Proteste fallen mit dem 79. Geburtstag von Trump, dem Tag der Flagge und einer Militärparade in Washington D.C. zusammen, die ebenfalls in der Kritik steht und von vielen als „theatralisch und propagandistisch“ bezeichnet wird.

En parallel zu den Vorbereitungen für den Tag hat Gouverneur Ron DeSantis eine klare Warnung ausgesprochen: Es wird keine Art von Störung toleriert.

DeSantis hat erinnert, dass in Florida das Gesetz HB 1, bekannt als "Antidisturbiengesetz", gilt, das die vorläufige Festnahme von Personen erlaubt, die an als illegal angesehenen Versammlungen teilnehmen.

Der offizielle Hinweis ist klar: Friedlicher Protest ist erlaubt, aber jeder Versuch von Gewalt wird mit Strenge unterdrückt.

Was ist die Bewegung "No Kings"?

„No Kings“ ist eine nationale Mobilisierung, die von Organisationen wie Indivisible und Movimiento 50501 vorangetrieben wird.

Das erste ist ein progressive Netzwerk, das nach der Wahl von Trump im Jahr 2016 entstanden ist, mit über 75 lokalen Gruppen allein in Florida.

Der Zweite wurde auf Reddit mit dem Ziel geboren, „50 Proteste in 50 Bundesstaaten an einem einzigen Tag“ zu koordinieren.

Die Organisatoren bestehen darauf, dass es sich um friedliche Demonstrationen handelt, die einberufen wurden, um den Anstieg autoritärer Politiken und den Einsatz des Staatsapparats zu politischen Schauzwecken zu verurteilen.

Sie betonen außerdem, dass keine Waffen oder Konfrontationen erlaubt sind, und fordern die Teilnehmer auf, sich stets im rechtlichen Rahmen zu bewegen.

Offizielle Warnung: DeSantis und die Durchsetzung des Gesetzes HB 1

Der Staat Florida hat die Durchsetzung des Gesetzes HB 1 von 2021 in den Vordergrund gerückt, das nach den Protesten wegen der tödlichen Gewalt gegen George Floyd erlassen wurde.

Die Regelung wurde 2024 vom Staatsoberster Gerichtshof reaktiviert, der entschied, dass sie friedliche Demonstrationen nicht kriminalisiert, jedoch rechtliche Schritte gegen diejenigen ermöglicht, die gewalttätige Handlungen begehen.

Christina Pushaw, leitende Beraterin von DeSantis, wiederholte in den sozialen Medien: „Die Menschen sind frei zu protestieren, aber Unruhen sind in Florida illegal und werden Konsequenzen haben.“

Der Generalstaatsanwalt James Uthmeier verstärkte die Botschaft und betonte, dass „Unterbrechungen unter keinen Umständen toleriert werden“.

Dieser Montag fand bereits eine großangelegte Demonstration vor dem Rathaus von Tampa statt.

Spannungsfeld: Proteste gegen Einwanderungsrazzien und Angst vor Aufwieglern

Die soziale Atmosphäre in Florida und im ganzen Land ist besonders angespannt.

Im Mai führte eine Razzia des ICE in einer Baustelle in Tallahassee zu mehr als 100 Festnahmen, was Proteste vor dem Landtag auslöste und die Debatte über die Einwanderung erneut anheizte.

Die Empörung ist auch nach jüngsten Vorfällen in Los Angeles gestiegen, wo die Proteste gegen Einwanderungsrazzien in Zusammenstößen eskaliert sind.

Die Organisatoren von „No Kings“ befürchten, dass externe Agitatoren versuchen, den friedlichen Charakter ihrer Aktionen zu untergraben.

Deshalb haben sie die Koordination mit der Polizei verstärkt und planen, schnell zu handeln, um Provokateure zu identifizieren und zu isolieren.

„Wir haben immer mit der Polizei kommuniziert, die phänomenal war“, erklärte Raquel Pacheco, eine der lokalen Anführerinnen der Bewegung im Süden Floridas.

Von Miami bis Apalachicola: ein Netzwerk von Protesten im ganzen Bundesstaat

Die Proteste werden von großen Städten wie Tampa, Orlando, Miami und Jacksonville bis hin zu kleineren Orten wie Apalachicola reichen und spiegeln damit das Ausmaß des sozialen Unmuts wider.

Im Süden von Florida wurden bereits Versammlungen an wichtigen Orten wie dem Bayfront Park (Miami), dem Pride Park (Miami Beach), dem Young Circle (Hollywood) und dem Strand von Fort Lauderdale.

Eine nationale Bewegung: Proteste auch in anderen Städten der USA.

Florida steht nicht allein. Die Proteste werden in verschiedenen Städten des Landes stattfinden, in einem koordinierten Bestreben, die Ablehnung der Politiken von Trump und der jüngsten Einwanderungsrazzien zu unterstreichen.

Unter den jüngsten Höhepunkten:

Austin, Texas: Auseinandersetzungen mit der Polizei nach einem Versuch, ein Bundesgebäude zu vandalieren.

Dallas, Texas: Demonstration als "illegale Versammlung" erklärt nach dem Wurf von Objekten auf die Polizei.

Seattle: friedliche Proteste vor einem Einwanderungsgericht.

Santa Ana, Kalifornien: Präsenz der Nationalgarde zur Vermeidung von Unruhen im Bürgerzentrum.

Boston, Massachusetts: massive Proteste gegen die Festnahme des Gewerkschaftsführers David Huerta.

Washington D.C.: Gewerkschaften werden vor dem Justizministerium gegen die Razzien des ICE demonstrieren.

Trump und seine Regierung vertreten eine feste Haltung

Trotz der zunehmenden Proteste hat die Trump-Administration ihre Entschlossenheit bekräftigt, mit den Einwanderungsrazzien fortzufahren.

Die Ministerin für Heimatschutz, Kristi Noem, erklärte, dass das ICE weiterhin „das Gesetz durchsetzen“ wird, den Einfluss der Proteste minimiert und die Botschaft der harten Linie verstärkt.

Endaufruf: Aktive, aber verantwortungsvolle Teilnahme

„No Kings“ ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zu manifestieren, jedoch mit festem Engagement für Gewaltlosigkeit und Respekt gegenüber dem rechtlichen Rahmen.

„Das ist weder ein Aufstand noch eine Show, sondern das Volk, das sich erinnert, dass die Macht nicht von oben kommt, sondern von unten“, betonen die Organisatoren.

Die Protestpunkte und spezifischen Zeiten für die Protestaktion an diesem Samstag können auf der offiziellen Website der Bewegung No Kings eingesehen werden.

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