Schauspieler Benicio del Toro am Flughafen in den Vereinigten Staaten festgehalten: Das war die kuriose Ursache

Benicio del Toro war kürzlich in einem Vorfall verwickelt, der sowohl surrealistisch als auch filmreif war.

Aeropuerto von Boston (i) und Benicio del Toro (d)Foto © Collage Flickr/ - Wikipedia

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Benicio del Toro, Oscarpreisträger für seine Rolle in Traffic und eine der vielseitigsten Figuren des internationalen Films, war kürzlich in einen Vorfall verwickelt, der ebenso surrealistisch wie filmisch war.

Der Schauspieler wurde vorübergehend von Agenten der TSA (Transport Security Administration) am Flughafen Boston festgehalten, aufgrund eines Missverständnisses über den Inhalt seines Handgepäcks.

Alles geschah, während der Schauspieler sich auf dem Weg nach Los Angeles befand und das gedruckte Skript von The Phoenician Scheme, seinem neuen Filmprojekt unter der Regie von Wes Anderson, zu seinen persönlichen Sachen transportierte.

Del Toro erklärte, dass er seine Drehbücher immer in einer sehr großen Schriftart ausgedruckt mit sich führt, um das Lesen und die Organisation der Szenen zu erleichtern. Diese Besonderheit war jedoch der Funke des Problems.

Während einer routinemäßigen Kontrolle bat ein Sicherheitsagent darum, Ihren Rucksack zu durchsuchen. Darin fand er das Drehbuch mit einer alarmierenden ersten Szene mit dem Titel: “Innenflugzeug: Bombe”.

Der Inhalt der folgenden Szenen half nicht, die Anspannung zu mindern: „Cockpit-Innenraum: Den Piloten ausstoßen“ und „Absturz“ waren die Überschriften der folgenden Seiten.

„Der Junge liest es gerade und ich sage ihm: das ist ein Drehbuch für einen Film“, berichtete Del Toro in einem Interview in der Sendung Late Night with Seth Meyers. Aber der Alarm war bereits ausgelöst worden.

Angesichts der Besorgnis des Agenten zog er sich mit dem Skript in der Hand zurück und kehrte mit fünf Mitgliedern der TSA zurück. Sie durchsuchten sorgfältig die Seiten des Dokuments, während Del Toro versuchte, den Kontext zu erklären.

Der Moment der größten Spannung kam, als ein Supervisor sich dem Verfahren anschloss.

Según dem Bericht des Schauspielers änderte sich die Situation dann. „Schließlich kam der Supervisor und sah mich an, er musste mich erkannt haben, vielleicht von Sicario oder Traffic, und ließ mich gehen“, bemerkte Del Toro.

Obwohl es sich nicht um eine formelle Festnahme handelte, wurde der Schauspieler lange genug festgehalten, damit der Vorfall zu einer denkwürdigen Anekdote wurde.

Fernab davon, Unmut zu zeigen, zeigte er Respekt für das Vorgehen des Sicherheitspersonals.

„Sie haben so gehandelt, wie sie es sollten“, erkannte er an.

Das Protokoll nach dem 11. September

Die TSA, die Agentur, die für die Sicherheitskontrollen an Flughäfen und anderen Transportsystemen zuständig ist, wurde 2001 als direkte Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September gegründet.

Ihre Mission besteht darin, die Sicherheit des Transports in den Vereinigten Staaten durch strenge Verfahren und hohe Standards zu gewährleisten.

Seinen Sitz in Virginia umfasst eine ständige Ausstellung mit dem Titel Mission Hall: Remembering the Past, Informing the Future, in der die Entwicklung der Agentur und ihre Rolle bei der Prävention von Bedrohungen von der Gründung bis heute erzählt wird.

Die Ausstellung unterstreicht das Engagement der TSA für Integrität, Professionalität und Wachsamkeit, Werte, die sich in der Erfahrung von Benicio del Toro widerspiegeln.

Der phönizische Plan: Ein internationales Spionagespiel

Die Filme, die das Missverständnis auslöste, trägt im Spanischen den Titel La trama fenicia.

Laut der auf dem spezialisierten Portal FilmAffinity veröffentlichten Synopsis folgt die Geschichte Zsa-zsa Korda, einem europäischen Magnaten, der zusammen mit seiner Tochter, einer Nonne, in einem Spionagenetz verstrickt ist, mit der er eine komplexe Beziehung pflegt.

Das Werk, im stilistischen Stil von Wes Anderson, verspricht ironische Dialoge, eine akribische Ästhetik und eine erstklassige Besetzung.

Der Vorfall mit der TSA, obwohl er keine rechtlichen Konsequenzen hatte, fügte dem Drehbuch eine unerwartete Ebene an Realismus hinzu: eine Szene, die genauso gut von Anderson selbst geschrieben worden sein könnte.

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