Tropische Regenfälle treffen Bayamo mit Donnergrollen, Stromausfällen und Wassermangel

Die sintflutartigen Regenfälle in Bayamo bieten eine Erleichterung angesichts des Wassermangels, trotz der Überschwemmungen, die Melissa hinterlassen hat. Die Situation löst Kritiken wegen der Stromausfälle und des Mangels an angemessener Infrastruktur aus.

Referenzbild erstellt mit KIFoto © CiberCuba

Ein tropischer Regen begleitet von Gewittern überraschte am Sonntag die Bewohner von Bayamo in der Provinz Granma. Diese Regenfälle treten nach den schweren Überschwemmungen auf, die die Region durch den Durchzug des Hurrikans Melissa erlitten hat.

CMKX Radio Bayamo teilte auf ihrer Facebook-Seite ein Video des Phänomens. Die Bilder zeigen starke Blitzentladungen und einen Nachthimmel, der aufgrund eines Stromausfalls in der Gegend vollkommen dunkel ist.

Aunque man könnte denken, dass die Bayameser nichts mit Regen zu tun haben wollen, ist es in Wahrheit so, dass sie den Himmel aufreißen sahen und den strömenden Regen als einen Segen inmitten der langen Wassermangel dankten.

„Das Einzige Positive ist, dass wir Wasser zum Baden bekommen haben“, kommentierte eine Nachbarin in dem Beitrag und spiegelte damit das allgemeine Gefühl von Erleichterung und Resignation angesichts der Wasserkrise wider.

Viele Internetnutzer waren sich einig, dass der Regen ein “Akt göttlicher Barmherzigkeit” war, da das gesammelte Wasser ihnen helfen wird, einige Tage länger zu überleben. “Das war ein Segen Gottes, der das Volk von Bayamo sah, wie es an Wassermangel starb”, äußerte eine andere Einwohnerin.

Es fehlten nicht die Kritik am örtlichen Regierungs und am System des Acueducto de Granma. „Gott sei Dank, dass sie Wasser haben, denn die Regierung ist umsonst, weder Aquädukt noch Wasserwagen“, schrieb ein empörter Nutzer.

Otros erinnerten daran, dass “ohne Strom gibt es keine Pumpen”, was viele Stadtteile trotz voller Stauseen nach dem Durchzug des Hurrikans Melissa ohne Service hält.

Neben dem starken Regen wurden auch Stromausfälle und kräftige Winde gemeldet. „Starker Regen mit Winden und Gewittern in Bayamo heute Nachmittag und Abend, dazu der gewohnte Stromausfall, der nicht fehlen darf“, kommentierte eine Anwohnerin.

Die Paradoxie bleibt schmerzhaft. Den Granmenses mangelt es an Wasser in den Haushalten, obwohl es in den Stauseen im Überfluss vorhanden ist. In der Zwischenzeit blicken sie weiterhin zum Himmel als ihre einzige Hoffnung.

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