Die Zentralthermische Anlage (CTE) Antonio Guiteras in Matanzas könnte diesen Freitag wieder Strom für das nationale Elektroenergiesystem (SEN) erzeugen, sofern die Wartungsarbeiten, die am vergangenen Montag begonnen haben, erfolgreich abgeschlossen werden.
Der technische Direktor der Anlage, Román Pérez Castañeda, versicherte Girón, dass die Wartungsarbeiten "ohne Verzögerungen" voranschreiten und die kritischen Routen unter Kontrolle sind.

„Die derzeit komplexeste Arbeit liegt im Anlauftransformator. Gemeldete Mängel in automatischen und elektrischen Systemen wurden behoben, und die Reinigung des Kondensators wird fortgesetzt. Letzteres wird bis zum Ende der Stillstandsperiode durchgeführt, wobei versucht wird, so viele Rohre wie möglich zu erreichen“, betonte Román Castañeda.
La Guiteras, die als größter einheitlicher Kraftwerksblock in Kuba gilt, wurde am vergangenen Montag abgeschaltet, um während 84 Stunden eine umfassende Wartung durchzuführen, mit dem Ziel, ihre Effizienz zu steigern und bis zu 40 Megawatt (MW) Leistung zurückzugewinnen.
Eines der schwerwiegendsten technischen Probleme, die festgestellt wurden, lag im Hochtemperatur-Rekühler (RAT), dessen Ausfälle Wasserlecks und einen übermäßigen Wasserverbrauch verursachen. Bis diesen Mittwoch waren bereits zwei der drei beschädigten Rohre repariert worden, und es fanden hydraulische Tests statt, um die Reparatur des dritten zu validieren.
Neben dem RAT umfasst die Arbeit die Reinigung der regenerativen Luftheizungen (CAR), Reparaturen am Speisewassersystem, Anpassungen im "Flicker-System" und Arbeiten am Anlauftransformator.
In der vergangenen Woche informierten die Behörden des Elektrizitätssektors während eines Besuchs des Präsidenten der Nationalversammlung der Volksmacht, Esteban Lazo, dass das Werk nur mit 210 MW läuft, was unter seiner Nennleistung von über 250 MW liegt.
Mientras tanto, das Land steht vor einer der schlimmsten Energiekrisen der letzten Jahre. Die Unión Eléctrica (UNE) prognostiziert für diesen Donnerstag ein Defizit in der Spitzenzeit von bis zu 2.065 MW, was einen neuen negativen Rekord in der jüngeren Geschichte des kubanischen Stromsystems zur Folge haben könnte.
Es gibt mehrere thermische Kraftwerke mit Stilllegungen aufgrund von Störungen oder Wartungsarbeiten, und mindestens 84 Anlagen zur dezentralen Stromerzeugung sind aufgrund von Brennstoffmangel lahmgelegt. Die Blackouts in Kuba betreffen weiterhin Millionen von Haushalten, Geschäften und Produktionszentren.
Die mögliche Rückkehr der Guiteras zum SEN an diesem Freitag könnte die Krise leicht lindern, stellt jedoch keine strukturelle Lösung für den energetischen Zusammenbruch dar, unter dem die Insel leidet.
Häufig gestellte Fragen zur Energiekrise in Kuba und dem Termokraftwerk Antonio Guiteras
Warum ist das Wärmekraftwerk Antonio Guiteras so wichtig für das kubanische Elektrizitätssystem?
Die Antonio Guiteras Wärmekraftwerk ist die größte Energieerzeugungseinheit in Kuba und spielt eine entscheidende Rolle im Nationalen Elektrizitätsversorgungssystem (SEN). Ihre Erzeugungskapazität ist entscheidend, um die energetischen Defizite, mit denen das Land konfrontiert ist, insbesondere während der Spitzenlastzeiten, zu verringern. Die Anlage hat jedoch zahlreiche technische Probleme gehabt, die ihren Betrieb beeinträchtigt und sie mehrfach außer Betrieb gesetzt haben, wodurch die nationale Energiekrise verschärft wurde.
Was sind die Hauptprobleme, mit denen das Thermal-Kraftwerk Guiteras konfrontiert ist?
Die Thermoelektrische Zentrale Guiteras leidet unter mehreren technischen Problemen, darunter Ausfälle des Hochtemperaturnachwärmers (RAT), die zu Leckagen und übermäßigem Wasserverbrauch führen, sowie Probleme mit dem regenerativen Luftheizgerät (CAR). Diese Probleme haben zu ihrer Unfähigkeit beigetragen, mit voller Kapazität zu arbeiten, und haben zu zahlreichen Abschaltungen des Nationalen Elektroenergietechnischen Systems (SEN) geführt. Der Mangel an geeigneten Ersatzteilen und veralteter Technologie erschwert zudem die Reparaturen und die Wartung.
Wie wirkt sich die aktuelle Energiekrise auf den Alltag in Kuba aus?
Die Energiekrise in Kuba hat häufige und langanhaltende Stromausfälle zur Folge, die die Lebensqualität der Bürger beeinträchtigen. Die Stromausfälle unterbrechen essentielle Dienstleistungen wie Krankenhäuser, die Nahrungsmittelproduktion und beschädigen Haushaltsgeräte, was ein Klima der Hoffnungslosigkeit und des sozialen Unbehagens schafft. Viele Familien erleben Stromausfälle, die bis zu 12 Stunden oder länger dauern können, was auch die wirtschaftliche Tätigkeit und das tägliche Leben beeinträchtigt.
Welche Maßnahmen ergreift die kubanische Regierung, um die Energiekrise zu lösen?
Der kubanische Staat hat versprochen, bis zum Ende des Jahres mindestens 1.000 MW an Kapazität wiederherzustellen, und hat den Kauf von mobilen Erzeugungseinheiten angekündigt. Dennoch ist die Glaubwürdigkeit dieser Versprechen zunehmend fragwürdig aufgrund des Mangels an konkreten und effektiven kurzfristigen Lösungen. Die Bevölkerung sieht sich weiterhin mit langen Stromausfällen und steigenden Frustrationsniveaus konfrontiert, während die Regierung auf Reden und Versprechen besteht, die die Krise nicht mildern konnten.
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