Eine von einer Gruppe Kubaner organisierten Feier in einem Wohngebäude in den Vereinigten Staaten hat in den sozialen Medien Kontroversen ausgelöst, nachdem das Instagram-Profil Cubanerísimo ein Video geteilt hatte, in dem der Lärm und das Verhalten der Teilnehmer kritisiert wurden.
Laut der Veröffentlichung dauerte das Treffen bis nach Mitternacht, mit lauter Musik und ohne Rücksicht auf die Nachbarn.
Ein Treffen, das die Kritik entfachte
Im Video, das aus einem anderen Winkel des Gebäudes aufgenommen wurde, sind mindestens sechs Personen im Flur des zweiten Stocks zu sehen, die laut um einen eingeschalteten Lautsprecher herum sprechen.
Obwohl es für einige lediglich eine Feier unter Landsleuten war, betrachteten andere es als einen Mangel an Respekt gegenüber den Verhaltensnormen des Landes.
Das Konto, das den Inhalt geteilt hat, wies darauf hin, dass die Beteiligten “so handeln, als wären sie noch in Kuba”, und zwar in Bezug auf die Gewohnheit, Partys in gemeinschaftlichen Räumen ohne zeitliche Einschränkung zu feiern, was in vielen Nachbarschaften der Vereinigten Staaten gesetzlich geregelt ist.
Geteilte Kommentare zwischen Unterstützung und Ablehnung
Die Veröffentlichung entfachte eine intensive Diskussion unter den Nutzern. Einige verteidigten die Feier als Ausdruck der kubanischen Kultur; andere hingegen erinnerten daran, dass das Leben in den Vereinigten Staaten bedeutet, sich an andere Regeln anzupassen.
„So sehr sie auch sagen, dass wir wegen unserer kubanischen Herkunft gleich sind, das ist überhaupt nicht der Fall. Das hier ist nicht Kuba, hier gibt es Gesetze und Regeln, die man respektieren muss“, sagte eine Kommentatorin.
Eine andere Person erinnerte daran, dass in mehreren Bundesstaaten die Lärmschutzgesetze nicht auf bestimmte Zeiten beschränkt sind, sondern übermäßigen Lärm zu jeder Tageszeit verbieten, da viele Menschen nachts arbeiten und tagsüber schlafen.
Ein Vorschlag, der die Debatte noch weiter angeheizt hat
Einer der umstrittensten Kommentare war der von denen, die vorschlugen, dass die Nachbarn, anstatt die lokale Polizei wegen des Lärms zu rufen, den Dienst für Einwanderung und Zollkontrolle (ICE) kontaktieren könnten.
Diese Idee wurde allgemein abgelehnt, da sie als unverhältnismäßige Reaktion und als eine Form der Kriminalisierung eines gewöhnlichen Nachbarschaftskonflikts betrachtet wurde.
Mehrere Nutzer erinnerten daran, dass solche Situationen von den lokalen Behörden verwaltet werden sollten, über formelle Kanäle wie die Polizei oder die Hausverwaltung, und nicht durch Einbeziehung von Migrationsbehörden.
Zusammenleben und kulturelle Identität: Die Herausforderung des Gleichgewichts
Über den Vorfall hinaus spiegelt die Diskussion ein wiederkehrendes Thema unter Migrantengemeinschaften wider: Wie kann man die Traditionen lebendig halten, ohne mit den Normen der neuen Umgebung in Konflikt zu geraten?
Soziale Zusammenkünfte, Musik und ein gemeinschaftliches Gefühl sind wesentliche Bestandteile der kubanischen Kultur. Doch in einem Land mit anderen Regeln empfinden viele es als notwendig, einen Mittelweg zu finden.
Für viele ist gegenseitiger Respekt der Schlüssel. Man kann Feste feiern und die karibische Fröhlichkeit bewahren, aber dabei die Gemeinschaft und die Regeln des Ortes, an dem man lebt, nicht vernachlässigen.
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