Kubaner erscheinen geschlagen an der Grenze von Lettland zu Weißrussland

Beide Kubaner wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, in einem neuen Fall von Gewalt auf den europäischen Migrationsrouten.

In Kuba geschlagener Mann an der Grenze von Lettland zu Weißrussland.Foto © Collage/ Youtube/REFORM NEWS und Staatsgrenze von Lettland

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Zwei kubanische Bürger wurden schwer verletzt an der Grenze zwischen Weißrussland und Lettland gefunden, nachdem sie berichtet hatten, dass sie von lettischen Beamten angegriffen wurden, bevor sie ins weißrussische Gebiet abgeschoben wurden, wie das staatliche Medium sb.by meldete und vom Portal Reformation mit Daten des Staatlichen Grenzkomitees und des Untersuchungskomitees von Weißrussland bestätigt wurde.

Die Ereignisse ereigneten sich am 17. November, als Grenzwachen des Polotsk-Bataillons einen Mann und eine Frau in einem Schockzustand mit sichtbaren Anzeichen von Gewalt in der Nähe einer lettischen Grenzstation fanden.

Laut den Aussagen der Migranten sollen die lettischen Beamten sie nach illegalem Eintritt in das Land festgenommen und anschließend brutal mit Gummischlagstöcken und Elektroschockern geschlagen haben, bevor sie sie durch eine „Tür für Tiere“ nach Weißrussland abgeschoben haben.

Laut der von dem belarussischen Untersuchungsausschuss verbreiteten Version erklärte der 28-jährige Mann, dass er und eine Bekannte versuchten, nach Spanien zu gelangen, als sie in Lettland aufgehalten wurden.

Nach der Festnahme wurden beide vor einen angeblichen „Kommandanten“ gebracht, der geäußert haben soll, dass er „solche Menschen in Lettland nicht sehen wollte“, bevor die Aggression begann.

Der Migrant berichtete, dass er gefesselt und wehrlos immer wieder mit Schlagstöcken und Elektroschockwaffen geschlagen wurde. Als die Frau versuchte einzugreifen, wurde auch sie angegriffen. Anschließend wurden die beiden Kubaner in einen Kleinbus gebracht und zurück an die Grenze transportiert, um nach Weißrussland ausgewiesen zu werden.

Schwere Verletzungen und Krankenhausaufenthalt

Laut sb.by leisteten die belarussischen Grenzschützer Erste Hilfe, riefen einen Krankenwagen und informierten die Ermittler.

Die Ärzte diagnostizierten bei beiden Kubanern Hypothermie, Abschürfungen und Blutergüsse, aber der Zustand des Mannes war noch gravierender, da er Anzeichen einer traumatischen Gehirnverletzung zeigte. Die beiden wurden in das Zentralhospital des Bezirks Braslav gebracht.

Diese Ereignisse finden vor dem Hintergrund eines Anstiegs illegaler Überquerungsversuche in der Region statt und ereignen sich Wochen nach einem weiteren Vorfall, der einen kubanischen Staatsbürger an der lettischen Grenze betraf.

Ein weiterer Kubaner wurde Wochen zuvor an der ruso-lettischen Grenze festgenommen

Am 9. Oktober berichteten die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Latvian Public Media (LSM) und die Staatliche Grenzschutzbehörde Lettland, dass ein kubanischer Staatsbürger nach illegalem Grenzübertritt von der russischen Seite im Landkreis Viļaka festgenommen wurde.

Der junge Mann soll den Grenzzaun von unten umgebogen haben, um nach Lettland einzureisen, wo er festgenommen wurde und strafrechtliche Verfahren wegen illegaler Einreise sowie administrative Sanktionen wegen Verstöße gegen die Aufenthaltsbestimmungen im Grenzgebiet eingeleitet wurden.

Dieser Fall war der zweite innerhalb einer Woche von unregelmäßigen Grenzübergängen aus Russland nach Lettland, so die lettischen Behörden.

Verzweifelte Migration in einem zunehmend risikoreichen Korridor

Das Erscheinen von Kubanern im Grenzgebiet zwischen Russland, Lettland und Weißrussland zeigt einen ungewöhnlichen, aber zunehmend frequentierten Weg für Migranten, die während der Verschärfung der Migrationspolitik und Kontrollen in traditionellen Korridoren die Europäische Union erreichen wollen.

Die Situation der beiden geschlagenen Kubaner, die sich weiterhin in medizinischer Behandlung befinden, spiegelt das zunehmende Risiko, die Gewalt und die Verwundbarkeit wider, mit denen Migranten in dieser Region konfrontiert sind.

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