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Die Provinz Santiago de Cuba erlebt eine der schlimmsten Dürreperioden der letzten Jahre, mit gravierenden Auswirkungen auf die Wasserversorgung, insbesondere in der Hauptgemeinde, wo große Teile der Bevölkerung seit über zwei Monaten kein lebenswichtiges Wasser erhalten.
Die Situation wurde durch die offizielle Zeitung Sierra Maestra aufgezeigt, die Aussagen von Ludmila Rodríguez Barroso, der Generaldirektorin von Aguas Santiago, wiedergegeben hat, die zugab, dass “es kein Wasser gibt und keine Prognose” darüber vorliegt, wann der Service stabilisiert werden kann.
Wie erklärt wurde, hat das Quintero-System — verantwortlich für die Versorgung von über 80 % der Stadt — seine Kapazität aufgrund des Rückgangs des Wasserflusses in den Hauptquellen, darunter Gota Blanca und Gilbert, erheblich reduziert.
Seit dem 7. Juli hat die Station Gota Blanca ihren Betrieb vollständig eingestellt, und die Gilbert hat ihre Lieferung reduziert, was dazu führt, dass nur eine der fünf Fahrerinnen des Systems Quintero betriebsbereit ist.
Dies hat den Wassereintritt auf lediglich 900 oder 1.000 Liter pro Sekunde begrenzt, was weit unter dem erforderlichen Niveau liegt, um einen stabilen Verteilungskreislauf aufrechtzuerhalten.
Sektoren wie Altamira, Van Van, Versalles, El Caney, Boniato und El Cristo gehören zu den am stärksten Betroffenen.
Einige Gebiete haben mehr als 60 Tage lang keinen Service über die Wasserleitung erhalten und sind ausschließlich auf Tankwagen angewiesen.
Rodríguez Barroso wies darauf hin, dass selbst mit diesen Überbrückungen ein regelmäßiger Zugang für die gesamte Bevölkerung nicht gewährleistet werden kann: „Wir liegen über 20 Tage und die kritischsten Gebiete überschreiten 60 Tage.“
Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, wie die Abschaltung von nicht-essentiellen Verbindungen, die Reduzierung von Bewässerung und die Einschränkung des Einsatzes in der Tierhaltung.
Es wird auch an der Reparatur von Pumpstationen gearbeitet und an der Einbringung zusätzlicher Geräte aus anderen Provinzen, jedoch sind die Ergebnisse offensichtlich noch unzureichend.
Während die Stauseen weiterhin niedrig sind und die energetische Situation des Landes die Nutzung von Generatoren einschränkt, bleibt die Prognose ungewiss.
In den Worten der zuständigen Beamtin: „Mit dieser Situation kann man keine Prognose abgeben.“
Die Wasserkrise in Kuba verschärft sich weiterhin, mit alarmierenden Situationen in mehreren Provinzen. In Guantánamo ist das wichtigste Reservoir des Gebiets praktisch trocken, was die Bevölkerung ohne Versorgungsgegarantien zurücklässt und ein Notfallszenario mitten im Sommer erzeugt.
A nivel nacional sind die Zahlen erdrückend: mehr als eine halbe Million Kubaner leiden unter den Auswirkungen der Dürre, wobei Provinzen wie Santiago de Cuba, Las Tunas und Holguín mit langen Ausfällen der Versorgung konfrontiert sind.
Der Zugang zu Wasser ist zu einem Luxus geworden und hat Kritiken ausgelöst, sogar in offiziellen Medien.
In Matanzas, eine regierungsnahe Zeitung überraschte, indem sie offen die Schwere des Problems darlegte, und wies auf das Versagen der lokalen Behörden angesichts der Verzweiflung der Bürger hin.
Dieser Typ von Anzeigen, der im staatlichen Diskurs ungewöhnlich ist, offenbart das Ausmaß des sozialen Unmuts, der sich über Jahre der Vernachlässigung angesammelt hat.
In der Hauptstadt hat die Wasserknappheit zugenommen, bedingt durch die elektrische Instabilität, was sich direkt auf die Pumpen- und Verteilungssysteme in den belebtesten Stadtteilen auswirkt.
Die Kombination aus Dürre und veralteter Infrastruktur hat Havanna in eine Gesundheitskrise gestürzt, die sich weiter ausbreiten könnte, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden.
Häufig gestellte Fragen zur Dürre in Santiago de Cuba
Wie ist die aktuelle Situation der Wasserversorgung in Santiago de Cuba?
Die Provinz Santiago de Cuba sieht sich einer der schlimmsten Dürreperioden der letzten Jahre gegenüber, wobei einige Bereiche seit über zwei Monaten ohne Wasser sind. Die Station Gota Blanca hat ihren Betrieb vollständig eingestellt, und die Gilbert arbeitet mit reduzierter Kapazität, was die Wasserversorgung der Stadt ernsthaft einschränkt.
Welche Maßnahmen haben die Behörden ergriffen, um die Wasserkrise zu bewältigen?
Die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, wie die Unterbrechung nicht wesentlicher Verbindungen, die Verringerung des Wasserverbrauchs und die Einschränkung der Nutzung in der Tierhaltung. Es wird an der Reparatur von Pumpstationen und der Bereitstellung zusätzlicher Geräte aus anderen Provinzen gearbeitet, obwohl die Ergebnisse weiterhin unzureichend sind.
Wie viele Menschen sind von Wassermangel in Santiago de Cuba betroffen?
In Santiago de Cuba sind mehr als 300.000 Menschen von der Wasserversorgung wegen der intensiven Dürre und Problemen mit dem Pumpensystem betroffen. Diese Situation hat viele dazu gezwungen, auf Wassertanks angewiesen zu sein, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Was ist die zukünftige Perspektive für die Wasserversorgung in der Region?
Die Generaldirektorin von Aguas Santiago erklärte, dass „es keine Prognose“ dafür gibt, wann der Dienst stabilisiert werden kann. Die Situation wird durch die begrenzte Energieerzeugungskapazität des Landes verschärft, die den Einsatz von Generatoren, die für die Wasserförderung notwendig sind, beeinträchtigt.
Welchen Einfluss hat die Wasserkrise auf andere Provinzen Kubas?
Die Wasserkrise ist nicht ausschließlich ein Problem von Santiago de Cuba. Auch andere Provinzen wie Holguín, Las Tunas und Ciego de Ávila sehen sich mit einem Mangel an Trinkwasser konfrontiert. Insgesamt stehen etwa eine Million Kubaner vor Problemen mit der Wasserversorgung, die durch Dürre, Ausfälle von Geräten und eine energiebedingte Krise verursacht werden.
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