Von Lugo, Galicien, teilte die kubanische TikTok-Nutzerin @walkys__ ein neues Video, in dem sie über drei Aspekte nachdenkt, die sie gerne vor ihrer Auswanderung nach Spanien gekannt hätte. Ihr Zeugnis reiht sich in andere Inhalte ein, die sie seit ihrer Ankunft in dem europäischen Land veröffentlicht hat, in denen sie von ihren Erfahrungen als Neuankömmling berichtet.
„Das sind drei Dinge, die ich gerne vorher gewusst hätte, bevor ich ausgewandert bin“, sagt er zu Beginn des Videos, das vor ein paar Stunden veröffentlicht wurde. Walkys, der behauptet, seit etwas mehr als einem Monat in Spanien zu sein, erwähnt zuerst die Langsamkeit der Bürokratie: „Die Formalitäten bezüglich Papiere, Genehmigungen und Registrierungen benötigen Zeit und Geduld. Es ist nicht unmöglich, aber man muss ruhig bleiben, vor allem im Juli und August.“ Wie er erklärt, reduzieren viele Büros in diesen Monaten aufgrund von Urlaubszeiten die Öffnungszeiten und das Personal.
En zweiter Linie wird der Kulturschock erwähnt, insbesondere in Bezug auf die Sprache: „Wir sprechen vielleicht die gleiche Sprache, aber wir verwenden nicht die gleichen Wörter.“ Es wird ausgeführt, dass es neben bekannten Begriffen wie „patata“ anstelle von „papa“ oder „autobús“ für „guagua“ auch weniger offensichtliche Ausdrücke gibt wie „pomo“ oder „jaba“, die in Spanien „botella“ und „bolsa“ gesagt werden.
Die dritte Warnung betrifft die Notwendigkeit, gute Ersparnisse zu haben, bevor man auswandert: „Die ersten Monate sind die teuersten, das Geld geht für Miete, Transport, Behördengänge und alles, was man bei der Ankunft braucht, drauf, denn man fängt ja bekanntlich von vorne an.”
In den Kommentaren zum Video teilten andere ihre Erfahrungen. „Emigrieren ist das Schwierigste“, schrieb eine Nutzerin, während eine andere anmerkte: „Das erste Jahr ist wirklich erschöpfend“. Außerdem gab es Willkommensnachrichten von Bewohnern in Lugo und zahlreiche Unterstützungsbekundungen, auf die Walkys mit Dankbarkeit reagierte.
Dieser neue Inhalt ergänzt zwei frühere Videos, die ebenfalls die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien auf sich gezogen haben. In einem von ihnen, das am 8. August veröffentlicht wurde, teilte Walkys die sieben Dinge, die sie beim Ankommen in Spanien sprachlos gemacht haben, wie die Rollläden an den Fenstern, die organisierten Container, die duftenden Müllsäcke oder das Sonnenlicht bis zehn Uhr abends.
In einem weiteren, aktuelleren Video berichtete sie, wie sie mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter emigrieren konnte dank des Gesetzes über die demokratische Erinnerung, das es ihrem Partner ermöglichte, die spanische Staatsbürgerschaft zu erhalten, und ihr ein Visum für Familienangehörige der Gemeinschaft gab. „Dank dieses Gesetzes [...] konnten wir alle zusammen nach Spanien reisen“, sagte sie damals.
Seit seinem Profil auf TikTok, @walkys__, dokumentiert er weiterhin seinen Anpassungsprozess mit einem nahbaren und nachdenklichen Ton. „Erzähl mir, wenn du bereits ausgewandert bist, was hättest du gerne vorher gewusst? Ich lese dich“, schließt er in seinem neuesten Video.
Häufig gestellte Fragen zur Emigration von Kubanern nach Spanien
Welche sind die wichtigsten Herausforderungen, mit denen die Kubaner bei ihrer Auswanderung nach Spanien konfrontiert sind?
Die wichtigsten Herausforderungen sind die Langsamkeit der Bürokratie, der kulturelle Shock und die Notwendigkeit, ein gutes Startkapital zu haben. Die Verwaltungsverfahren können langsam sein, insbesondere im Sommer, wenn viele Ämter ihre Öffnungszeiten reduzieren. Außerdem gibt es trotz der gleichen Sprache Unterschiede im Gebrauch bestimmter Wörter, die zu Verwirrung führen können. Schließlich ist es entscheidend, über Ersparnisse zu verfügen, aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten zu Beginn.
Wie wirkt sich das Gesetz zur Demokratischen Erinnerung auf Kubaner aus, die nach Spanien emigrieren möchten?
Die Gesetz zur Demokratischen Erinnerung war für viele Kubaner von grundlegender Bedeutung, da es den Nachkommen von Spaniern ermöglicht, die spanische Staatsangehörigkeit zu erhalten. Dies hat dazu geführt, dass ganze Familien legal und sicher ausreisen können, wodurch unregelmäßige Routen vermieden und Familienzusammenführungen in Spanien ermöglicht werden.
Welche kulturellen Unterschiede erleben die Kubaner bei ihrer Ankunft in Spanien?
Die Kubaner erleben verschiedene kulturelle Unterschiede, wenn sie nach Spanien kommen, wie die Verwendung unterschiedlicher Wörter für alltägliche Gegenstände und den Respekt vor den Regeln des Zusammenlebens, wie der städtische Lärm und die Verkehrserziehung. Außerdem sind sie überrascht von der Organisation und Sauberkeit in öffentlichen Räumen sowie von den unterschiedlichen Essgewohnheiten.
Ist es wichtig, vor der Auswanderung nach Spanien Ersparnisse zu haben?
Es ist entscheidend, vor der Auswanderung nach Spanien gute Ersparnisse zu haben, da die ersten Monate meist die teuersten sind. Zu den Ausgaben gehören Miete, Transport, rechtliche Verfahren und andere Einrichtungskosten, die am Anfang in einem neuen Land hoch sein können.
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