Gloria Estefan begeistert in Madrid und verteidigt den Beitrag der Einwanderer: „Alle wollen dasselbe.“

Der kubanische Star gab ein Konzert in Madrid zum Tag der Hispanität, bei dem er Musik und Botschaften zugunsten der Einwanderer kombinierte. Ihre Show umfasste ihre Tochter Emily und Lieder aus ihrem Album 'Raíces'.

Gloria Estefan und Publikum in MadridFoto © Instagram / gloriaestefan

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Die kubanisch-amerikanische Sängerin Gloria Estefan gab an diesem Sonntag ein kostenloses Konzert auf dem Plaza de Colón in Madrid, im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum Día de la Hispanidad.

Vor tausenden von Menschen ließ die Künstlerin nicht nur ihre Erfolge Revue passieren, sondern sendete auch eine klare Nachricht zugunsten der Immigranten, in einem politisch besonders sensiblen Moment in Spanien und den Vereinigten Staaten.

Estefan, 67 Jahre alt, kehrte mit einer kraftvollen Band von 16 Musikern und einer mitreißenden Show auf die europäischen Bühnen zurück, die Salsa, Latino-Pop und Botschaften der Inklusion vereinte, wie El País hervorhob.

Die Präsentation wurde von der Gemeinschaft von Madrid unter der Leitung von Isabel Díaz Ayuso (Partido Popular) gefördert, und dennoch waren einige der Botschaften, die die Künstlerin übermittelte, für die konservativeren Sektoren nicht ganz angenehm und standen in Einklang mit den Positionen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Wir wissen alle, welchen Beitrag Immigranten in der Welt leisten. Wir sind Menschen und wir alle wollen dasselbe“, sagte Estefan, bevor sie Cuba libre interpretierte, einen der emotionalsten Momente des Tages.

Sie erinnerte sich auch daran, dass ihr Ehemann, der Produzent Emilio Estefan, in Spanien Zuflucht fand, bevor er sich in Miami niederließ, was eine Anspielung auf ihre eigene Geschichte als kubanische Flüchtling ist.

Die Sängerin hat sich bereits in der Vergangenheit in Bezug auf die Einwanderungspolitik der Vereinigten Staaten unter der Trump-Administration kritisch geäußert, ohne den Präsidenten namentlich zu nennen. Diesmal schienen ihre Worte eher an ein breites Publikum gerichtet zu sein als an eine konkrete Person, obwohl politische Interpretationen nicht ausblieben.

Während des Konzerts hatte auch seine Tochter, Emily Estefan, eine tragende Rolle, die ein Medley zu Ehren ikonischer Frauen der Musik interpretierte und offen über ihre sexuelle Orientierung sprach. “Ich stehe auf Frauen”, bekräftigte sie und unterstrich damit den vielfältigen und inklusiven Charakter der Veranstaltung.

Gloria Estefan nutzte das Event, um Lieder aus ihrem neuen Album 'Raíces' vorzustellen, in dem sie ihren lateinamerikanischen Wurzeln huldigt. Das Publikum, das viele lateinamerikanische Flaggen enthielt, feierte insbesondere Mi tierra, einen ihrer charakteristischsten Klassiker.

Die kubanische Sängerin schloss das Konzert mit Dankesworten „an diese spanische Sprache, die uns verbindet“ und einer Erinnerung an ihre asturianischen Wurzeln von ihrem Großvater.

Mit ihrem lebhaften Auftritt bekräftigte Gloria Estefan nicht nur ihre musikalische Relevanz, sondern auch ihr Engagement für die Anliegen, die ihren Werdegang geprägt haben: Migration, Familie und den Respekt vor Vielfalt.

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