Opositores cubanos protestierten am vergangenen Donnerstag vor der Botschaft des Regimes in Washington gegen die Anwesenheit kubanischer Söldner auf der Seite der russischen Invasoren in der Ukraine.
Die Protestaktion wurde von zwei Aktivisten des Zentrums für ein freies Kuba anlässlich des Internationalen Tags der Gewaltlosigkeit geleitet.
John Suárez, Direktor der Nichtregierungsorganisation, der in seinen sozialen Medien Bilder des Vorfalls teilte, sagte gegenüber Martí Noticias, dass die Protestaktion zunächst dazu diente, “an Alexei Navalny, Oswaldo Payá Sardiñas, Boris Nemtsov, Orlando Zapata Tamayo... Märtyrer für die Freiheit in Russland und Kuba zu erinnern.”
Ebenfalls verurteilten die Demonstranten die Anwesenheit kubanischer Söldner „im illegalen Krieg von Wladimir Putin“ und forderten deren Rückzug aus der Ukraine, damit sie „nach Kuba, nach Hause“ zurückkehren können.
Die Demonstration zog dann in die Umgebung der Residenz des russischen Botschafters.
Suárez rief dazu auf, dass Putin die entführten ukrainischen Kinder an die Ukraine zurückgibt, und nahm damit den Appell der First Lady der Vereinigten Staaten, Melania Trump, auf, die die gleiche Bitte in einem Brief an den russischen Präsidenten geäußert hatte.
Kubanische Söldner in der Ukraine
Die ukrainische Militärintelligenz (HUR) hat kürzlich berichtet, dass Russland mindestens 20.000 kubanische Bürger rekrutiert hat, um als Söldner im Krieg gegen die Ukraine zu kämpfen.
Laut Andriy Yusov, Vertreter von HUR, wäre Kuba die Hauptquelle für ausländische Kämpfer, die im Dienst von Moskau stehen.
Laut den von Business Insider veröffentlichten Informationen, basierend auf den Aussagen von Yusov, haben 1.038 Kubaner Verträge mit der russischen Armee zwischen Juni 2023 und Februar 2024 unterzeichnet; das durchschnittliche Alter liegt bei etwa 35 Jahren und das angebotene monatliche Gehalt beträgt rund 2.000 Dollar.
HUR stellte außerdem fest, dass mindestens 250 nach Ablauf ihrer Verträge an der Front blieben und dass, gemäß den verfügbaren Informationen, die Sterblichkeit der vertraglich engagierten Ausländer gewöhnlich zwischen dem 140. und 150. Tag nach dem Einsatz auftritt.
Das ukrainische Organ hat hinzugefügt, dass Dokumente und Listen mit Namen, Alter, Unterschriftsdaten und Todesfällen von kubanischen Rekruten existieren.
Inclusiv würde ein gerichtliches Zeugnis in Russland auf eine Rekrutiererin hinweisen, die an der Rekrutierung von 6.000 bis 7.000 Personen. beteiligt gewesen sein.
Der Sprecher fügte hinzu, dass es für den Kreml vorteilhaft ist, auf ausländische Söldner, wie die Kubaner, zurückzugreifen, weil wenn ein Ausländer stirbt, keine Sozialleistungen gezahlt werden müssen und man keinen Druck von Angehörigen innerhalb Russlands ausgesetzt ist.
Häufig gestellte Fragen zur Teilnahme kubanischer Söldner am Krieg in der Ukraine
Wie viele kubanische Söldner wurden von Russland für den Krieg in der Ukraine rekrutiert?
Russland hat mindestens 20.000 kubanische Staatsbürger als Söldner rekrutiert, um im Krieg gegen die Ukraine zu kämpfen, so der ukrainische Militärgeheimdienst. Diese Zahl umfasst sowohl diejenigen, die Verträge unterschrieben haben, als auch diejenigen, die gezwungen wurden, nach Ablauf ihrer ursprünglichen Verträge an der Front zu bleiben.
Was ist die Haltung der kubanischen Regierung zum Rekrutieren von Söldnern in Russland?
Der kubanische Staat hat offiziell jede Beteiligung an der Rekrutierung seiner Bürger als Söldner für den Krieg in der Ukraine bestritten. Dennoch gibt es zahlreiche Beweise und Zeugenaussagen, die das Gegenteil nahelegen, einschließlich Aussagen russischer Offizieller, die von einer inoffiziellen Zusammenarbeit in diesem Prozess berichten.
Welche Bedingungen stehen die kubanischen Söldner an der Front gegenüber?
Viele kubanische Söldner haben berichtet, dass sie mit Versprechungen über zivile Arbeitsplätze und attraktive Gehälter getäuscht wurden. Bei ihrer Ankunft werden sie ohne angemessene Vorbereitung direkt an die Front geschickt, wo sie extremen Bedingungen und einem hohen Sterberisiko ausgesetzt sind. Einige Zeugenaussagen erwähnen Misshandlungen und Täuschungen seitens der Rekrutierer.
Welche Rolle spielen die Flüge zwischen Kuba und Russland bei der Rekrutierung kubanischer Söldner?
Die Flüge zwischen Kuba und Russland waren entscheidend für die Logistik der Rekrutierung. Die Luftinfrastruktur hat den diskreten Transport kubanischer Söldner nach Russland erleichtert, mit Abflügen von Flughäfen wie Varadero und Cayo Coco. Diese Flüge fallen mit Spitzenzeiten der Rekrutierung und bilateralen Vereinbarungen zwischen beiden Ländern zusammen.
Welche Maßnahmen hat die internationale Gemeinschaft gegen die Rekrutierung kubanischer Söldner ergriffen?
Die internationale Gemeinschaft, einschließlich des Europäischen Parlaments, hat die Rekrutierung kubanischer Söldner verurteilt und gefordert, wirtschaftliche Sanktionen gegen das kubanische Regime umzusetzen wegen seiner angeblichen Komplizenschaft in dem Konflikt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die kubanische Regierung unter Druck zu setzen, damit sie den Fluss von Kämpfern nach Russland stoppt.
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