Junger Mann stirbt in Polizeigewahrsam in Santiago de Cuba: Brutale Schlägerei wird angezeigt

Die Anzeige wurde von dem unabhängigen Journalisten Yosmany Mayeta Labrada erstattet, der den Verstorbenen persönlich kannte und öffentlich Gerechtigkeit gefordert hat.


Ein junger Mann, identifiziert als Víctor Ángel Rodríguez Martí, bekannt bei seinen Angehörigen als Angelito, starb in Gewahrsam in der Zweiten Einheit der Nationalrevolutionären Polizei (PNR) in Santiago de Cuba, mit schwerwiegenden Vorwürfen über eine von Beamten verpasste Prügelattacke.

Die Anzeige wurde auf Facebook vom unabhängigen Journalisten Yosmany Mayeta Labrada erstattet, der den Verstorbenen persönlich kannte und öffentlich Gerechtigkeit gefordert hat.

Según dem Zeugnis des Kommunikators wurde der Körper von Ángel der Familie mit sichtbaren Blutergüssen und Verletzungen an verschiedenen Körperstellen übergeben, einschließlich einer erheblichen Verletzung am Kopf.

Obwohl Regierungsvertreter versicherten, dass er an „natürlichen Ursachen“ gestorben sei, zweifeln Angehörige und Nachbarn an dieser Version, insbesondere nachdem ein Insasse, der sich eine Zelle mit Ángel teilte, behauptete, dass er innerhalb des Gefängnisses Opfer einer Prügelattacke gewesen sei, angeblich durch einen Kapitän der eigenen Einheit.

Mayeta Labrada gab es an dass der junge Mann an Diabetes litt und keine angemessene medizinische Versorgung erhielt, obwohl er mehrfach das Bewusstsein verloren hatte. Dennoch, so behauptet sie, waren die empfangenen Schläge die wahre Todesursache.

Zwangsautopsie und offizielles Schweigen

Ursprünglich weigerte sich die Mutter des Verstorbenen, eine Autopsie zu genehmigen, wurde jedoch von anderen Angehörigen überzeugt, in der Hoffnung, die Geschehnisse zu klären. Trotz dessen hat die Polizei keine detaillierte oder transparente Erklärung zu den Ereignissen abgegeben.

Der Journalist denuncierte auch, dass Profile und Seiten, die dem Regime nahestehen, versucht haben, den jungen Mann zu diffamieren, um seinen Tod zu rechtfertigen, und ihn als Wiederholungstäter beschrieben. Obwohl Ángel zuvor wegen gewöhnlicher Verbrechen verurteilt worden war, „gab es niemandem das Recht, ihn zu töten“, betonte der Kommunikator.

Ein Fall, der nicht isoliert ist

Der Tod von Ángel Rodríguez Martí ist kein isoliertes Ereignis. In den letzten Jahren haben Menschenrechtsorganisationen zahlreiche Fälle von Missbrauch, Prügel und sogar Todesfällen in Polizeigewahrsam in Kuba dokumentiert, oft ohne rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten.

„Solange Kuba unter diesem Regime bleibt, wird Ángel nicht der letzte sein“, warnte Mayeta Labrada, die sich zudem für die Unterstützung der Bürger bedankte und bekräftigte, dass sie den Fall weiterhin über ihr Medium und die sozialen Netzwerke ins Bewusstsein rücken wird.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Polizeigewalt und Todesfälle in Gewahrsam in Kuba

Wie starb Víctor Ángel Rodríguez Martí?

Víctor Ángel Rodríguez Martí starb in Polizeigewahrsam, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass er Opfer einer brutalen Prügelattacke durch Beamte in der Zweiten Einheit der Nationalrevolutionären Polizei (PNR) von Santiago de Cuba wurde. Sein Körper wurde der Familie mit sichtbaren Hämatomen übergeben, was der offiziellen Version widerspricht, dass er aus "natürlichen Ursachen" gestorben sei.

Ist Polizeigewalt in Kuba verbreitet?

Ja, dass die Polizeigewalt in Kuba kein Einzelfall ist. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Fälle von Missbrauch und Todesfällen in Polizeigewahrsam dokumentiert. Menschenrechtsorganisationen haben diese Muster von Gewalt und das Fehlen rechtlicher Konsequenzen für die Verantwortlichen als ein ernsthaftes Problem im Land hervorgehoben.

Wie hat die kubanische Regierung auf die Vorwürfe des Polizeimissbrauchs reagiert?

Der kubanische Staat hat zu vielen Vorwürfen von Polizeigewalt geschwiegen und hat in einigen Fällen versucht, die Opfer zu diskreditieren oder die Todesfälle als "natürliche Ursachen" zu rechtfertigen. Diese mangelnde Transparenz und Rechenschaftspflicht hat sowohl im In- als auch im Ausland Kritik ausgelöst.

Welche Rolle spielen die unabhängigen Journalisten in Kuba?

Die unabhängigen Journalisten in Kuba, wie Yosmany Mayeta Labrada, sind entscheidend, um Fälle von Missbrauch und Gewalt sichtbar zu machen, die das Regime zu verbergen versucht. Diese Journalisten prangern öffentlich Menschenrechtsverletzungen an und suchen Gerechtigkeit für die Opfer, wobei sie oft Vergeltungsmaßnahmen und Diffamierungen durch die Regierung ausgesetzt sind.

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