Fidel Suárez Cruz, ehemaliger kubanischer politischer Gefangener, der zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, dankte den US-Behörden für die Festnahme von Jorge Luis Vega García, alias „Veguita“, einem der gefürchtetsten Repressionen des kubanischen Gefängnissystems.
„Das ist viel größer, als die Menschen sich vorstellen können. Es hat vielen Leuten die Tränen in die Augen getrieben zu wissen, dass dieser Repressor festgenommen wurde und dass endlich mit der Gerechtigkeit begonnen wird“, erklärte Suárez Cruz in einem Interview mit dem Journalisten Mario J. Pentón.
„Wir können nicht zulassen, dass in der Wiege der Freiheit die Unterdrücker des kubanischen Volkes sind“, sagte Suárez Cruz.
Ex-politische Gefangene aus Kuba berichten von brutalen Misshandlungen während ihrer Inhaftierung, Missbrauch, der ihnen lebenslange Narben hinterlassen hat und den sie direkt der Leitung von Vega García in den Gefängnissen von Agüica und Canaleta in Matanzas zuschreiben.
Der Arrest des ehemaligen Oberstleutnants des Ministeriums für Innere Angelegenheiten (MININT) fand am Dienstag, dem 5. August, statt, wie der Dienst für Einwanderung und Zollkontrolle (ICE) bestätigte. Die journalistische Untersuchung von Pentón, die auf Zeugenaussagen ehemaliger politischer Gefangener basierte, war entscheidend, um den Fall ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Behörden zu unterstützen.
Vega García reiste legalerweise in die Vereinigten Staaten ein am 20. Januar 2024 über den internationalen Flughafen Tampa, zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn, geschützt durch das Programm für humanitären Parole. Anschließend beantragte er, unter das Cuban Adjustment Act zu fallen, trotz seiner repressiven Vorgeschichte.
Identifiziert von den Opfern als ein gewalttätiger Beamter, leitete Vega über Jahre hinweg die Gefängnisse von Agüica und Canaleta, wo systematische Prügel, physische und psychische Folter verübt und medizinische Dienstleistungen als Strafe verweigert wurden, wie die Plattform Represores Cubanos – ¡Detengan la Violencia! dokumentiert.
Offizielle Dokumente und Zeugenaussagen von ehemaligen Beamten, wie Lainersy Ávila Castro, bestätigten seine Identität und seine Beförderung vor seiner Pensionierung beim MININT, wodurch jeder Versuch, ihn vom kubanischen Repressionsapparat zu distanzieren, widerlegt wurde.
Blas Giraldo Reyes, ein weiteres seiner Opfer und zu 25 Jahren während der Primavera Negra verurteilt, feierte ebenfalls die Festnahme. „Es ist eine Respektlosigkeit, dass dieser Mann hier ist. Der kubanische Exilverband ist äußerst zufrieden, dass ICE ihn festgenommen hat“, sagte er in einem weiteren Interview mit Pentón.
Der Fall wurde auch politisch angeprangert. Der kubanisch-amerikanische Kongressabgeordnete Carlos Giménez forderte die Abschiebung von Vega mit Beweisen für seine Verbindungen zu Menschenrechtsverletzungen.
Organisationen des Exils bestehen darauf, dass die Festnahme der Beginn eines ernsthaften Gerichtsverfahrens sein muss und nicht einfach in einer Ausweisung enden darf. Die Behörden haben die spezifischen Anklagen, wegen derer Vega García festgenommen wurde, bislang nicht offenbart.
Häufig gestellte Fragen zur Festnahme von Jorge Luis Vega García in den USA.
Wer ist Jorge Luis Vega García und warum wurde er in den USA festgenommen?
Jorge Luis Vega García ist ein ehemaliger Oberstleutnant des Innenministeriums von Kuba, bekannt als "Veguita", der von ehemaligen politischen Gefangenen als ein gewalttätiger Repressor in den Gefängnissen von Agüica und Canaleta in Matanzas, Kuba, identifiziert wurde. Er wurde in den USA festgenommen, nachdem er durch das humanitäre Parole-Programm legal eingereist war, dank einer Untersuchung, die sein Vergehen gegen die Menschenrechte offengelegt hat.
Wie schaffte es Jorge Luis Vega García, in die Vereinigten Staaten zu gelangen?
Vega García trat nach den USA am 20. Januar 2024 über den internationalen Flughafen von Tampa einzureisen, zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn, und nutzte das humanitäre Parole-Programm. Anschließend stellte er einen Antrag auf Begünstigung durch das Cuban Adjustment Act, trotz seiner repressiven Vergangenheit.
Welche Maßnahmen ergreifen die Behörden und Organisationen im Fall von Vega García?
Die US-Behörden haben zusammen mit Organisationen des kubanischen Exils und kubanisch-amerikanischen Kongressabgeordneten eine umfassende Untersuchung im Fall Vega García gefordert. Es wird erwartet, dass seine Festnahme den Beginn eines ernsthaften Gerichtsverfahrens darstellt und nicht nur auf eine einfache Abschiebung beschränkt ist. Der Kongressabgeordnete Carlos Giménez hat formell seine Abschiebung mit Beweisen für seine Menschenrechtsverletzungen beantragt.
Wie haben die Opfer von Jorge Luis Vega García auf seine Festnahme reagiert?
Die Opfer von Vega García, wie Fidel Suárez Cruz und Blas Giraldo Reyes, haben ihre Zufriedenheit über die Festnahme zum Ausdruck gebracht und betrachten sie als einen Akt der Gerechtigkeit und einen wichtigen Schritt, damit die Täter für ihre Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden. Sie haben die Bedeutung hervorgehoben, dass nicht nur ihre Abschiebung angeordnet wird, sondern dass auch ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird, das Präzedenzfälle schafft.
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