Die Verzweiflung über den Mangel an Medikamenten in Kuba treibt die Bürger weiterhin dazu, nach natürlichen Heilmitteln zu suchen, um Krankheiten zu bekämpfen.
Ein Video, das vom Aktivisten Ariel Góngora, dem Bruder der politischen Gefangenen Lisandra Góngora, verbreitet wurde, zeigt zwei kubanische Frauen, die behaupten, ein Virus mit Hilfe von Aufgüssen aus Kirschblättern überwunden zu haben, da ihnen der Zugang zu einer besseren medizinischen Behandlung verwehrt war.
In den Bildern zeigt der Beschwerdeführer auch die ungesunde Situation im Viertel, wo Wasserabflüsse und überflutete Straßen ein Umfeld schaffen, das das Wachstum von Mücken und anderen Krankheiten begünstigt.
„Die Ärzte verlassen die Krankenhäuser, weil sie sich für die Patienten schämen, da sie keine Mittel haben, um die Krankheiten zu behandeln“, klagte der Autor des Videos und spiegelte die tiefe Krise des kubanischen Gesundheitssystems wider.
Die Kirschblätter besitzen anerkannte antioxidative, entzündungshemmende, harntreibende und immunstärkende Eigenschaften. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalzium, Kalium und Kupfer, sowie an natürlichen Verbindungen wie Flavonoiden und Tanninen, die traditionell zur Linderung von Schmerzen, Entzündungen und Harnweg Beschwerden eingesetzt werden.
Dennoch sind diese natürlichen Alternativen nicht mit der Wirkung eines Arzneimittels vergleichbar. Ihr Gebrauch verdeutlicht die erhebliche Medikamentenknappheit in Kuba, eine Krise, die sich während der COVID-19-Pandemie verschärfte und weiterhin Millionen von Familien auf der Insel betrifft.
Archiviert unter:
