Die maximalen sustained Winde des Hurrikans Melissa nehmen zu

Die kubanischen Behörden wurden aufgefordert, die Vorbereitungen zum Schutz von Leben und Eigentum zu beschleunigen, insbesondere in Küsten- und Berggebieten, wo der Einfluss der Winde verstärkt werden könnte.

Bild des SatellitenFoto © NOAA

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Der Hurrikan Melissa hat an Stärke zugenommen, erreicht maximale anhaltende Windgeschwindigkeiten von 270 km/h, laut dem neuesten Bericht des Nationalen Hurrikanzentrums (NHC), der um 11:00 Uhr (Eastern Time) an diesem Montag herausgegeben wurde.

Diese neue Zahl -10 km/h höher als der vorherige Bericht- bestätigt seinen Status als Hurrikan der Kategorie 5, dem höchsten Niveau auf der Saffir-Simpson-Skala, und stellt ein äußerst riskantes Szenario für Kuba sowie Jamaika dar, das seine erste Station in der Karibik sein wird.

„Melissa ist ein Hurrikan der Kategorie 5 […] Es wird erwartet, dass sie den Südosten Kubas als sehr kraftvoller Hurrikan erreicht“, warnte das NHC.

Der Sturm, der sich derzeit etwa 530 km südwestlich von Guantánamo befindet, bewegt sich langsam mit nur 6 km/h nach Westen, jedoch wird für diese Nacht eine Wende nach Norden erwartet, die seinen Kern direkt über Jamaika und anschließend in den östlichen Teil Kubas in der Nacht von Dienstag bringen könnte.

Kuba: Aktive Warnungen und potenzielles schweres Risiko

Das Bulletin enthält eine Warnung vor einem Hurrikan für die kubanischen Provinzen Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo und Holguín, was darauf hinweist, dass in diesen Gebieten in den nächsten 36 Stunden Hurrikanbedingungen erwartet werden.

Außerdem steht Las Tunas unter Tropensturmwarnung, und andere Regionen wie die Bahamas sowie die Turks- und Caicosinseln sind in Alarmbereitschaft.

Es wird erwartet, dass die Bedingungen für tropische Stürme am Dienstag im Osten von Kuba beginnen. In der unter Hurrikan-Alarm stehenden Zone werden die Hurrikan-Bedingungen voraussichtlich am Dienstagabend einsetzen

Die kubanischen Behörden wurden aufgefordert, die Vorbereitungen zur Sicherung von Leben und Eigentum zu beschleunigen, insbesondere in Küsten- und Bergregionen, wo die Auswirkungen der Winde verstärkt werden könnten.

Katastrophale Winde und extreme Regenfälle

Mit einem minimalen zentralen Druck von 908 mb hat Melissa eine ungewöhnliche Intensität erreicht, selbst im Vergleich zu den zerstörerischsten Hurrikanen der Region.

Das NHC warnte, dass die huracánartigen Winde sich bis zu 45 km vom Zentrum des Zyklons erstrecken, während die Winde mit tropischer Sturmstärke einen Radius von bis zu 315 km abdecken und damit ein weitreichendes Gebiet der westlichen Karibik erfassen.

Für Kuba besteht die größte Gefahr nicht nur in den Winden.

Es wird mit einem episodischen Auftreten von intensiven Regenfällen zwischen 15 und 20 Zoll (38-50 cm) im Osten des Landes gerechnet, wobei lokal sogar noch größere Ansammlungen möglich sind.

Dies könnte zu katastrophalen plötzlichen Überschwemmungen und Erdrutschen führen, insbesondere in bergigen Gebieten wie der Sierra Maestra.

„Es werden Gesamtniederschläge von 15 bis 20 Zoll erwartet, mit lokal höheren Mengen, was zu potenziell katastrophalen und lebensbedrohlichen Überschwemmungen sowie zu zahlreichen Erdrutschen führen kann“, warnte das NHC.

Zyklonische Flut in Sicht: bis zu 11 Fuß Höhe

Ein weiteres bedeutendes Risiko ist die zyklonische Überflutung, die die Südküste des östlichen Kubas schwer beeinträchtigen könnte. Die Vorhersage geht davon aus, dass der Meeresspiegel um 7 bis 11 Fuß (2 bis 3,3 Meter) über dem Normalniveau ansteigen könnte, begleitet von zerstörerischen Wellen.

„Es besteht die Möglichkeit einer signifikanten Zyklonflut entlang des Südostens von Kuba […] Dies wird von großen und zerstörerischen Wellen begleitet“, warnt der Bericht.

Diese Effekte würden die bereits komplexe Situation von Überschwemmungen, die durch Regen und Wellen verursacht werden, noch verstärken und nicht nur die Küstenschutzinfrastruktur, sondern auch ganze Gemeinschaften gefährden.

Werdegang und Perspektiven

Obwohl der Kern von Melissa voraussichtlich zuerst in Jamaika heute Nacht ankommen wird, macht das Bulletin deutlich, dass Kuba ihr nächstes Ziel mit hoher Wirkung sein wird: „Der Kern von Melissa wird sich […] im Südosten von Kuba in der Nacht von Dienstag bewegen.“

Von dort aus wird im Laufe des Mittwochs eine Bewegung nach Nordosten über die Bahamas erwartet.

Die langsame Bewegung des Zyklons erschwert die Prognosen und verschärft die Bedrohung, da sie die Exposition der betroffenen Regionen gegenüber starken Regenfällen, Winden und zerstörerischen Wellen verlängert.

Schlussfolgerungen und Empfehlungen

Der Hurrikan Melissa stellt eine extreme Bedrohung für den Osten Kubas dar und hat das Potenzial, weitreichende strukturelle Schäden, menschliche Verluste und massenhafte Vertreibungen zu verursachen.

Die Behörden müssen die Evakuierungspläne in gefährdeten Gebieten beschleunigen, und die Bevölkerung sollte sich ausschließlich an offizielle Quellen wie das Institut für Meteorologie von Kuba und das Nationale Hurrikanzentrum der USA halten.

Die kommenden Wetterberichte werden entscheidend sein, um die Bahn und die endgültige Intensität des Hurrikans beim Landfall in Kuba zu präzisieren.

Die Insel hat in der Vergangenheit verheerende Wirbelstürme erlebt, aber die aktuelle Stärke von Melissa, mit anhaltenden Winden von 270 km/h, stellt eine außergewöhnlich gefährliche Kategorie dar.

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