Die Botschaft der USA in Havanna warnt vor einem Anstieg von Diebstählen und Erpressungen mit Reisepapieren in Kuba

Die Botschaft der USA in Kuba warnt vor einem Anstieg von Diebstählen und Erpressungen im Zusammenhang mit Reisedokumenten. Reisende werden aufgefordert, vorsichtig zu sein, ihre Dokumente zu sichern und Vorfälle zu melden.

Botschaft der USA in KubaFoto © Facebook / Botschaft der USA in Kuba

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Die Botschaft der Vereinigten Staaten in Havanna hat am Montag eine Sicherheitswarnung für ihre Bürger und rechtmäßigen permanenten Einwohner, die nach Kuba reisen, herausgegeben, nachdem ein Anstieg bei Diebstählen von Pässen und Aufenthaltsgenehmigungen (Green Cards) festgestellt wurde, sowie Fälle von Erpressung, bei denen Geld gefordert wird, um diese zurückzugeben.

„Die Botschaft der Vereinigten Staaten hat einen Anstieg bei den Diebstählen von US-Reisedokumenten in Kuba festgestellt, einschließlich der Karten für dauerhaften Aufenthalt (green cards)“, heißt es in dem offiziellen Kommuniqué. „Die Opfer haben von Erpressungsfällen berichtet, bei denen hohe Geldsummen gefordert werden, um die gestohlenen Dokumente zurückzugeben.“

Según der Botschaft, die Situation ist verbunden mit dem Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen, die einen Anstieg von Bagatelldelikten wie Handtaschen-, Geldbörsen- und Gepäckdiebstahl in Fahrzeugen sowie von gewalttätigen Verbrechen wie bewaffneten Raubüberfällen und Mordfällen zur Folge hatte.

Die Fälle von Erpressung wegen verlorener Green Cards nehmen zu

In den letzten Wochen haben Nutzer in sozialen Medien Fälle gemeldet, in denen anonyme Personen zwischen 4.000 und 5.000 Dollar verlangten, um verlorene Einwanderungsdokumente zurückzugeben. In einem Fall, der in Havanna stattfand, wurde das Bild einer Green Card auf einer Verkaufsseite veröffentlicht, begleitet von einer Nachricht, die 4.000 USD für die Rückgabe verlangte, zusammen mit einer Kontakttelefonnummer und der angeblichen Bereitschaft, “etwas” persönlich zu regeln.

In einem weiteren gemeldeten Fall in Camagüey meldete eine Nutzerin den Verlust ihrer Green Card und eines Reisepasses am Flughafen. Kurz darauf verwendete ein anderer Beitrag in den sozialen Medien dasselbe Bild des Dokuments und forderte 5.000 USD für die Rückgabe. Einige Internetnutzer wiesen darauf hin, dass die verwendete Telefonnummer bereits mit früheren Betrügereien in Verbindung gebracht worden war, was die Verdachtsmomente eines möglichen kriminellen Musters verstärkte.

Sicherheitsempfehlungen für Reisende

Die Botschaft hat ihrerseits eine Reihe von Empfehlungen zur Prävention dieser Straftaten ausgesprochen:

  • Zu jeder Zeit aufmerksam sein und Anzeichen von Wohlstand vermeiden.
  • Keine unnötigen Reisedokumente mitnehmen und sie an sicheren Orten aufbewahren.
  • Machen Sie digitale Kopien wichtiger Dokumente, bevor Sie reisen.
  • Keine Belohnungen für verlorene Dokumente anbieten, da dies Erpressung fördern könnte.
  • Jegliche Vorfälle umgehend den lokalen Behörden und der Botschaft melden.
  • Den Diebstahl von Reisepässen melden und gegebenenfalls vorläufige Reisedokumente anfordern.

Außerdem betont er, dass er konsularische Unterstützung anbieten und vorläufige Dokumente zur Rückkehr in die USA im Falle eines Verlusts von Einreisedokumenten erleichtern kann.

Wer Unterstützung benötigt, kann die Botschaft der USA in Havanna unter der Nummer +(53) (7) 839-4100 kontaktieren oder eine E-Mail an acshavana@state.gov senden. Auch das Außenministerium ist über die internationale Nummer +1-888-407-4747 erreichbar.

Häufig gestellte Fragen zur Sicherheitswarnung in Kuba wegen Diebstählen und Erpressungen

Welche Reisedokumente werden in Kuba laut der Sicherheitswarnung gestohlen?

Es werden Pässe und Green Cards von US-Bürgern in Kuba gestohlen. Darüber hinaus werden diese Dokumente genutzt, um die Opfer zu erpressen, indem große Geldsummen für ihre Rückgabe gefordert werden.

Was empfiehlt die US-Botschaft für Reisende, die in Kuba Opfer von Dokumentendiebstahl wurden?

Die US-Botschaft empfiehlt, keine Belohnungen für verlorene Dokumente anzubieten, da dies Erpressung fördern könnte. Außerdem rät sie, etwaige Vorfälle den örtlichen Behörden und der Botschaft zu melden und, falls erforderlich, vorläufige Reisedokumente zu beantragen.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten amerikanische Bürger bei einer Reise nach Kuba treffen?

Es wird empfohlen, zu jeder Zeit wachsam zu sein und keine Anzeichen von Reichtum zu zeigen. Reisende sollten ihre Reisedokumente an sicheren Orten aufbewahren, digitale Kopien wichtiger Dokumente vor der Reise anfertigen und Diebstahl oder Verlust sofort melden.

Wie können die Betroffenen mit der US-Botschaft in Kuba in Kontakt treten?

Die Betroffenen können sich mit der Botschaft der Vereinigten Staaten in Havanna unter der Nummer +(53) (7) 839-4100 oder per E-Mail an acshavana@state.gov wenden. Das Außenministerium ist ebenfalls über die internationale Nummer +1-888-407-4747 erreichbar.

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