Ein vermisster Kubaner starb in einem Krankenhaus in Havanna, und die Angehörigen wurden nie benachrichtigt

Der Kubaner Yoan Cruz, der psychische Probleme hatte, starb in einem Krankenhaus in Havanna, ohne dass seine Familie informiert wurde.

Cubano beanstandet, dass sein Bruder starb, ohne dass die Polizei sie benachrichtigteFoto © Facebook / Yoel Cruz

Familienangehörige des Kubaners Yoan Cruz Traba, einem 50-jährigen Mann mit psychiatrischen Erkrankungen, der am 5. Juni von seiner Familie als vermisst gemeldet wurde, äußerten am Mittwoch, dass er in einem Krankenhaus in Havanna verstorben sei, ohne dass die Behörden sie über den Vorfall informiert hätten.

Yoel Cruz berichtete öffentlich auf Facebook, dass sein Bruder am 2. Juni verschwunden ist. Er erstattete am 5. Juni Anzeige bei der Polizeistation in Aguilera, Santos Suárez, nachdem er bemerkt hatte, dass Yoan – der nicht aggressiv war und keine medizinische Behandlung erhielt – das Haus verlassen hatte und nicht zurückgekehrt ist.

Seitdem veröffentlichte er mehrere Nachrichten in sozialen Medien und suchte Hilfe in Krankenhäusern und Gesundheitszentren, ohne eine Antwort zu erhalten.

Yoel berichtete, dass ihm eine Person aus dem Krankenhaus unter der Bedingung der Anonymität mitteilte, dass sein Bruder am 18. Juni im Krankenhaus Julio Trigo aufgenommen wurde, angeblich vom Zentrum für Obdachlose gebracht, in einem Zustand schwerer Unterernährung, mit Gastroenteritis und einer Herzkomplikation.

Niemand, weder vom Krankenhaus noch von der Polizei, informierte die Familie zu diesem Zeitpunkt oder in den Tagen danach, in denen er im Krankenhaus blieb.

Am 4. Juli, während Yoel Blut spendete, rief die Polizei ihn an und fragte, ob er etwas über seinen Bruder wisse. An demselben Tag, an dem er außerdem seinen 50. Geburtstag feierte, verstarb Yoan im Krankenhaus.

„Ich mache Díaz-Canel, die PNR und das Centro de Deambulantes für seinen Tod verantwortlich. Alle wussten, wie man mich erreichen kann, und niemand hat mich informiert“, meldete Yoel in den sozialen Medien.

Der Bruder des Verstorbenen erfuhr, dass Yoan gestorben war, dank seiner eigenen Bemühungen und Hartnäckigkeit, nicht durch die Behörden.

Erst am 21. Juli wurde ihm mitgeteilt, dass der Verstorbene eingeliefert worden war und sein Tod 17 Tage zuvor eingetreten war, wiederholte er empört.

Yoan Cruz litt unter paranoider Schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen, war jedoch nicht aggressiv und stellte keine Gefahr dar, obwohl er aufgrund des Mangels an Medikamenten auf der Insel keine medizinische Behandlung erhielt.

Die Familie ist der Ansicht, dass diese einsame und fahrlässige Todesfälle hätte vermieden werden können, wenn rechtzeitig Hilfe geleistet oder sie rechtzeitig informiert worden wären.

Dieser Fall macht die Deskoordination zwischen den kubanischen Institutionen, die Unsichtbarkeit von Menschen mit psychischen Erkrankungen und das Fehlen wirksamer Protokolle zur Benachrichtigung von Angehörigen in kritischen Situationen deutlich.

„Diese Regierung will uns nicht als Volk“, sagte Yoel vom Friedhof in Havanna, als er seine Beschwerde beendete.

Häufig gestellte Fragen zur Kommunikationsschwierigkeiten und Vernachlässigung in kubanischen Krankenhäusern

Warum wurde die Familie von Yoan Cruz nicht über seine hospitalisierung und seinen Tod informiert?

Die Familie von Yoan Cruz wurde weder über seine Hospitalisierung noch über seinen Tod informiert, aufgrund der Fehlkoordination zwischen den kubanischen Institutionen und dem Mangel an effektiven Protokollen zur Benachrichtigung der Angehörigen in kritischen Situationen. Trotz der Bemühungen der Familie, ihn zu finden, teilten die Behörden ihnen weder seinen Zustand noch seinen Tod mit.

Welche Probleme des kubanischen Gesundheitssystems offenbart der Fall von Yoan Cruz?

Der Fall von Yoan Cruz zeigt strukturelle Fehler im kubanischen Gesundheitssystem auf, wie die Unsichtbarkeit von Menschen mit psychischen Erkrankungen, die fehlende Kommunikation zwischen Krankenhäusern und Familienangehörigen sowie die Ineffektivität in der Betreuung und Nachverfolgung gefährdeter Patienten. Darüber hinaus verdeutlicht er die Notwendigkeit, die Melde- und Betreuungsmechanismen zu verbessern, um vermeidbare Todesfälle zu verhindern.

Wie ist die Situation der Menschen mit psychischen Erkrankungen in Kuba?

Die Menschen mit psychischen Erkrankungen in Kuba stehen vor einer kritischen Situation aufgrund des Mangels an Medikamenten und der unzureichenden Betreuung. Dies erhöht ihre Verletzlichkeit und das Risiko von Desorientierung und Vernachlässigung. Darüber hinaus verschärft die mangelnde effektive Kommunikation zwischen den Gesundheitseinrichtungen und den Familien ihre Lage, was sich in jüngsten Fällen von Vermissten und nicht gemeldeten Todesfällen zeigt.

Welche Maßnahmen könnten ergriffen werden, um Fälle wie den von Yoan Cruz zu vermeiden?

Um Fälle wie den von Yoan Cruz zu vermeiden, ist es notwendig, wirksame Kommunikations- und Benachrichtigungsprotokolle zwischen den Gesundheitseinrichtungen und den Familien zu implementieren. Es ist auch eine Verbesserung der Nachverfolgung und Betreuung von Personen mit psychischen Erkrankungen erforderlich, um den Zugang zu Medikamenten und angemessener Behandlung sicherzustellen. Darüber hinaus muss die interinstitutionelle Koordination gestärkt werden, um den Schutz und das Wohlbefinden dieser gefährdeten Patienten zu gewährleisten.

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