Bis zu sieben Jahre Gefängnis wegen illegaler Goldextraktion in Guantánamo

Die Encartados widmeten sich der illegalen Goldextraktion in der Gegend von Piedra la Vela.


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Fünf Bürger der Gemeinde Yateras in der Provinz Guantánamo wurden zu Haftstrafen verurteilt wegen des Verbrechens der Bodenverschmutzung, das mit der illegalen Goldextraktion in Verbindung steht, nachdem sie in einem Prozess vor dem Volksgericht dieser Gemeinde für schuldig befunden wurden.

Während der mündlichen Verhandlung wurden Dokumente, Zeugenaussagen und Gutachten vorgelegt, die die strafrechtliche Verantwortung der Angeklagten belegten, die Strafen von ein Jahr und sechs Monaten bis zwei Jahren und sieben Monaten Freiheitsentzug erhielten, je nach Schwere ihrer Taten, berichtete die staatliche Zeitung Venceremos.

Según informó die Staatsanwaltschaft, die Beschuldigten beschäftigten sich mit der illegalen Gewinnung von Gold in der Gegend von Piedra la Vela, am Ufer des Flusses Toa, einer bewaldeten und verworrenen Region, die zum Nationalpark Alejandro de Humboldt gehört, der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Als zusätzliche Strafen wurden die Einziehung der bei der illegalen Tätigkeit verwendeten Instrumente, die Entziehung öffentlicher Rechte sowie das Verbot, einen Reisepass zu beantragen oder das Land zu verlassen, solange die Strafen vollstreckt werden, verhängt.

Die Behörden bestätigten, dass während des gesamten Verfahrens die verfahrensrechtlichen Garantien und das ordnungsgemäße Verfahren gemäß den Vorgaben der Verfassung der Republik respektiert wurden.

Sowohl die Angeklagten als auch die Staatsanwaltschaft haben das Recht, Berufung einzulegen gegen das ergangene Urteil, so die rotative.

Vor nur zwei Wochen berichteten die kubanischen Behörden über die Festnahme von weiteren vier Personen, die mit dem illegalen Goldabbau im Municipio Moa, Holguín, in Verbindung standen, wo zudem über 418.000 Pesos und mit der Praxis zusammenhängende Gegenstände beschlagnahmt wurden.

Laut dieser Version fand die Operation in der Region Yamani­güey nach „einem intensiven Ermittlungsprozess“ statt, der es ermöglichte, Teile des Metalls, Materialien für die Aktivität und Bargeld zu beschlagnahmen.

Die Festgenommenen werden gemäß dem offiziellen Bericht wegen „illegaler wirtschaftlicher Aktivitäten und Bodenverschmutzung“ angeklagt.

Dies ist kein Einzelfall. Im August wurde ein Landwirt in Jobabo, Las Tunas, während er eine handgefertigte Mühle zur Verarbeitung von goldhaltigem Erdreich betrieb, überrascht. Im März wurden ebenfalls in Jobabo acht Personen verhaftet, weil sie mit speziellen Werkzeugen Goldstaub abbauten und schmuggelten. Sogar in Santa Clara haben die Polizeibehörden vor Monaten ein Lager für illegale Minenaktivitäten aufgelöst.

Die offiziellen Profile bestehen darauf, diese Vorfälle als schwere Verbrechen gegen die Umwelt und die „Reservate der Nation“ darzustellen, omitting jedoch den Hintergrund, der in der tiefen Wirtschafts krise liegt, die die Kubaner zwingt, sich auf riskante Praktiken einzulassen, um zu überleben.

Die absolute Kontrolle des Staates über die Ausbeutung der Naturressourcen und das Fehlen legaler Möglichkeiten machen diese Praktiken zum Ziel der Repression, obwohl hinter jedem Fall Geschichten von Not stehen, eher als von „Parasitismus“, wie die offizielle Publikation es nannte.

Das Goldfieber im östlichen Kuba spiegelt nicht nur ein Umweltproblem wider, sondern ist auch ein Symptom für die Prekarität und Ungleichheit, die das tägliche Leben auf der Insel prägen.

Häufig gestellte Fragen zu den Verurteilungen wegen illegaler Goldförderung in Guantánamo

Warum wurden die Bürger von Yateras in Guantánamo verurteilt?

Die Bürger wurden wegen des Verbrechens der Bodenverschmutzung verurteilt, nachdem sie bei illegaler Goldgewinnung im Nationalpark Alejandro de Humboldt entdeckt wurden.

Welche Sanktionen erhielten die Angeklagten wegen des illegalen Goldabbaus?

Die Angeklagten wurden zu Strafen von einem Jahr und sechs Monaten bis zwei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Darüber hinaus wurden ihnen der Einzug der verwendeten Instrumente, die Aberkennung öffentlicher Rechte und das Verbot, einen Reisepass zu beantragen oder das Land zu verlassen, auferlegt.

Welche Beziehung hat dieser Fall zum Nationalen Präventions- und Bekämpfungsprogramm gegen Straftaten?

Dieser Fall der illegalen Goldextraktion fällt unter die IV. Nationale Übung zur Prävention und Bekämpfung von Verbrechen in Kuba. Das Ziel dieser Übung ist es, die Präventionsmaßnahmen gegen Verbrechen, Korruption und antisoziale Verhaltensweisen zu verstärken, durch das Handeln staatlicher Organe und des Innenministeriums.

Wie beeinträchtigt illegale Minenarbeit die Umwelt in Kuba?

Die illegale Mineralgewinnung, wie sie in Guantánamo vorkommt, verursacht eine Verschmutzung der Böden und beeinträchtigt erheblich die lokalen Ökosysteme, insbesondere in geschützten Gebieten wie dem Nationalpark Alejandro de Humboldt, der zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

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