Erkennst du dieses Viertel in Holguín? Das Video, das die Kubaner dieser Stadt berührt

Ein Video auf TikTok zeigt einen Rundgang durch ein Viertel von Holguín und weckt bei den Kubanern Nostalgie, da es Erinnerungen an ikonische Straßen und Viertel ihrer Kindheit, wie Alcides Pino und Pueblo Nuevo, aufruft.

Holguín, KubaFoto © @annysrfls / TikTok

Ein kürzlich auf TikTok veröffentliches Video der Nutzerin @annysrfls hat unter den kubanischen Internetnutzern hunderte von Reaktionen ausgelöst, da es eine kurze Autofahrt durch eine Straße in Holguín, im Osten Kubas, zeigt.

Im Clip, begleitet von dem Text „Ein kleiner Teil meines Ensembles in Holguín derzeit!! Weißt du, welcher es ist?“ und zwei weinenden Emojis, sieht man ein Gebiet mit einfachen Wohnhäusern, engen Straßen und klassischen Fahrzeugen, in einer typisch urbanen kubanischen Umgebung.

Das Video lädt zur kollektiven Identifikation ein: Viele Nutzer versuchen zu erraten, aus welchem Ensemble es sich handelt, in einer Mischung aus Nostalgie und Alltag Realität.

Obwohl die Autorin den Namen der Besetzung nicht angibt, erinnern die Gebäude und die Umgebung an bekannte Viertel der Stadt, wie Alcides Pino, Hilda Torres, Pueblo Nuevo oder La Quinta.

Diese Art von Publikationen ist in sozialen Netzwerken immer häufiger zu finden, wo Kubaner im In- und Ausland Bilder ihrer Viertel, Straßen und Erinnerungen teilen, wodurch das Zugehörigkeitsgefühl und die emotionale Verbindung zu ihrem Heimatland gestärkt werden.

Holguín, eine der bedeutendsten Städte im östlichen Kuba, zeichnet sich durch ihre Mischung aus traditioneller Architektur, wachsendem Urbanismus und sichtbaren Schwierigkeiten aus, die mit dem Verfall der Infrastruktur verbunden sind – Probleme, die das Regime seit Jahrzehnten nicht lösen konnte.

Das Video, das über das Konto @annysrfls auf TikTok geteilt wurde, hat Tausende von Aufrufen erreicht und ist zu einem Treffpunkt für diejenigen geworden, die die Straßen ihrer Kindheit oder Jugend wiedererkennen und diese heute aus der Ferne betrachten.

Häufig gestellte Fragen zur Nostalgie und zu Wiedersehen in Holguín und Kuba

Warum erzeugen die Videos aus Holguín so viel Nostalgie unter den Kubanern?

Die Videos von Holguín wecken Nostalgie, da sie alltägliche Szenen zeigen, die Erinnerungen an die Kindheit und Jugend vieler Kubaner hervorrufen, insbesondere bei denen, die ausgewandert sind und nicht zurückkehren konnten. Die Bilder von vertrauten Vierteln und Straßen berühren eine tiefgehende emotionale Saite, die die Verbindung zur Heimat reflektiert und den Wunsch, diese Orte wieder persönlich zu sehen, zum Ausdruck bringt.

Wie hat der Migrationsexodus das städtische Leben in Holguín beeinflusst?

Der Migrationsexodus hat seine Spuren in Holguín hinterlassen, was sich in leereren Straßen und einem Gefühl der Verlassenheit im Vergleich zu früheren Zeiten widerspiegelt. Die massive Emigration hat das soziale und wirtschaftliche Leben der Stadt beeinträchtigt, die städtische Aktivität verringert und zum demografischen Altern beigetragen. Diese Veränderungen sind in den von Cubanos im Ausland geteilten Videos deutlich sichtbar.

Was bedeutet für die Kubaner die Rückkehr in ihre Heimat nach Jahren der Trennung?

Die Rückkehr in die Heimat ist eine Mischung aus Emotionen und Fremdheit für die Kubaner, die lange Zeit weg waren. Diese Wiederbegegnungen sind von intensiven Gefühlen geprägt, wie der Freude, die Familie wieder in den Arm zu nehmen, und der Sehnsucht nach der verlorenen Zeit. Dennoch können sie auch mit einem Gefühl der Entfremdung konfrontiert werden, bedingt durch die Veränderungen, die während ihrer Abwesenheit stattgefunden haben.

Wie ist die aktuelle Situation der Infrastruktur in Holguín?

Die Infrastrukturen in Holguín sind einem erheblichen Verfall ausgesetzt, das Ergebnis von Jahrzehnten der Vernachlässigung durch das kubanische Regime. Probleme wie beschädigte Straßen und marode Gebäude sind in der Stadt häufig anzutreffen, was einen Kontext von institutionellem Verfall und Mangel an Ressourcen zur Pflege und Verbesserung der städtischen Räume widerspiegelt.

Archiviert unter:

Yare Grau

Gebürtig aus Kuba, lebe ich jetzt in Spanien. Ich habe Sozialkommunikation an der Universität von Havanna studiert und später ein Studium der audiovisuellen Kommunikation an der Universität von Valencia abgeschlossen. Derzeit bin ich Teil des CiberCuba-Teams als Redakteurin in der Unterhaltungssektion.