Jensy Machado, ein US-Bürger, der in El Salvador geboren wurde, wurde von Agenten des US-amerikanischen Einwanderungs- und Zolldienstes (ICE) festgenommen, obwohl er ein naturalisierter Einwohner mit allen seinen Dokumenten in Ordnung war.
Der Vorfall ereignete sich, als er auf dem Weg zur Arbeit in Manassas, Virginia, war, und zeigt die Auswirkungen der Einwanderungspolitik der aktuellen Verwaltung, die viele in der latinx Gemeinde betroffen hat, einschließlich derjenigen, die den Präsidenten unterstützt haben.
Machado, der 2024 für Donald Trump abstimmte, tat dies in der Hoffnung, dass die Politiken des Präsidenten dazu beitragen würden, die Sicherheit in den Vereinigten Staaten zu verbessern und dem Anstieg der Gangkriminalität entgegenzuwirken, ähnlich wie in seinem Heimatland.
Dennoch änderte sich ihre Meinung drastisch nach der traumatischen Erfahrung mit ICE.
"Meine Hoffnung war, dass sich die Wirtschaft verbessert. Ich habe nicht gewählt, damit Hispanics abgeschoben werden, sondern damit Kriminelle abgeschoben werden", kommentierte der Mann gegenüber Telemundo 44, der sich nun enttäuscht fühlt und seine Unterstützung für den Präsidenten zurückgezogen hat.
Am Tag seiner Festnahme befand sich Machado in seinem Lieferwagen, als ihn ICE-Agenten umzingelten. Seinem Bericht zufolge näherten sich die Beamten mit gezogenen Waffen und befahlen ihm ohne Erklärung, den Motor abzuschalten, die Schlüssel zu übergeben und das Fenster herunterzulassen. Er verstand nicht, was geschah, bis man ihm mitteilte, dass sie nach einem Mann mit einem Ausweisungsbefehl suchten.
Obwohl er ihnen erklärte, dass er diese Person nicht kenne und bot an, seinen Führerschein zu zeigen, taten sie nichts anderes, als ihn aus dem Fahrzeug zu ziehen und ihm Handschellen anzulegen.
„Dann kam er auf mich zu und fragte mich, wie ich in dieses Land gekommen sei und ob ich auf einen Termin beim Gericht wartete oder einen Fall hatte. Und ich sagte ihm, dass ich US-Bürger sei“, erläuterte er.
Was den Salvadorer am meisten empörte, war die spöttische und respektlose Haltung des Beamten, der seinen anderen Kollegen angrinste, als wolle er sagen: "Kannst du diesem Typen glauben?"
Angesichts der Beh insistenz von Machado überprüfte der andere Agent schließlich den Führerschein und stellte fest, dass er US-amerikanischer Staatsbürger war.
Die Festnahme, obwohl kurz, hinterließ eine tiefe Spur im Mann, der vor diesem Vorfall ein leidenschaftlicher Befürworter der Trump-Politik gewesen war.
„Das ist es, was sie jetzt tun, sie folgen einfach den Hispanics“, sagte er und stellte fest, dass er die Politik von Trump nicht mehr als Kampf gegen die Kriminellen ansieht, sondern gegen eine ganze Gemeinschaft.
Die Erfahrung von Machado unterstreicht die Ängste und Spannungen, die innerhalb der lateinamerikanischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten bestehen, insbesondere unter jenen, die, wie er, dachten, dass die Politik von Trump nur die Kriminellen und nicht die rechtmäßigen Bürger betreffen würde.
In ihrem Fall beeinträchtigte die Festnahme nicht nur ihr Vertrauen in die Migrationsbehörden, sondern ließ sie auch ihre früheren Entscheidungen hinterfragen.
Der Vorfall hat auch die Bedeutung unterstrichen, immer die passende Dokumentation bei sich zu haben, was von Einwanderungsanwälten als entscheidend für die Bewohner und Bürger im Land hervorgehoben wurde.
Die Geschichte spiegelt die wachsende Frustration vieler in der lateinamerikanischen Gemeinschaft wider, die sich zwischen immer strengeren Einwanderungspolitiken und einem Mangel an Verständnis für ihre rechtliche Lage gefangen fühlen.
Häufig gestellte Fragen zu ICE-Verhaftungen und Einwanderungspolitik in den USA.
Warum wurde Jensy Machado vom ICE festgenommen, wenn er ein US-Bürger ist?
Jensy Machado, obwohl er ein naturalisierter amerikanischer Staatsbürger ist, wurde von ICE-Agenten festgenommen, aufgrund eines Identifizierungsfehlers während einer Operation. Die Agenten suchten nach einer Person mit einem Ausweisungsbefehl und hielten ihn ohne angemessene Überprüfung kurz fest. Dieser Vorfall unterstreicht die Besorgnis in der lateinamerikanischen Gemeinschaft über die Praktiken von ICE, die fälschlicherweise rechtmäßige Bürger betreffen können.
Was hat Jensy Machado dazu gebracht, ihre Meinung über die Politik von Trump zu ändern?
Die persönliche Erfahrung von Jensy Machado mit ICE, wo er respektlos behandelt und ohne Grund festgenommen wurde, veranlasste ihn, die Einwanderungspolitik von Trump in Frage zu stellen. Zu Beginn unterstützte er Trump in der Annahme, dass die Maßnahmen gegen Kriminelle gerichtet seien, doch jetzt hat er das Gefühl, dass diese Politiken die gesamte hispanische Gemeinschaft ungerechtfertigt betreffen.
Wie wirken sich die Abschiebungspolitiken von Trump auf die lateinamerikanische Gemeinschaft im Allgemeinen aus?
Die Abschiebungspolitik von Trump hat ein Klima der Angst und Unsicherheit in der lateinamerikanischen Gemeinschaft geschaffen. Intensivierte Einsätze von ICE und administrative Fehler haben zur Festnahme von Personen mit rechtlichem Status und zur Trennung von Familien geführt. Darüber hinaus haben diese Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Wirtschaft der latino-geführten Unternehmen, indem sie die Einnahmen verringern und die Angst unter den Einwanderern erhöhen.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten Einwanderer gegenüber den Einsätzen des ICE treffen?
Es ist entscheidend, dass Einwanderer stets Dokumente mitführen, die ihren rechtlichen Status belegen, und dass sie ihre Rechte kennen. Einwanderungsanwälte empfehlen, Informationen nicht ohne die Anwesenheit eines Anwalts bereitzustellen und einen Gerichtsbeschluss für jede Kontrolle zu verlangen. Außerdem kann es hilfreich sein, sich auf Begegnungen mit den Einwanderungsbehörden vorzubereiten, um unnötige Festnahmen zu vermeiden.
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