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Ein Oldtimer hat in der Ortschaft Torriente, die zur Gemeinde Jagüey Grande in Matanzas gehört, Feuer gefangen, nachdem er eine große Menge Kraftstoff unsachgemäß transportiert hatte.
Der Unfall ereignete sich mitten auf der öffentlichen Straße, genauer gesagt in der Calle 13-B, und führte zur totalen Zerstörung des Fahrzeugs sowie zu Sachschäden an zwei nahegelegenen Wohnungen.
Glücklicherweise gab es keine menschlichen Opfer zu beklagen.
Das verunfallte Fahrzeug war ein roter Chevrolet aus dem Jahr 1953, gefahren von Israel Salcedo Sánchez, der in derselben Gemeinde lebt.
Laut dem offiziellen Profil "Con Todos La Victoria", das auf Facebook veröffentlicht wurde, befanden sich im Kofferraum 60 Liter Benzin, die in einer Plastiktüte gelagert waren, eine riskante Praxis, die die Ausbreitung der Flammen begünstigt hätte.
Zeugnisse und Reaktionen
Anwohner, die das Geschehen miterlebt haben, schilderten den Moment mit Besorgnis und Vorwürfen über die Improvisation im Umgang mit Brennstoffen.
Eine Selbständige erklärte, dass viele auf diese Art der Lagerung zurückgreifen, aufgrund des chronischen Mangels an Kraftstoff, da sie Stromerzeugungsanlagen betreiben müssen, um Lebensmittel zu lagern.
Andere hingegen kritisierten die Leichtfertigkeit: "Benzin in einem so fragilen Behälter zu transportieren, ist verantwortungslos, es hat sein Leben und das anderer in Gefahr gebracht", kommentierte ein Nachbar in den sozialen Medien.
Ein Matancero fügte hinzu, dass der Fahrer neben dem Verlust des Autos und des Kraftstoffs auch mit rechtlichen Konsequenzen für Schäden an privatem Eigentum rechnen könnte.
Einige wiesen auf die Wurzel des Problems in den Ungleichheiten beim Zugang zu Treibstoff hin: "Wenn sie im ganzen Land Treibstoff gegen nationale Währung verkaufen würden, wie es in Havanna der Fall ist, würden solche Situationen nicht eintreten", meinte ein Selbstständiger.
Ein wiederkehrendes Problem
Die Fahrzeugbrände sind in Kuba immer häufiger geworden, sowohl aufgrund des Verfalls des Fahrzeugbestands als auch wegen der schlechten Qualität der Kraftstoffe.
Nur im Mai brannte ein gelber Taxi mitten auf der Santa Rosa Straße in Santiago de Cuba und sorgte für Alarm unter den Anwohnern sowie für Kritik an der Verzögerung der Feuerwehr. Es gab keine Verletzten, aber ein Haus wurde beschädigt.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich Tage später in Havanna, als ein Bus der Linie P16 einen Brandausbruch hatte aufgrund eines Öl leaks im hinteren Bereich.
Bei diesem Vorfall ermöglichte das schnelle Eingreifen des Fahrers und der Anwohner, die Situation ohne größere Schäden zu kontrollieren.
Im März wurden auch Brände in einem Straßenbau-Lkw im Cotorro und in einem Mercedes-Benz des Unternehmens Gardis in Matanzas gemeldet, beide wurden vollständig zerstört.
Ein Warnsignal
Der Fall von Torriente verdeutlicht erneut die Verletzlichkeit der im Umlauf befindlichen Fahrzeuge und die damit verbundenen Risiken bei unsachgemäßer Handhabung von Kraftstoffen.
Obwohl bei diesem letzten Vorfall keine Verletzten zu verzeichnen waren, belebt die Tatsache die Debatte über die Prekarität des Transports, den Energiemangel und die Notwendigkeit eines besseren technischen Kontrolldesigns sowie präventiver Maßnahmen beim Umgang mit brennbaren Materialien.
Häufig gestellte Fragen zu Fahrzeugbränden in Kuba und deren Ursachen
Warum hat das Auto in Torriente, Matanzas Feuer gefangen?
Das Auto brannte aufgrund des unsachgemäßen Transports von Kraftstoff in einer Plastiktüte, was die Ausbreitung der Flammen erleichterte. Diese Art der Lagerung ist sehr riskant, besonders in einem bereits alten Auto, das anfälliger für Ausfälle ist.
Was sind die Risiken beim Transport von Benzin in Plastiktüten?
Es Benzin in Plastiktüten zu transportieren, ist extrem gefährlich, da das Material zerbrechlich und anfällig für Risse ist, was zu Leckagen führen und Feuer begünstigen kann. Darüber hinaus erhöht die Volatilität von Benzin das Risiko von Explosionen im Falle des Kontakts mit einer Zündquelle.
Wie beeinflusst der Treibstoffmangel die Fahrzeugbrände in Kuba?
Die Knappheit an Treibstoff in Kuba führt dazu, dass viele Bürger Benzin unsachgemäß lagern, beispielsweise in Plastiktüten. Diese Praxis erhöht das Risiko von Fahrzeugbränden, da unzureichende Lagerungsmethoden leicht zu Leckagen und Explosionen führen können.
Welche weiteren Faktoren tragen zu Fahrzeugbränden in Kuba bei?
Zusätzlich zur unsicheren Handhabung von Kraftstoffen sind auch andere Faktoren wie der Verschleiß des Fahrzeugparks und die schlechte Qualität der Kraftstoffe bedeutende Ursachen. Ein Mangel an angemessener Wartung und Ersatzteilen verschärft das Problem, da die Fahrzeuge anfälliger für technische Ausfälle sind, die zu Bränden führen können.
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