Kubaner bitten die Regierung Spaniens, das Gesetz über das demokratische Gedächtnis zu verlängern

Kubaner fordern Spanien auf, das Gesetz über die demokratische Erinnerung auszuweiten und prangern bürokratische Hindernisse sowie Mängel im Terminvergabesystem des Konsulats in Havanna an, die ihren Zugang zur Staatsbürgerschaft bedrohen.

Der König, der Präsident von Spanien und Kubaner im Konsulat von HavannaFoto © Casa de S.M. el Rey en X (@CasaReal) / CiberCuba

Eine Bürgerpetition auf der Plattform Change.org, die von mehr als 400 Kubanern im In- und Ausland unterzeichnet wurde, fordert die spanische Regierung auf, das Gesetz über das demokratische Gedächtnis über das ursprünglich vorgesehene Ablaufdatum im Oktober 2025 hinaus zu verlängern.

Der Brief richtet sich an König Felipe VI und den Präsidenten Pedro Sánchez. In dem Dokument werden die Schwierigkeiten dargelegt, mit denen die Nachkommen von Spaniern in Kuba konfrontiert sind, um von der Regelung zu profitieren, die es Kindern und Enkeln von Bürgern aus diesem Land ermöglicht, die spanische Staatsbürgerschaft zu beantragen.

Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass das seit 2022 geltende Gesetz einen wichtigen Fortschritt für die Anerkennung historischer Rechte darstellt, kritisieren jedoch Verwaltungsfehler, die viele Antragsteller vom Prozess ausschließen könnten.

Unter den am meisten hervorgehobenen Problemen ist der langsame Prozess der Dokumentenbeschaffung in Kuba sowie die bürokratischen Abläufe im Konsulat von Havanna. Hinzu kommt, dass das neue elektronische System zur Beantragung von Dokumenten und Terminen auf der Insel nicht ordnungsgemäß funktioniert.

„Die demokratische Erinnerung darf nicht nur auf dem rechtlichen Papier stehen: Sie muss sich als realer und fairer Zugang zu den garantierten Rechten materialisieren“, heißt es in der Petition, die ursprünglich von der Bürgerin Carla Pérez unterzeichnet wurde. Die Kubaner warnen, dass in vielen Fällen die Termine in Sekunden verschwinden oder die digitalen Kalender sich nicht einmal öffnen.

In Kuba verschärfen Stromausfälle, geringe Konnektivität und das Fehlen automatischer Antworten des Systems die Situation. Wer es nicht schafft, einen Termin vor dem 21. Oktober 2025 zu vereinbaren, könnte die Gelegenheit verlieren, seinen Antrag einzureichen, obwohl der Prozess korrekt begonnen wurde.

Die Petition beklagt auch die Ressourcenknappheit in den Konsulaten, den Zusammenbruch der Kundenbetreuung und die angebliche Zunahme des Schwarzmarktes für Dokumente, wo Termine für Hunderte von Euro verkauft werden.

Auch Fälle von Fälschung von urkundlichen Dokumenten wurden gemeldet, wie Taufurkunden, zu Summen von bis zu 3.000 Euro.

Die Bitte der Kubaner schlägt vier Hauptmaßnahmen vor: die Gültigkeit des Gesetzes verlängern, das Terminvergabesystem korrigieren, das Personal und die Ressourcen in den Konsulaten aufstocken und das Engagement für Exhumierungen sowie die Aufklärung über historische Erinnerung bekräftigen.

Weniger als drei Monate vor dem Ablauf der Gesetz über die demokratische Erinnerung wächst die Unsicherheit unter den Kubanern. Das Konsulat Spaniens in Havanna hat versprochen, dass das neue Terminsystem "bald" in Betrieb sein wird, aber es gibt kein offizielles Datum, und die Betroffenen befürchten, dass die Lösung zu spät kommt.

Für viele kubanische Familien ist die Erlangung der spanischen Staatsbürgerschaft nicht nur eine Frage der Papiere, sondern die Gelegenheit, sich mit ihren Wurzeln zu verbinden und die Möglichkeit eines anderen Zukünftigen im Land ihrer Vorfahren zu erlangen.

Häufig gestellte Fragen zur Ley de Memoria Democrática und ihrer Auswirkung auf Kuba

Warum beantragen die Kubaner die Verlängerung des Gesetzes zur Demokratischen Erinnerung?

Die Kubaner beantragen die Verlängerung des Gesetzes über das demokratische Gedächtnis, da sie mit administrativen und technologischen Schwierigkeiten konfrontiert sind, um den Antrag auf spanische Staatsbürgerschaft abzuschließen. Zu diesen Schwierigkeiten gehören Verzögerungen bei der Beschaffung von Dokumenten, Probleme mit dem Terminsystem im Konsulat von Spanien in Havanna und Ausfälle im neuen elektronischen System, was viele Antragsteller vor der Frist am 22. Oktober 2025 vom Prozess ausschließen könnte.

Was sind die wichtigsten Hindernisse, mit denen die Kubaner konfrontiert sind, um die spanische Staatsbürgerschaft zu erlangen?

Die wichtigsten Hindernisse sind die langsame Bearbeitung von Dokumenten in Kuba, Ausfälle im Terminvergabesystem des Konsulats von Spanien in Havanna und der Mangel an Ressourcen in den Konsulaten. Zudem erschweren Internetverbindungsprobleme in Kuba die Nutzung des neuen digitalen Terminvergabesystems. Diese Faktoren haben zu einem Schwarzmarkt für gefälschte Credentials und Dokumente geführt, was die Verzweiflung der Antragsteller erhöht.

Welche Maßnahmen schlagen die Kubaner vor, um den Antrag auf die spanische Staatsbürgerschaft zu verbessern?

Die Kubaner schlagen vor, die Gültigkeit des Gesetzes über die demokratische Erinnerung zu verlängern, das Terminvergabesystem zu korrigieren, das Personal und die Ressourcen in den Konsulaten zu erhöhen und das Engagement für die Bildung über historische Erinnerungen zu bekräftigen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Prozess zu beschleunigen und sicherzustellen, dass mehr Antragsteller ihre Anträge vor der Frist abschließen können.

Wie beeinflusst die wirtschaftliche und technologische Situation Kubas den Nationalisierungsprozess?

Die wirtschaftliche und technologische Situation in Kuba beeinflusst den Prozess erheblich, da die Konnektivität niedrig ist, es Stromausfälle gibt und die Notwendigkeit besteht, Dokumente in einer digitalen Umgebung zu verwalten, die eine gute Internetverbindung erfordert. Diese Probleme erschweren den Zugang zu den erforderlichen elektronischen Plattformen zur Durchführung der Nationalisierungsverfahren und steigern die Frustration und Verzweiflung unter den Antragstellern.

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