Eine kubanische Mutter, identifiziert als Leydis Moreno, hat die prekären Bedingungen und den Mangel an medizinischer Versorgung im Kinderkrankenhaus von Holguín angeprangert, wo ihr Sohn, ein Hochrisikokind mit hypoxisch-ischämischer Enzephalopathie und generalisierter Epilepsie, behandelt wird.
In einem Beitrag vom 28. Oktober, als der Durchzug des Hurrikans Melissa über den Osten Kubas erwartet wurde, berichtete Moreno, dass es im Kinderkrankenhaus "Octavio de la Concepción de la Pedraja" in Holguín keinen geeigneten Ort gab, um seinen Sohn zu behandeln, der während der Krampfanfälle sofortige Hilfe benötigt.
„Es gibt keinen Ort, um ein Kind mit hohen Risiken unterzubringen (…) Wenn es kompliziert wird, tut es ihnen nicht weh, mir tut es weh, denn ich bin die Mutter“, schrieb sie.
Die Frau versicherte, dass ihr Sohn bei einer früheren Gelegenheit aufgrund von medizinischer Fahrlässigkeit notfallmäßig auf die Intensivstation verlegt wurde, und machte das Krankenhauspersonal für jegliche Komplikationen verantwortlich, die ihrem Sohn widerfahren könnten.
Er beklagte auch den Mangel an Hygiene, Betten und qualifiziertem Personal und stellte fest, dass viele Arbeiter gleichgültig handeln: „Man muss einen Beitrag in den sozialen Medien machen, damit sie dir zuhören und dein Problem lösen, denn sonst sind du und das Kind ihnen egal“, beklagte er.
Verschiedene Nutzer reagierten auf die Beschwerde und äußerten Empörung und Unterstützung. Eine Internetnutzerin merkte an: „Die Ärzte wollen nicht, dass man sie anruft, das stört sie, es ist, als wären sie zu Hause“, und erinnerte daran, dass es beim Arztberuf um Berufung, Empathie und Liebe zum Nächsten geht.
Eine andere Nutzerin teilte ihre Erfahrung in demselben Krankenhaus, wo sie mehr als fünf Stunden im Regen wartete, bis ihr Baby behandelt wurde. Sie verglich die fehlende Sensibilität in Kuba mit der humanisierten Betreuung, die sie Jahre später im Ausland erhielt.
Das Zeugnis von Moreno wurde vor dem Vorbeizug des Hurrikans Melissa veröffentlicht. Der aktuelle Kontext in der Provinz ist viel gravierender. Die Gesundheitskrise und die durch den Zyklon verursachten Schäden haben die Bedingungen in den Krankenhäusern verschärft.
Die Mutter aus Holguín versicherte, dass sie weiterhin Beschwerden einreichen wird, bis ihr Sohn die Aufmerksamkeit erhält, die er verdient. Doch im östlichen Kuba sind Millionen von Menschen seit mehreren Tagen ohne Strom und ohne Kommunikation.
Archiviert unter:
