Flüchtiger in Artemisa: Verantwortlicher für den Tod eines Vaters und seines Sohnes wurde noch nicht festgenommen

Das Fehlen von Antworten seitens der Behörden schürt die Ängste der Bürger und spiegelt die zunehmende Unsicherheit in Kuba wider.

Polizeifahrzeug in Kuba. (Referenzbild)Foto © Flickr/gypsee

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Der doppelte Mord an einem Vater und seinem Sohn auf einer Farm im artemiseño Gemeinde Candelaria bleibt weiterhin ungelöst, während der Hauptverdächtige nach wie vor auf der Flucht ist, bestätigte ein Beamter der örtlichen Polizei gegenüber Martí Noticias.

Francisco Torres Rodríguez, 80 Jahre alt, und sein Sohn Yaciel Torres Remedio, 46 Jahre alt, wurden am 5. September auf ihrer Finca El Cusco, einer bergigen Gegend nahe der Gemeinde Las Terrazas, tot aufgefunden. Die leblosen Körper lagen außerhalb des Hauses, an verschiedenen Stellen des Geländes, was die Hypothese eines geplanten und gewalttätigen Angriffs stützt.

Bis heute konnten die Behörden den mutmaßlichen Täter nicht fassen, obwohl Cubadebate in einer offiziellen Erklärung anerkannte, dass man glaubt, "es seien mehrere Personen beteiligt".

Unter den Hypothesen, die in der Gegend kursieren, steht die Beteiligung eines aus der Justizvollzugsanstalt Ceiba 5 entkommenen Insassen, der wegen Diebstahls verurteilt wurde und angeblich zusammen mit zwei anderen Männern gehandelt haben soll.

Gemäß Martí Noticias soll diese Person zuvor gedroht haben, seine Ex-Frau umzubringen, die in Bahía Honda lebt, wo die Polizei Beamte zum Schutz von ihr eingesetzt hat, während die Suche nach dem Verbrecher fortgesetzt wird.

In der Gemeinde kursieren mehrere Versionen in sozialen Netzwerken und unter den Nachbarn. Eine Hypothese besagt, dass das Verbrechen durch einen Raub motiviert wurde, da die Opfer kürzlich eine große Menge an Schweinen und Schafen verkauft haben, was vermuten ließ, dass sie eine beträchtliche Summe Bargeld aufbewahrten. Eine andere Version deutet auf eine mögliche Rache hin, die mit der Weigerung der Familie Torres zusammenhängt, dem Flüchtigen Unterschlupf zu gewähren.

Der Einfluss der Kriminalität auf die Gemeinschaft war tiefgreifend. „Hier hat niemand Angst“, sagte eine Anwohnerin von Bahía Honda zu Martí Noticias und versuchte, die kollektive Besorgnis zu minimieren.

Dennoch ist im Dorf und in den sozialen Medien dasselbe Muster zu erkennen, das in Kuba alltäglich geworden ist: immer gewalttätigere Verbrechen, anhaltende Straflosigkeit und offizielles Schweigen.

Zahlen, die das Regime widerlegen

Der kubanische Regierung besteht darauf, dass die Kriminalität rückläufig ist. Aber die Daten sprechen eine andere Sprache. Allein zwischen Januar und Juni 2025 verzeichnete das Kubanische Observatorium für Bürgerprüfung (OCAC) 1.319 Straftaten, darunter 63 Morde und 721 Diebstähle, in einem beispiellosen Rekord, der den Verfall des sozialen Gefüges in Kuba aufzeigt.

Die Tode von Francisco und Yaciel Torres haben nicht nur eine irreparabile Lücke in ihrer Familie und Gemeinschaft hinterlassen, sondern sind zu einem weiteren schmerzlichen Symbol des Landes geworden, das Kuba geworden ist: einem Land, in dem ein Mörder frei herumlaufen kann, während die Bürger mit Angst, Frustration und Hoffnungslosigkeit leben.

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