Ein auf TikTok von der Kubanerin @yily_cubita veröffentlichtes Video hat das Herz von Tausenden von Menschen innerhalb und außerhalb Kubas berührt. Die Szene zeigt den Moment, in dem eine Mutter ihren Sohn am Flughafen nach mehr als vier Jahren der Trennung überrascht, und die Reaktion des Kindes spricht Bände: Es umarmt sie, bleibt einen Moment stehen, schaut sie intensiv an und fragt unsicher: „Bist du meine Mama?“
Die Mutter erklärte, dass ihr Sohn nicht auf sie wartete, sondern auf eine Freundin von ihr. Die Überraschung war total. Das Kind war verunsichert und konnte sie nur an ihrer Stimme erkennen. Es waren vier Jahre und zwei Monate vergangen, seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Er war vier Jahre alt, als sie auswanderte, und feierte gerade an den Tagen des Wiedersehens seinen neunten Geburtstag.
„Ich habe ihn mit 4 verlassen, er wurde 9, während ich dort war. Er wartete auf meine Freundin. Als ich ihn umarmte, fragte er mich, ob ich seine Mama sei“, kommentierte die Creatorin auf TikTok.
Das Video löste eine Welle von Reaktionen aus. Viele Menschen identifizierten sich damit, andere weinten, wieder andere stellten Fragen. Einige fragten, ob sie nicht über Videoanruf kommunizierten. Sie antwortete ehrlich:
„Wir sprechen jeden Tag. Ich arbeite von zu Hause. Wir machen sogar gemeinsam per Videoanruf ein Bad. Aber er wusste nicht, dass ich kommen würde. Es war eine Überraschung.“
Sogar ihre eigene Mutter —die Großmutter des Jungen— erkannte sie nach so langer Zeit nicht wieder. Die körperlichen Veränderungen, die angesammelten Emotionen und die Distanz taten ihr Übriges.
In den Kommentaren teilten Hunderte von Müttern, Vätern und Kindern ähnliche Geschichten: lange Trennungen, tränenreiche Wiedervereinigungen und die Angst, nach so langer Zeit der Abwesenheit nicht erkannt zu werden.
„Ich habe das auch durchgemacht. Meine Tochter sah mich an und sagte, ich sei nicht ihre Mama. Das hat mein Herz zerbrochen“, schrieb eine Nutzerin.
Die Geschichte von Yily ist nicht einzigartig. Sie ist das Spiegelbild vieler kubanischer Familien, die durch Migration getrennt sind. Wiedersehen, die schmerzen, die heilen, die für immer prägen.
„Er wird immer mein Baby sein“, sagte sie unter Tränen. „Ich habe ihn verändert gesehen, dünn, groß … Und er muss das Gleiche gefühlt haben, als er mich gesehen hat.“
Häufig gestellte Fragen zu Familientreffen in Kuba
Warum erkannte das Kind seine Mutter nach vier Jahren ohne sie nicht?
Der Junge erkannte seine Mutter nicht sofort, da vier Jahre und zwei Monate seit ihrem letzten Treffen vergangen waren. In dieser Zeit hatte die Mutter sich physisch verändert, und obwohl sie über Videoanruf kommunizierten, wartete der Junge am Flughafen nicht auf sie, was sein anfängliches Unbehagen verstärkte.
Wie wirken sich längere Trennungen auf kubanische Familien aus?
Langfristige Trennungen wirken sich emotional auf kubanische Familien aus, indem sie Angst vor einer fehlenden Anerkennung und Traurigkeit über die verlorene Zeit mit ihren Lieben erzeugen. Diese Wiedersehen sind oft emotional und können mit einer Mischung aus Freude, Erleichterung und Nostalgie belastet sein.
Warum sind die Emotionen bei familiären Wiedersehen in Kuba so intensiv?
Die Emotionen bei Familientreffen in Kuba sind intensiv aufgrund der langen Trennung, die durch die Migration verursacht wurde. Die Distanz, geografische Barrieren und die Migrationsbeschränkungen verstärken den Wunsch, sich zu treffen, sodass der Moment des Wiedersehens von Gefühlen der Liebe, Erleichterung und tiefen emotionalen Verbindungen geprägt ist.
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