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Die Familie von Eutiquio Pérez Chain, einem 79-jährigen Rentner aus San Francisco de Paula, Gemeinde San Miguel del Padrón, Havanna, ist verzweifelt über sein Verschwinden seit dem vergangenen Sonntag.
Der Herr, der an Gedächtnisproblemen leidet, wurde zuletzt in der Gegend von Mantilla, im Municipio Arroyo Naranjo, gesehen, ohne dass bis heute Nachrichten über seinen Aufenthaltsort vorliegen.
Laut der Warnung, die auf Facebook von dem Benutzer La Tijera verbreitet wurde, trug Pérez Chain zum Zeitpunkt des Verlassens seines Hauses eine helle Hose und einen schwarzen Pullover.
Als charakteristisches Merkmal wird erwähnt, dass ihre Stimme klingt, als wäre sie heiser.
Seine Familienangehörigen haben die Bevölkerung gebeten, sich umgehend unter den Telefonnummern von Yumi (5 608 94 60) oder Leandro (5 320 89 90) zu melden, falls sie irgendwelche Informationen haben, da "jeder Hinweis entscheidend" sein könnte, um ihn zu finden.
Soziale Medien als einziges Werkzeug
Der Fall hat erneut die Abwesenheit wirksamer offizieller Mechanismen zur Suche nach vermissten Personen in Kuba aufgezeigt.
Angesichts des Mangels an klaren Protokollen sind die Familien beinahe vollkommen auf die Solidarität der Bürger und die Verbreitung in sozialen Netzwerken angewiesen, um den Aufenthaltsort ihrer Angehörigen ausfindig zu machen.
Anstatt über ein staatliches System für sofortige Warnungen oder schnelle Nachverfolgung zu verfügen, müssen die Angehörigen auf Facebook, WhatsApp und Gemeinschaftsseiten zurückgreifen, um Unterstützung zu mobilisieren, was ihnen mehr Unsicherheit als konkrete Antworten einbringt.
Unsicherheit und institutionelle Leere
Die Verschwinden von Pérez Chain geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit und ansteigender Kriminalität in Havanna, wo die Meldungen über Diebstähle, Überfälle und verschwundene Personen immer häufiger werden.
Die Langsamkeit der offiziellen Intervention und das Fehlen von Koordination zwischen den staatlichen Institutionen führen jedoch dazu, dass die Angehörigen eine Verantwortung tragen, die eigentlich bei den zuständigen Stellen liegen sollte.
Aktivisten und Bürger haben darauf hingewiesen, dass in einem Szenario, in dem jede Stunde entscheidend ist, das Fehlen transparenter und effektiver Protokolle seitens der Regierung die Verschwundenen, insbesondere ältere Menschen und vulnerable Personen, einem größeren Risiko aussetzt.
Ein dringender Aufruf
Der Fall von Eutiquio Pérez Chain ist kein Einzelfall: Er spiegelt ein zunehmendes Problem in Kuba wider, wo das Fehlen klarer öffentlicher Politiken zur Prävention und zum Umgang mit Vermisstenfällen das Vertrauen der Bürger in die Fähigkeit des Staates, Sicherheit zu gewährleisten, untergräbt.
In der Zwischenzeit lebt die Familie dieses alten Mannes in Angst und Hoffen, fest überzeugt, dass die Solidarität der Bevölkerung helfen wird, ihn zu finden und ihn gesund und munter nach Hause zurückzubringen.
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