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Der amerikanische Meteorologe Noah Bergren, Chef der nächtlichen Wettervorhersagen bei FOX 35 Orlando, hat eine alarmierende Warnung zum Einfluss des Hurrikans Melissa ausgegeben, der mit voller Kraft auf Jamaika zusteuert und der der erste Kategorie-5-Zyklon sein könnte, der die Insel trifft.
„Meine größte Angst wird Wirklichkeit. Dies wird ein historischer und tödlicher Hurrikan für Jamaika sein. Eine der schlimmsten Naturkatastrophen der letzten Zeit“, schrieb Bergren in seinem X-Account, wo er tausende von Followern für seine präzisen Wetteranalysen hat.
Der Experte, Absolvent der Universität Penn State und mit Erfahrung in Paducah (Kentucky), warnte, dass "Melissa am Montag die mathematische Intensitätsgrenze herausfordern wird."
Der Hurrikan könnte anhaltende Winde von über 170 Meilen pro Stunde (mehr als 270 km/h) erreichen, mit Bögen, die 200 mph (320 km/h) übersteigen. Er zeigt bereits ein perfekt definiertes Auge in den Satellitenbildern, ein eindeutiges Zeichen für extreme Verstärkung.
„Es wird der erste Hurrikan der Kategorie 5 in der Geschichte sein, der Jamaika trifft. Das Einzige, was seine Intensität limitiert, ist er selbst“, sagte er.
Bergren erinnerte daran, dass der Rekord für die höchste anhaltende Windgeschwindigkeit im Atlantik dem Hurrikan Allen (1980) gehört, mit 190 Meilen pro Stunde. Er warnte jedoch, dass Melissa diesen historischen Rekord herausfordern könnte.
Der Spezialist betonte die menschlichen Auswirkungen des Phänomens: „Es gibt echte Menschen auf der anderen Seite davon. Es geht nicht nur um Meteorologie. Die Leben, die Geschäfte, die Schulen... alles wird schwer betroffen sein. Jamaika wird nach diesem Ereignis jede denkbare humanitäre Hilfe benötigen.“
Die jamaikanischen Behörden haben Evakuierungswarnungen für Küstengebiete ausgegeben, während sich die Bevölkerung auf das vorbereitet, was Experten als potenziell katastrophalen Sturm beschreiben.
Sobald Melissa Jamaika passiert hat, wird erwartet, dass sie sich reorganisiert und ihren Vorstoß mit Nachdruck in Richtung Kuba fortsetzt. Die östlichen Provinzen befinden sich in cyclonischer Alarmbereitschaft. Die Behörden haben begonnen, die in Küsten- und flussnahen Gebieten lebenden Personen zu evakuieren.
Die Überschwemmungen und Erdrutsche wurden bereits seit Freitag nach den ersten Regenfällen gemeldet. Die größte Sorge gilt nicht nur der Stabilität der Gebäude, sondern auch dem Mangel an Nahrungsmitteln und der geringen Informationslage vieler Menschen über dieses Wetterphänomen, da die ständigen Stromausfälle im Land sie von der Kommunikation abhalten.
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