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Die Botschaft der Vereinigten Staaten in Havanna gab am vergangenen Wochenende eine dringende Mitteilung heraus, in der sie ihre Bürger vor den unmittelbaren Gefahren warnt, die mit dem Durchzug des Hurrikans Melissa über den Osten Kubas verbunden sind.
Die Warnung hebt die Schwere des meteorologischen Phänomens hervor und empfiehlt, umgehend Entscheidungen zur Evakuierung oder zur Vorbereitung auf eine Zuflucht zu treffen.
Ein mächtiger Hurrikan auf dem Weg in den Osten Kubas
Laut dem Nationalen Hurrikan-Zentrum (NHC) wurde das System am Samstag, den 25. Oktober, offiziell als Hurrikan eingestuft und am Sonntag, den 26. Oktober 2025, auf die Kategorie „wichtiger Hurrikan“ angehoben. Aktuell befindet sich Melissa südlich von Jamaika, aber es wird erwartet, dass sie zwischen Dienstag und Mittwoch den Osten Kubas überquert.
Die Botschaft warnt, dass „selbst vor der Ankunft des Hurrikans ein zunehmendes Risiko für einen signifikanten Sturm, schädliche Winde und starke Regenfälle besteht“, was eine erhebliche Gefahr für die östlichen Provinzen des Landes darstellt.
Die kubanischen Behörden haben Hurricane-Warnungen und -Hinweise für Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo und Holguín herausgegeben.
Erhöhte Risiken aufgrund struktureller Verwundbarkeit
Neben der zerstörerischen Kraft des Hurrikans selbst weist die US-Diplomatische Legation auf den Verfall der Infrastruktur in der Region hin, der die Notfallreaktion erschwert.
„Der Verfall der Infrastruktur in diesen Provinzen, einschließlich eines bereits fragilen Stromnetzes und einer begrenzten Fähigkeit zur Bereitstellung grundlegender Güter und Dienstleistungen, könnte die rasche Reaktion im Gesundheits- und Notfallwesen weiter behindern“, heißt es in der Mitteilung.
Die Situation ist besonders kritisch, wenn man das Risiko von plötzlichen Überschwemmungen und Erdrutschen berücksichtigt, die in schwer zugänglichen Gebieten oder bei kollabierten Entwässerungssystemen tödlich werden könnten.
Dringende Empfehlung: Evakuieren, wenn möglich
Die Botschaft hat einen direkten Aufruf an die US-Bürger in Kuba gerichtet: „Dies ist ein gefährlicher Sturm. US-Bürger, die potenziell im Weg des Hurrikans stehen, sollten entscheiden, ob sie jetzt ausreisen wollen, solange Flüge verfügbar sind, oder sich darauf vorbereiten, sich an einem sicheren Ort aufzuhalten.“
Die Empfehlung umfasst, „die unzureichende Gesundheitsversorgung und Notfallinfrastruktur in der Region bei den Vorbereitungen zu berücksichtigen“.
Angesichts möglicher Flugunterbrechungen werden die Reisenden aufgefordert, den Status ihrer Reisepläne direkt bei den Airlines zu überprüfen, da zu erwarten ist, dass es zu erheblichen Stornierungen oder Verspätungen im Luftverkehr kommt.
Empfohlene Maßnahmen der Botschaft
Die US-Botschaft hat eine Liste mit sofortigen Maßnahmen für ihre Bürger veröffentlicht:
-Befolgen Sie die Anweisungen der örtlichen Zivilschutzbehörden und verfolgen Sie die lokalen Medien.
Bereiten Sie sich darauf vor, Schutz zu suchen, wenn eine sichere Evakuierung nicht möglich ist.
-Überprüfen Sie bei den Fluggesellschaften den Status der Flüge, da diese betroffen sein könnten.
- Den Kontakt zu Familienmitgliedern und Freunden über Telefon, Textnachrichten oder soziale Netzwerke aufrechterhalten.
-Bei Notfällen den diensthabenden Beamten der Botschaft unter +(53) (7) 839-4100 anrufen.
Darüber hinaus wird daran erinnert, dass es wichtig ist, sich über vertrauenswürdige Quellen zu informieren, einschließlich des eigenen Nationalen Hurrikanzentrums der USA.
Obwohl die Wetterprognosen den Osten Kubas als das Hauptbetroffenengebiet anzeigen, betont die Mitteilung, dass „der Kurs eines Hurrikans sich schnell ändern kann“, weshalb es unerlässlich ist, seine Entwicklung genau zu verfolgen und frühzeitig Entscheidungen zu treffen.
Die Botschaft der Vereinigten Staaten wird weiterhin konsularische Notfalldienste anbieten und ihre Telefonlinie aktiv halten, um während dieser Krise ihren Staatsangehörigen zur Verfügung zu stehen.
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