Der kubanische Humorist Limay Blanco, Förderer des christlichen Ministeriums Cristo cambia vidas, teilte in seinen sozialen Netzwerken ein Video, in dem er von einer aktuellen Erfahrung mit einer der Personen berichtet, an die er im Rahmen seines Projekts ein Zuhause übergeben hat.
Laut einer Erklärung erzählte eine Nachbarin des Viertels, dass eine Frau, die ihn mit ihrem Sohn suchte, sagte, sie sei eine der Personen, die eines der Häuser erhalten hatte, die von seinem Ministerium übergeben wurden. "Von meiner Mutter, das ist die Scheißhütte, die Limay mir gegeben hat", äußerte die Frau laut dem Zeugenaussage.
In den Worten des Humoristen: „In dem Moment dachte ich daran, an die Tür zu klopfen und zu sagen: ‚Schau, du hast früher hier gelebt, komm, bleib hier‘, und das Haus einer anderen Person zu geben. Aber dann kam mir Folgendes in den Sinn: Wie viele Häuser habe ich übergeben? 44. Wie viele Menschen haben mir dafür gedankt? Nicht so viele, schon. Da kam eine Stimme: ‚Ich heilte zehn Aussätzige‘.“
Mit dieser Reflexion sprach Limay über die biblische Passage, in der nur einer der zehn von Jesus geheilten Aussätzigen zurückkehrte, um Dank zu sagen. „Was ist härter: ein Haus zu übergeben oder eine lebenslange Krankheit zu heilen?“, fragte er sich. Dann schloss er: „Wenn das Jesus Christus passiert ist, was kann ich dann erwarten?“ Dennoch bekräftigte er, dass er weiterhin helfen werde, ohne Dankbarkeit im Gegenzug zu erwarten: „Das Gute daran war die Lehre. Ich werde weiterhin so handeln, ich werde nie eine Belohnung von jemandem erwarten, aber es tut weh, es tut weh.“
Das Video wurde auf Instagram veröffentlicht und auf TikTok geteilt, wo es zahlreiche Reaktionen von Personen ausgelöst hat, die den Humoristen verteidigten und ihm Unterstützung für seine philanthropische Arbeit zukommen ließen.
Auf TikTok schrieb ein Nutzer: „Du fütterst einen Hund einen Tag und er bedankt sich ein Leben lang; du fütterst einen Menschen sein ganzes Leben und wenn du aufhörst, vergisst er dich am nächsten Tag.“ Eine weitere Schreiberin kommentierte: „Du hast ein gutes Herz. Segenswünsche, Bruder, du hast mir Kraft gegeben.“
Es gab auch tröstende religiöse Botschaften: „Gott segnet den fröhlichen Geber“, „Tu Gutes und schaue nicht, wem“, „Christus wurde verraten und hörte nie auf zu lieben“, „Deine Segnungen kommen nicht von den Menschen“.
Der kubanische Sänger Yulién Oviedo äußerte sich zu den Reaktionen: "Der Kubaner ist das undankbarste Wesen des Planeten. Mach weiter das Gute, denn der da oben setzt seine Kinder genau dort hin, wo sie hingehören."
Limay, der keine Häuser mehr übergibt, weil einige der Begünstigten diese verkauft haben und deshalb die Menschen kein Geld mehr dafür geben, hat seit Jahren das Projekt Cristo cambia vidas geleitet, durch das über 40 Wohnungen und zahlreiche Unterstützungen an Menschen in prekären Situationen in verschiedenen Provinzen Kubas vergeben wurden.
Aktuell setzt sie ihre Arbeit durch weitere solidarische Aktionen fort, wie die Organisation von Geburtstagsfeiern für gefährdete Mädchen und Jungen. „Es ist drei Uhr morgens und ich kann nicht schlafen. Ich möchte dieser kleinen Tochter einen schönen Geburtstag bereiten“, sagte sie in demselben Video.
Strukturelle Armut und staatliche Vernachlässigung
Die Fälle, die das Ministerium von Limay bearbeitet hat, spiegeln die zunehmende prekäre Wohnsituation in Kuba wider und die Expansion von Elendsvierteln wie El Tamarindo, wo Familien in mit recycelten Materialien errichteten Häusern leben und keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen haben.
Anstelle von strukturellen Lösungen hat das Regime wiederholt Zwangsräumungen durchgeführt, wie die im Jahr 2020 in Cotorro oder im Jahr 2021 im Ort Jamaica in Mayabeque.
Häufig gestellte Fragen zu Limay Blanco und seiner philanthropischen Arbeit in Kuba
Was hat die Reaktion von Limay Blanco auf die Beschwerde über ein übergebenes Haus motiviert?
Limay Blanco fühlte sich verletzt über die Undankbarkeit einer Begünstigten seines Projekts, die die Qualität des erhaltenen Wohnraums kritisierte. Dennoch erklärte der Humorist, dass er seine ehrenamtliche Arbeit fortsetzen werde, ohne Dankeschöns im Gegenzug zu erwarten.
Welchen Art von Hilfe bietet Limay Blanco durch sein Projekt "Cristo cambia vidas" an?
Limay Blanco bietet Wohnungen und Unterstützung für Menschen in prekären Verhältnissen in Kuba durch sein Projekt „Cristo cambia vidas“ an. Er hat mehr als 40 Wohnungen übergeben und organisiert Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern für bedürftige Kinder.
Wie wurde die Arbeit von Limay Blanco in den sozialen Medien aufgenommen?
Die Arbeit von Limay Blanco wurde in den sozialen Medien weithin unterstützt und gelobt. Menschen aus der ganzen Welt haben ihre Unterstützung und Bewunderung für ihr Engagement für die Bedürftigsten in Kuba zum Ausdruck gebracht.
Welche Herausforderungen stehen den von Limay Blanco begünstigten Gemeinschaften gegenüber?
Die begünstigten Gemeinschaften stehen vor prekärer Wohnsituation und einem Mangel an grundlegenden Dienstleistungen. Das Projekt von Limay Blanco zielt darauf ab, diese Bedingungen zu verbessern, doch die Vernachlässigung durch den Staat bleibt eine wesentliche Herausforderung.
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