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Der Wechsel der Uhrzeit in Kuba hat erneut den Alltag der Kubaner beeinflusst, dieses Mal in den Geschäften von Santa Clara, wo der kommunale Sender Estereocentro mitteilte, dass die staatlichen Einrichtungen ihre Öffnungszeiten nach Inkrafttreten der Winterzeit am 2. November anpassen werden.
Die Maßnahme, die die Regierung als Teil des Plans zur „Energieeinsparung“ und zur „besseren Nutzung des natürlichen Lichts“ präsentiert, hat bei den Anwohnern der Stadt mehr Verärgerung als Verständnis ausgelöst. Viele betrachten die Anpassung lediglich als ein neues Pflaster, um die Energiekrise, die das Land seit Jahren plagt, zu kaschieren.
Die Behörden bestehen darauf, dass das Zurückstellen der Uhren um eine Stunde die Stromausfälle lindern wird, doch die Bevölkerung glaubt diesen Aussagen nicht mehr. „Wir haben keine Zeit, um alles zu kaufen, was in den Laden kommt“, bemerkte ironisch eine Nachbarin aus Santa Clara in der Veröffentlichung des Senders, während eine andere im selben Ton fragte: „Und warum die Bäckereipunkte nicht, wenn es doch dasselbe wie ein Lebensmittelgeschäft ist? Oder sind wir etwa nicht gleich?“
Andere Nutzer nutzten die Gelegenheit, um ihren Frust über ein System auszudrücken, das sie als ohne echte Lösungen empfinden. „Im Grunde sollten sie sie schließen und je eine pro Gegend belassen. Da sparen sie sicher Tausende von CUP an Gehältern und lösen das Wohnungsproblem“, schrieb eine Nutzerin. Eine andere war deutlicher: „Es ist egal, ob in den Läden nichts da ist.“
Mitten in der generalisierten Unruhe über die Stromausfälle und die Knappheit scheint die Maßnahme für viele eine Erinnerung daran zu sein, dass der Kubaner sein Leben erneut an das Maß des Defizits anpasst. Oder wie eine Internautin mit Sarkasmus zusammenfasste: „Mit zwei Stunden haben sie genug, wenn es sich um dekorative Objekte in den Vierteln handelt.“
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