In einem Steinbruch, der zwischen den Hügeln von Matanzas versteckt liegt, setzen einige Kubaner weiterhin mit bloßen Händen und unter der Sonne Steine ab, als wären wir im 19. Jahrhundert.
Es ist kein Dokumentarfilm über alte Geschichte, sondern Bilder von Kuba im Jahr 2025. Das zeigte der kubanische YouTuber JSant TV in seinem kürzlich veröffentlichten Video mit dem Titel „Der beeindruckendste Ort, den ich in Kuba gesehen habe“, in dem er ein schonungsloses Porträt von Ausbeutung, staatlichem Verlassen und technologischem Rückstand offenbart.
In diesem vergessenen Teil des Landes gibt es weder Bagger noch elektrische Sägen. Die Steine werden mit primitiven Werkzeugen geschnitten, während der Staat die unmenschlichen Bedingungen ignoriert, unter denen die Menschen mit ihrem Schweiß die bescheidensten Strukturen des Landes aufrechterhalten.
Steinhandwerk: Erbe des Rückstands und der Nachlässigkeit
Die Steinbruch, spezialisiert auf die Gewinnung von Kalkstein, arbeitet weiterhin mit Handtechniken, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die Arbeiter, ohne Schutz und angemessene Ausrüstung, schneiden Blöcke mit Hand sägen und Eisenkeilen. All dies geschieht ohne Arbeitsgarantien, ohne Versicherung, ohne Maschinen, ohne Hoffnung.
Der dort manuell geförderte Stein wird verwendet, um bescheidene Wohnhäuser in Matanzas zu errichten, einer Stadt, die ebenfalls unter der Materialkrise leidet, die das ganze Land betrifft. In der Zwischenzeit sprechen die offiziellen Reden weiterhin von "produktiver Transformation" und "wirtschaftlicher Souveränität".
Verlassenheit, Isolation und vollständige Prekarität
Es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel, die den Steinbruch mit den städtischen Zentren verbinden. Die einzige Möglichkeit, dorthin zu gelangen, besteht darin, 3.000 kubanische Pesos an private Transportanbieter zu bezahlen, was mehr als einem Mindestlohn auf der Insel entspricht.
Es gibt weder Mobilfunkempfang noch grundlegende Dienstleistungen. Es ist ein Gebiet, das physisch und symbolisch vollständig vom Jetzt getrennt ist.
Die mangelnde staatliche Investition ist kein Zufall. Während die Regierung den Tourismus und die dollarisierten Sektoren prioritär behandelt, lässt sie Tausende von Kubanern, die weiterhin mit vorindustriellen Methoden arbeiten, ihrem Schicksal überlassen.
Neben ihrem wirtschaftlichen Wert birgt dieser Steinbruch einen paläontologischen Reichtum, der von den Behörden vernachlässigt wird. Dort wurden Meeresfossilien, Zähne von Megalodon und prähistorische Muscheln gefunden, Beweise dafür, dass diese Gegend vor Tausenden von Jahren unter Wasser war.
Es gibt jedoch keine Beschilderung, keine Studie und keinen Schutz des Ortes. Nichts weist darauf hin, dass wir uns an einem Ort von wissenschaftlichem Interesse befinden.
Im Laufe der Jahre wurde der Steinbruch mehr als 10 Meter in die Tiefe ausgehoben, was die Landschaft irreversibel verändert hat, ohne jegliche Umweltregulierung. Und er wird weiterhin vertieft werden, nicht aus Entwicklung, sondern aus Notwendigkeit.
Dies ist die Art von Realität, die die Kubaner gut kennen, die das Regime jedoch lieber außerhalb der Kamera hält. Eine Realität, in der die Arbeitskraft bis zum Äußersten ausgebeutet wird, ohne Rechte oder Werkzeuge, und in der der Fortschritt anscheinend nur für die touristischen Schaufenster reserviert ist.
Häufig gestellte Fragen zur Situation der Steinbrüche von Matanzas und zur kubanischen Realität
Wie wird in der Steinbruch von Matanzas gearbeitet und wie ist sein derzeitiger Zustand?
Die Steinbrüche von Matanzas arbeiten mit manuellen Methoden aus dem 19. Jahrhundert, wobei die Arbeiter Kalkstein ohne moderne Maschinen, angemessene Schutzvorkehrungen oder Arbeitsgarantien schneiden. Dieser Zustand der Prekarität ist ein Zeichen für die staatliche Vernachlässigung und den technologischen Rückstand in der Region.
Warum ist der Steinbruch von Matanzas ein Ort von wissenschaftlichem Interesse?
Además de su valor económico, die Steinbrüche beherbergen einen paläontologischen Reichtum mit Funden wie Meeresfossilien und Zähnen von Megalodon, Beweise dafür, dass die Gegend vor Tausenden von Jahren unter Wasser war. Allerdings fehlt es an Beschilderung, Untersuchung oder offizieller Schutz.
Wie wirkt sich der Mangel an Infrastruktur und grundlegenden Dienstleistungen auf die Arbeiter im Steinbruch aus?
Die Arbeiter der Steinbruch in Matanzas haben keinen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder grundlegenden Dienstleistungen, was sie isoliert und dazu zwingt, auf private Transportdienste zu hohen Preisen zurückzugreifen. Diese Abgeschiedenheit verschärft ihre soziale und berufliche Unsicherheit.
Wie ist die wirtschaftliche und soziale Lage in Matanzas und in Kuba insgesamt?
Die Situation in Matanzas und in Kuba ist kritisch, mit Problemen wie dem Mangel an Baumaterialien, Lebensmitteln und grundlegenden Dienstleistungen wie Strom und Wasser. Die Wirtschaftskrise betrifft die Lebensqualität der Bevölkerung, verschärft durch eine Regierungsführung, die Sektoren wie den Tourismus anstelle der Grundbedürfnisse der Bürger priorisiert.
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