Cubano auf der Insel reagiert auf die Deportationen von Donald Trump: "Wo sollen sie zwei Millionen Pfund Reis mehr für diese Leute herbekommen?"

Kubaner fürchten massenhafte Abschiebungen durch Trump, die die Lebensmittelkrise auf der Insel verschärfen würden. Die Lebensmittelproduktion, wie Reis und Schweinefleisch, ist drastisch gesunken, was zu einem Mangel geführt hat.

Kubaner auf der Insel über AbschiebungenFoto © @michaelrobert018 / TikTok

In einem auf TikTok von dem Nutzer Michael Robert (@michaelrobert018) geteilten Video äußern zwei junge Kubaner ihre Besorgnis über die Möglichkeit, dass der ehemalige US-Präsident Donald Trump massive Abschiebungen von Einwanderern durchführen könnte, einschließlich der Kubaner, die in den letzten Jahren emigriert sind.

Uno de ihnen stellt fest: „Wenn hier mehr als zwei Millionen Kubaner in andere Länder gegangen sind und du sie aus der Rationierungsliste streichst, warum gibt es dann weniger Reis? Wo ist dieser Reis? Wenn Donald Trump jetzt all diese Leute zurück zu uns deportiert, wo her bekommst du dann 2 Millionen Pfund mehr Reis im Monat? Also sind das 4 Millionen Pfund Reis, wo ist dieser Reis? Und was bleibt für uns? Wir werden wahrscheinlich Mehl mit Süßkartoffeln essen müssen.“

Diese Sorgen spiegeln die tiefe Ernährungs krise wider, die Kuba durchlebt. Laut offiziellen Daten ist die Produktion von Grundnahrungsmitteln drastisch gesunken; beispielsweise fiel die Produktion von Schweinefleisch im Jahr 2023 um 93,2 % im Vergleich zu 2022, und die Reisproduktion nahm im gleichen Zeitraum um 85 % ab.

Diese Situation hat dazu geführt, dass Grundnahrungsmittel wie Reis verspätet und in schlechten Bedingungen in die Lagerräume kommen, was die Ernährungssicherheit der Bevölkerung beeinträchtigt.

Die Sorgen der Jugendlichen im Video stehen ebenfalls im Zusammenhang mit den kürzlichen Migrationspolitiken der Trump-Administration. Der Präsident hat dem U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) neue Befugnisse erteilt, um Migranten unter humanitären Parole-Programmen und CBP One beschleunigt abzuschieben, was Tausende von Kubanern, die derzeit in den Vereinigten Staaten leben, betreffen könnte.

Die Kombination aus einer internen Lebensmittelkrise und der Möglichkeit einer massenhaften Rückkehr von Emigranten schafft Unsicherheit darüber, wie das Land mit einem plötzlichen Anstieg der Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln umgehen könnte, insbesondere wenn es bereits Schwierigkeiten hat, die aktuelle Bevölkerung zu versorgen.

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Yare Grau

Gebürtig aus Kuba, lebe ich jetzt in Spanien. Ich habe Sozialkommunikation an der Universität von Havanna studiert und später ein Studium der audiovisuellen Kommunikation an der Universität von Valencia abgeschlossen. Derzeit bin ich Teil des CiberCuba-Teams als Redakteurin in der Unterhaltungssektion.