Noch nie gab es so viele Latinos in den USA: Einer von fünf Einwohnern hat hispanische Wurzeln

Die latino Bevölkerung in den USA erreicht erstmals 68 Millionen. Sie macht 20 % des Landes aus und führt das demografische und wirtschaftliche Wachstum an, so eine neue Studie von UCLA und Cal Lutheran.

Lateinamerikanisches Musikfestival in ChicagoFoto © Flickr / risingthermals

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Por primera vez in der Geschichte der Vereinigten Staaten ist jeder fünfte Einwohner latinoamerikanischer Herkunft, enthüllte am Dienstag ein Bericht des Latino GDP Project der University of California in Los Angeles (UCLA) und der California Lutheran University.

Laut den neuesten Daten des Census Bureau erreichte die latinx Bevölkerung 68 Millionen Personen im Jahr 2024, innerhalb einer Gesamtbevölkerung von 340 Millionen Einwohnern, berichtete die Agentur EFE.

Esto stellt ein Wachstum von 2,9 % im Vergleich zu 2023 dar, was zwei Millionen neuen lateinamerikanischen Einwohnern in nur einem Jahr entspricht.

Die Latinos haben den außergewöhnlichen Herausforderungen der Pandemie standgehalten und waren maßgeblich dafür verantwortlich, den natürlichen Bevölkerungswechsel in den Vereinigten Staaten positiv zu gestalten, erklärte der Bericht.

Im Gegensatz dazu verzeichneten andere Bevölkerungen im gleichen Zeitraum (2020-2024) einen Nettoverlust von 1,3 Millionen Menschen.

Latinos treiben den Arbeitsmarkt voran

Der Bericht hebt auch einen historischen Rekord in der lateinamerikanischen Arbeitskräfte hervor, der im Jahr 2024 35,1 Millionen Arbeitnehmer erreichte, was einem Anstieg von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr und von 46,5 % seit 2010 entspricht.

Die Erwerbsbeteiligungsquote lag bei 69 %, deutlich über dem nationalen Durchschnitt.

Harte Arbeit, Selbstgenügsamkeit, Optimismus und Ausdauer sind Merkmale, die der Stärke und Resilienz der Latinos zugrunde liegen, erklärte Matthew Fienup, Geschäftsführer des Zentrums für Wirtschafts- und Prognoseforschung von Cal Lutheran.

Ein BIP, das Großmächte übertrifft

Der Bericht vom April desselben Projekts hatte bereits enthüllt, dass das BIP der Latinos in den USA 4,1 Billionen Dollar erreichte und sich damit als das fünftgrößte der Welt etablierte, über Indien, dem Vereinigten Königreich und Frankreich.

Inclusiv während der härtesten Jahre der Pandemie, zwischen 2019 und 2022, wuchs die Wirtschaftsproduktion der lateinamerikanischen Gemeinschaft im Durchschnitt um 4,8 % jährlich, weit über den 1,5 %.

Als COVID-19 ausbrach, sagten viele Analysten voraus, dass die wirtschaftlichen Gewinne der Latinos verschwinden würden. Aber das Latino-BIP ist weiterhin stark gewachsen”, sagte David Hayes-Bautista, Mitautor des Berichts und Professor für Medizin an der UCLA.

Während der Pandemie wurden die Latinos stark getroffen: Zwischen 2020 und 2021 war COVID-19 die Hauptursache für Todesfälle in dieser Gemeinschaft.

Dennoch sank die Sterberate bis 2022 um mehr als 50 %, und die Lebenserwartung der Latinos begann sich zu erholen.

Antes der Pandemie lebten Latinos im Durchschnitt drei Jahre länger als nicht-hispanische Weiße. Im Jahr 2021 fiel dieser Vorteil auf nur noch sechs Monate. Im Jahr 2022 hatte sich dieser jedoch auf zweieinhalb Jahre erholt, was auf die Rückkehr des Phänomens bekannt als die „latino Gesundheitsvorteil“ hinweist.

Migrantische Auswirkungen und Herausforderungen unter Trump

Dieses Wachstum steht im Gegensatz zu dem Rückgang der Ankunft von Migranten, der während der Verwaltung von Donald Trump verzeichnet wurde.

Según el Pew Research Center, die Vereinigten Staaten verloren 1,4 Millionen Einwanderer in den ersten sechs Monaten seiner Regierung, was die erste Reduzierung der Einwandererbevölkerung seit den 1960er Jahren markierte.

Dennoch war die demografische und wirtschaftliche Resilienz der lateinamerikanischen Gemeinschaft entscheidend, um die Dynamik des Landes aufrechtzuerhalten, selbst in einem politischen Umfeld mit widrigen Bedingungen und Migrationsbeschränkungen.

Eine Gemeinschaft, die die USA transformiert.

Desde 2010 wuchs das lateinamerikanische BIP in den USA von 1,6 auf 4,1 Billionen Dollar, und es wird erwartet, dass es in der kommenden Dekade eine der Hauptsäulen des wirtschaftlichen Wachstums bleibt.

Wir sind der Ansicht, dass diese Eigenschaften das Wachstum der US-Wirtschaft in den kommenden Jahren weiterhin fördern werden, schloss Fienup.

Der Jahresbericht ist Teil des Projekts des PIB Latino, das seit 2017 die wirtschaftliche Entwicklung dieser Gemeinschaft verfolgt. Er umfasst auch spezifische Studien zu Geschlecht, Region und betroffenen Sektoren, wie den kürzlich im August veröffentlichten Bericht über das PIB der lateinamerikanischen Frauen.

Die Daten sind eindeutig: Latinos machen nicht nur ein Fünftel der US-Bevölkerung aus, sondern sind auch eine wesentliche Säule für die wirtschaftliche Zukunft.

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