Du wirst nicht glauben, was dieser Straßenverkäufer in Kuba alles hat: "Das Einzige, was ihm fehlt, ist der Name Dollar Tree."

Ein Straßenverkäufer in Kuba bietet Haushaltsprodukte auf einem Dreirad an und hebt dabei die Kreativität inmitten der Wirtschaftskrise hervor. Er sieht sich rechtlichen Risiken gegenüber, während er versucht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Straßenverkäufer in KubaFoto © @maykel.nuez5 / TikTok

In den Straßen Kubas machen Kreativität und Einfallsreichtum den Unterschied, um inmitten der Krise zu überleben. Ein Straßenverkäufer, der auf Video festgehalten wurde, während er mit einem Dreirad voller Haushaltsartikel durch ein Viertel fährt, hat zahlreiche Kommentare in sozialen Netzwerken ausgelöst.

Das kleine Geschäft auf Rädern bietet alles Mögliche an: Eimer, Besen, Abtropfschalen, Kunststoffbehälter, Reiben, Siebe, Tabletts, Löffelsets, Zangen, Bürsten, Teller, Waschschüsseln, Tassen, luftdichte Behälter und sogar Reinigungsprodukte aus Asien. Eine wahre "Mini-Dollar-Tree"-Ausgabe auf Rädern, wie ein Nutzer scherzte.

Die auf TikTok veröffentlichten Bilder zeigen den Händler, der bei Sonnenschein mit seinem Dreirad, das mit einer roten Plane bedeckt und bis zum Rand mit Waren beladen ist, in die Pedale tritt. Die Kommentare ließen nicht lange auf sich warten:

„Das Einzige, was fehlt, ist der Name Dollar Tree“, schrieb ein Internetnutzer. „Hier im Family Dollar kostet das alles einen Dollar, aber in Kuba verlangt man ein Vermögen dafür“, antwortete ein anderer und hob den Preisunterschied hervor.

„Der arme Verkäufer, wenn ihn ein Inspektor erwischt, verlangt er Papiere und beschlagnahmt sogar das Dreirad“, meinte jemand anderes und erinnerte an die Hürden, mit denen die Selbstständigen auf der Insel konfrontiert sind.

Andere verteidigten seinen Einsatz: „Mit dieser Arbeit ist er sicher glücklicher als viele, die hier leben. Er verdient mehr als die, die bei Uber fahren, und sogar mehr als die Lastwagenfahrer in Miami.“

Die Szene spiegelt zwei Seiten der kubanischen Realität wider: Auf der einen Seite das Unternehmertum und die Einfallsreichtum derjenigen, die sich auf die Straße wagen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und auf der anderen Seite das Risiko der staatlichen Repression, die jene verfolgt, die ohne Lizenz oder außerhalb des gesetzlichen Rahmens verkaufen.

Während in den Vereinigten Staaten die Produkte, die dieser Dreiradfahrer transportiert, in Geschäften wie Dollar Tree oder Family Dollar für gerade einmal 1 oder 2 Dollar erhältlich sind, werden sie in Kuba oft zu Preisen verkauft, die ihren ursprünglichen Wert um ein Vielfaches übersteigen. Dies macht diese Art des Straßenhandels zu einer der wenigen Möglichkeiten, um an grundlegende Haushaltsartikel zu gelangen.

Häufig gestellte Fragen zum Straßenhandel in Kuba und zur wirtschaftlichen Lage

Wie ist der Straßenhandel in Kuba?

Der Straßenhandel in Kuba zeichnet sich durch die Kreativität und den Einfallsreichtum der Verkäufer aus, die eine breite Palette von Haushaltsprodukten von Dreirädern und anderen mobilen Mitteln anbieten. Diese Händlern sehen sich Herausforderungen wie staatlicher Repression und dem Mangel an Lizenzen gegenüber, da das kubanische Regime strenge Beschränkungen für die Selbstständigkeit auferlegt.

Warum sind die Produkte in Kuba teurer als in den Vereinigten Staaten?

In Kuba sind Produkte, die in günstigen Geschäften in den USA wie Dollar Tree leicht erhältlich sind, häufig zu Preisen erhältlich, die ihren ursprünglichen Wert um ein Vielfaches übersteigen. Dies liegt an Faktoren wie Knappheit, der staatlichen Kontrolle der Wirtschaft und der Notwendigkeit, viele Produkte zu importieren, was den Zugang zu grundlegenden Artikeln für die Kubaner erheblich verteuert.

Wie wirkt sich die teilweise Dollarisation auf die kubanische Bevölkerung aus?

Die partielle Dollarisation in Kuba, wo der Dollar nur in bestimmten Geschäften akzeptiert wird, vertieft die soziale Ungleichheit. Die meisten Kubaner erhalten ihr Gehalt in Pesos und nicht in Devisen, was ihre Fähigkeit einschränkt, auf grundlegende Produkte zuzugreifen, die ausschließlich in Dollar verkauft werden. Dies führt zu einem Gefühl von Ungerechtigkeit und wirtschaftlicher Ausgrenzung.

Welche Risiken stehen Straßenverkäufern in Kuba gegenüber?

Die Straßenhändler in Kuba sehen sich dem Risiko staatlicher Repression ausgesetzt, da die Behörden ihre Produkte und Transportmittel beschlagnahmen können, wenn sie ohne die erforderlichen Lizenzen arbeiten. Diese Art von Repression ist eines der Hindernisse, mit denen die selbstständigen Arbeiter auf der Insel konfrontiert sind.

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Yare Grau

Gebürtig aus Kuba, lebe ich jetzt in Spanien. Ich habe Sozialkommunikation an der Universität von Havanna studiert und später ein Studium der audiovisuellen Kommunikation an der Universität von Valencia abgeschlossen. Derzeit bin ich Teil des CiberCuba-Teams als Redakteurin in der Unterhaltungssektion.