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Die solidarische Gemeinschaft in Kuba erwachte erschüttert nach dem Bekanntwerden des Todes von Nabila, einem Mädchen mit Zerebralparese, das Teil der humanitären Initiative "Aliento de Vida", einem Programm zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Zerebralparese war.
Die Nachricht wurde vom Projektkoordinator Yankiel Fernández bestätigt, der eine bewegende Botschaft auf Facebook geteilt hat, um sich von dem kleinen Mädchen zu verabschieden.
Laut ihrer Aussage war das Mädchen "eine unserer geliebten Prinzessinnen", die für den Mut, mit dem sie ihrer Krankheit entgegentrat, und für die Freude, die sie allen vermittelte, die sie auf ihrem Weg begleiteten, in Erinnerung bleibt.
„Trotz der Herausforderungen, denen sie gegenüberstand, lehrte uns ihr strahlender Geist und ihr Lächeln, jeden Moment zu schätzen und mit Liebe zu kämpfen“, bemerkte Fernández.
Der Aktivist dankte allen, die geholfen, gespendet und die Familie des Mädchens während ihres Lebens unterstützt haben.
„Ihre Großzügigkeit und Mitgefühl machten es möglich, dass Nabila und andere Kinder wie sie die Liebe und Aufmerksamkeit erhielten, die sie verdienen“, sagte er.
Zehntausende von Nutzern äußerten ihr Beileid und schickten den Eltern sowie den anderen Angehörigen Worte der Stärke, die über Jahre hinweg einen harten Kampf geprägt von materiellen Entbehrungen und der Fragilität des kubanischen Gesundheitssystems geführt hatten.
Ein Kampf, der von der Knappheit beeinflusst wird
Der Tod von Nabila belebt die Diskussion über die Situation von Kindern mit schweren Behinderungen in Kuba, deren Leben von Medikamenten abhängt, die auf der Insel kaum zu bekommen sind.
Im September 2023 bat der Komiker und Philanthrop Limay Blanco um öffentliche Hilfe, damit das Mädchen Zugang zu Clobazam, einem unverzichtbaren Medikament zur Kontrolle der Anfälle, die sie hatte.
Dieser Aufruf spiegelte die harte Realität Tausender kubanischer Familien wider, die gezwungen sind, auf Solidaritätsnetzwerke, Spenden aus dem Ausland oder verzweifelte Suchen in sozialen Netzwerken zurückzugreifen, um grundlegende Medikamente zu erhalten.
Viele von ihnen sind in Apotheken nicht erhältlich und selbst wenn sie auftauchen, ist ihr Preis auf dem informellen Markt für die Mehrheit unerschwinglich.
Die Knappheit an Medikamenten, sanitären Materialien, speziellen Lebensmitteln und notwendigen Ressourcen für die Betreuung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen hat sich inmitten der allgemeinen Krise, die das Land durchlebt, verschärft.
Während die Regierung auf triumphalistischen Botschaften und offiziellen Feiern besteht, trifft die mangelnde Wirksamkeit von Politiken und eine nicht funktionierende Gesundheitsinfrastruktur, die in der Lage wäre, auf die Nachfrage zu reagieren, besonders die Verletzlichsten.
Der Schmerz, der sich wiederholt
Die Gemeinschaft des Projekts "Aliento de Vida" bedauert, dass Nabila eines von mehreren Kindern ist, die kürzlich im Rahmen ihres Unterstützungsprogramms für Kinder mit zerebraler Lähmung verstorben sind.
"Nabila wird immer in unseren Herzen leben, und wir werden ihren Kampf fortsetzen, indem wir Inklusion und Liebe fördern. Möge ihre Geschichte uns inspirieren, weiterhin Hoffnung und Unterstützung für die Bedürftigsten zu bieten," äußerte der Initiativenleiter.
Obwohl die Organisation versichert, dass sie weiterhin Unterstützung bieten und Inklusion fördern wird, offenbart der kollektive Schmerz die strukturelle Vernachlässigung des verletzlichsten Sektors der kubanischen Gesellschaft.
In der aktuellen Gesellschaft Kubas hängt das Überleben eines kranken Kindes nicht nur vom öffentlichen Gesundheitssystem ab, sondern auch von der Solidarität unbekannter Menschen und von spontanen Spenden.
In einem Land, das über Jahrzehnte mit seiner kostenlosen Gesundheitsversorgung prahlte, kann heute das Leben eines kranken Kindes von etwas so Grundlegendem – und gleichzeitig so Seltenem – wie einem Medikament abhängen.
Die Geschichte von Nabila hinterlässt, wie Fernández sagte, eine Spur. Sie wirft jedoch auch Fragen zu einem System auf, das nicht in der Lage ist, diejenigen zu schützen, die am dringendsten Hilfe benötigen: die Kinder, die um ihr Leben kämpfen.
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