Die Kubanerin Yenney Caballero meldete über Facebook einen Mann, der angeblich versucht, Passanten mit einer immer häufiger vorkommenden Masche in Kuba zu betrügen: dem Betrug mit falschen Ringen.
„Achtung! Ich habe diesen Täter gerade in El Cotorro gesehen. Er gehört zu den Betrügern, die gefälschte Ringe tragen und sie auf den Boden fallen lassen, um die Menschen zu täuschen und ihnen ihren Schmuck zu stehlen. Er beobachtet, wer eine Kette, Ringe oder etwas Wertvolles bei sich hat. Viel Vorsicht, bitte“, schrieb Caballero.
Laut ihrem Bericht ereignete sich der Vorfall in der Centralstraße, eine Straße nach der Kirche der Gemeinde, wo der mutmaßliche Betrüger zusammen mit einer anderen Person handelte. „Das machen sie immer zu zweit“, kommentierte die Anzeigenerstatterin auf Facebook.
Im geteilten Video ist zu sehen, wie der Mann sein Gesicht verdeckt und den Ort verlässt, nachdem er bemerkt hat, dass er gefilmt wurde. Der Beitrag ging schnell viral und löste zahlreiche Kommentare von Nachbarn aus, die bestätigen, ähnliche Situationen in anderen Stadtteilen der Hauptstadt miterlebt zu haben.
Einer der auffälligsten Kommentare berichtete von einem weiteren Betrugsversuch mit einer ähnlichen Geschichte. Alles beginnt mit dem angeblichen Fund von sechs goldenen Ringen und einem maschinenschriftlichen Hinweis, der verlangte, diese an „einen Italiener“ zu übergeben, der mehr als 700 Dollar oder Euro für jeden einzelnen zahlen sollte.
Laut dem Zeugenaussage boten die Beteiligten einen Teil des „Beuteguts“ als Geschenk an, um Vertrauen zu gewinnen, während sie nach einem Juwelier suchten, um die Stücke zu verkaufen. „Sie sind geflohen, heute kann man nicht einmal dem eigenen Schatten trauen“, warnte die Internautin.
Diese Betrugsmaschen mit falschen Ringen oder Schmuck haben in verschiedenen Regionen des Landes zugenommen, insbesondere in den Gemeinden von Havanna, wo die Täter die wirtschaftliche Krise und die Knappheit ausnutzen, um vertrauensvolle oder ältere Menschen zu täuschen.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich die Behörden nicht zu diesem Fall geäußert, aber die Bewohner von El Cotorro fordern eine stärkere Polizeipräsenz und mehr Überwachung auf den Straßen, um zu verhindern, dass solche Betrüge weiterhin passieren.
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