Eine Frau rief die 911, nachdem sie zwei Jugendliche spanisch sprechen hörte, in einem Supermarkt in Jonesboro, Georgia. Das Video des Vorfalls, aufgezeichnet im Juli und von der Content Creator Marina Fisher auf TikTok veröffentlicht, ging viral und belebte die Debatte über rassistische und sprachliche Diskriminierung in den Vereinigten Staaten.
In Amerika sprechen wir Englisch, danke. Ich werde die 911 anrufen, sagt die Frau im Video, bevor sie die Behörden kontaktiert und meldet, dass „hier ein paar Illegale sind“. Was sie nicht wusste, ist, dass keine der jungen Frauen, die sie ansprach, sich in einer irregularen Situation befand.
Marina Fisher, die den Moment festhielt, ist US-amerikanische Staatsbürgerin mit mexikanischen Wurzeln und lebt in Houston, Texas. Ihre Begleiterin war eine junge Frau aus Puerto Rico, einem unincorporated territory der Vereinigten Staaten, dessen Bewohner seit 1917 durch Geburt US-amerikanische Staatsbürger sind, weshalb sie ebenfalls kein Visum oder besondere Genehmigung benötigt, um im Land zu leben.
Die Ereignisse fanden in dem Geschäft Goodwill, gelegen in der 138. Straße in Jonesboro, im Norden des Bundesstaates Georgia, statt.
Fisher erklärte in einem zweiten Video, dass er sich zusammen mit seiner Freundin in der Elektronikabteilung befand und über ein Grillset sprach, das sie „schön“ fanden, als die Frau auf feindliche Weise auf sie zukam und verlangte, dass sie Englisch sprechen.
Es überraschte mich. Mein Verstand versuchte, die Situation zu verarbeiten und zu wissen, wie ich dies mit Würde handhaben kann, um nicht verrückt auszusehen und ausgeschlossen zu werden, kommentierte Fisher, sichtbar betroffen von dem Vorfall.
Meine Familie lebt seit 1890 in den Vereinigten Staaten. Ich bin stolz Mexikanerin, aber ich bin auch Amerikanerin, sagte sie und betonte, dass sie nie in Mexiko gelebt hat.
Der Vorfall hat eine Welle der Empörung in den sozialen Medien und in den Nachrichten ausgelöst, die ihn als ein neues Beispiel für das Klima der Rassenanspannung und Xenophobie interpretieren, das in mehreren Regionen der Vereinigten Staaten anhält.
Ein ähnlicher Vorfall wurde am 11. Juli in einem Walmart-Supermarkt in New Mexico berichtet, wo Beamte des Immigration and Customs Enforcement (ICE) einen mexikanischen Migranten mit einer Elektrowaffe festnahmen. Der Einsatz wurde in den sozialen Medien aufgrund übermäßiger Gewaltanwendung scharf kritisiert.
Im Juni veröffentlichte das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten (DHS) eine Nachricht in den sozialen Medien, in der die Bürger aufgefordert werden, bei der Lokalisierung und Festnahme von undokumentierten Migranten zu helfen.
Häufig gestellte Fragen zum Vorfall der Diskriminierung und zu den Einwanderungspolitiken in den USA.
Warum rief die Frau den 911 an, nachdem sie zwei junge Menschen Spanisch sprechen hörte?
Die Frau rief 911 an, weil sie zwei junge Männer hörte, die Spanisch in einem Supermarkt sprachen, und fälschlicherweise annahm, dass sie illegale Einwanderer seien. Dieser Vorfall hebt die in einigen Regionen der Vereinigten Staaten vorhandene ethnische und sprachliche Diskriminierung hervor.
Was ist die rechtliche Situation der jungen Frauen, die in den Vorfall im Supermarkt verwickelt sind?
Keine der jungen Frauen war in einer unregelmäßigen Situation. Marina Fisher ist US-Bürgerin mit mexikanischer Herkunft, und ihre Begleiterin ist aus Puerto Rico, dessen Bewohner seit 1917 von Geburt an US-Bürger sind.
Wie hat die Gemeinschaft und die Medien auf den Vorfall im Supermarkt reagiert?
Der Vorfall hat eine Welle der Empörung in sozialen Netzwerken und in den Medien ausgelöst und wird als Beispiel für das Klima von Rassenspannungen und Xenophobie betrachtet, das in mehreren Regionen der Vereinigten Staaten anhält. Die Gemeinschaft hat ihren Unmut über solche diskriminierenden Handlungen zum Ausdruck gebracht.
Welche Maßnahmen ergreift die US-Regierung in Bezug auf undocumented immigration?
Die gegenwärtige Verwaltung hat die Einsätze zur Festnahme von undocumented immigrants intensiviert, oft auf aggressive Weise, was zu Besorgnis und Kritik seitens der Zivilrechtsorganisationen geführt hat. Diese Maßnahmen spiegeln eine Verschärfung der Migrationspolitik und ein Klima der Angst in den Migrantengemeinschaften wider.
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