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Die Situation des Nationalen Stromsystems (SEN) ist kritisch, mit einem Generationsdefizit, das am Freitag landesweit Abschaltungen erforderlich macht.
Die größte Beeinträchtigung durch einen Mangel an Erzeugungskapazität am vorhergehenden Tag betrug laut der Unión Eléctrica 1.733 MW um 21:50 Uhr, was ein Spiegelbild des tiefen Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage nach Elektrizität ist.
Heute um 06:00 Uhr lag die Verfügbarkeit des SEN bei nur 1.550 MW, während die Nachfrage 2.810 MW erreichte, was einen sofortigen Mangel von 1.285 MW zur Folge hatte. Für die Mittagszeit wird eine Beeinträchtigung von 1.200 MW geschätzt.
Pannen und Instandhaltungen, die die Krise verschärfen
Die Fragilität des Systems wird durch mehrere außer Betrieb befindliche Generatoren verstärkt, sowohl aufgrund von Pannen als auch von geplanten Wartungsarbeiten. Unter den defekten Einheiten befinden sich:
- Einheit 2 des Wärmekraftwerks (CTE) Felton
- Einheit 8 der CTE Mariel
- Einheiten 3 und 5 der CTE Renté
Während im Wartungsbereich sind:
- Einheit 5 der CTE Mariel
- Einheit 2 der CTE Santa Cruz
- Unidad 4 der CTE Cienfuegos
- Einheit 1 der CTE Felton
Zusätzlich belaufen sich die Einschränkungen in der thermischen Erzeugung auf 354 MW, die sich zum Defizit addieren, und zu dem Mangel an installierter Kapazität kommt die fehlende Brennstoffversorgung hinzu, wodurch 44 dezentralisierte Erzeugungsanlagen außer Betrieb sind, was einen Verlust von 201 MW bedeutet.
Prognose für die Hauptverkehrszeit
Für die Hauptverkehrszeit an diesem Freitag wird der schrittweise Eintritt einiger Erzeugungsblöcke prognostiziert, darunter:
- 50 MW in verteilten Erzeugungsmotoren, die derzeit aufgrund von Treibstoffmangel stillstehen
- 70 MW, die der Einheit 5 von Renté entsprechen
- 105 MW aus der Heizölkraftanlage Mariel
Dennoch wird selbst mit diesen Neuzugängen die erwartete Verfügbarkeit in der Spitzenzeit lediglich 1.775 MW betragen, während die maximal geschätzte Nachfrage bei 3.330 MW liegt. Dies würde ein Defizit von 1.525 MW erzeugen, bei einer prognostizierten Beeinträchtigung von 1.595 MW, wenn die aktuellen Bedingungen bestehen bleiben.
Die Elektrizitätsgesellschaft von Havanna bestätigte, dass das Defizit zum Zeitpunkt der Erstellung ihres Informationsberichts in der Hauptstadt noch nicht behoben war, teilte jedoch die geplante Planung der Stromausfälle nach Blöcken mit.
In der Zwischenzeit sieht sich die kubanische Bevölkerung weiterhin umfangreichen täglichen Stromausfällen gegenüber, und die Aussichten zeigen keine Anzeichen einer sofortigen Verbesserung. Die elektrische Infrastruktur verschlechtert sich weiterhin, ohne sichtbare Lösungen auf kurze Sicht.
Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba
Warum besteht das energetische Defizit in Kuba weiterhin?
Der Energieengpass in Kuba hält an aufgrund der Kombination von Ausfällen in den Erzeugungseinheiten, geplanten Wartungsarbeiten, thermischen Einschränkungen und einer kritischen Knappheit an Brennstoff. Diese Situationen haben mehrere Einheiten von thermischen Kraftwerken und dezentraler Erzeugung außer Betrieb gesetzt, was die Reaktionsfähigkeit des Nationalen Elektrizitätssystems (SEN) erheblich beeinträchtigt.
Was ist der Einfluss der Stromausfälle auf das tägliche Leben der Kubaner?
Die Stromausfälle in Kuba wirken sich negativ auf die Lebensqualität aus, beeinträchtigen sowohl die häuslichen Aktivitäten als auch die grundlegenden Dienstleistungen und die Familienwirtschaft. Der Mangel an Elektrizität unterbricht die Wasserversorgung, beeinträchtigt die Bildung und den Transport und führt zu allgemeinem Unwohlsein in der Bevölkerung.
Welche Maßnahmen ergreift die kubanische Regierung, um die Energiekrise zu bewältigen?
Der kubanische Staat hat Pläne zur Erhöhung der Nutzung erneuerbarer Energien angekündigt, wie die Integration von Photovoltaik-Solarkraftwerken, doch diese Maßnahmen sind unzureichend, um das Energiedefizit zu decken. Die Situation bleibt kritisch und es ist keine klare kurzfristige Lösung in Sicht.
Wie werden die Stromausfälle in Havanna verwaltet?
In Havanna führt die Elektrizitätsgesellschaft rotierende Stromausfälle nach Blöcken durch, die verschiedene Bereiche zu festgelegten Zeiten betreffen. Aufgrund der Instabilität des Systems werden diese Zeitpläne jedoch häufig nicht genau eingehalten, was viele Bewohner in Ungewissheit darüber lässt, wann sie wieder Strom haben werden.
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