Die kubanische Musik hinterließ erneut ihren Eindruck bei den Latin Grammy 2025, die am Donnerstagabend im MGM Grand Garden Arena in Las Vegas stattfanden, wo Gloria Estefan, der kubanisch-venezolanische César Orozco und Chucho Valdés zusammen mit dem Royal Quartet die einzigen Künstler der Insel waren, die einen goldenen Grammophon erhielten.
Die kubanoamerikanische Diva gewann den Preis für das beste traditionelle Tropalbum für ihr Album Raíces und setzte sich damit gegen ihre Landsleute Malena Burke und Meme Solís (Malena Burke canta a Meme Solís, Vol. 1) sowie gegen die Orquesta Failde (Caminando piango piango) durch.
Mit dieser neuen Auszeichnung erreicht Estefan ihren vierten Latin Grammy, der sich zu den acht Grammys gesellt, die sie im Laufe ihrer erfolgreichen internationalen Karriere gewonnen hat.
Chucho Valdés und die Musiker des Royal Quartet erhielten den Preis für das beste lateinamerikanische Jazzalbum/Jazz für Cuba and Beyond, ein Werk, das sich die Auszeichnung mit Live in NYC des Hamilton de Holanda Trio teilte.
Der kubanisch-venezolanische César Orozco hingegen erhielt den Preis in der Kategorie Beste Arrangements für Camaleón.
In der Kategorie traten auch Paquito D’Rivera & Madrid-New York Connection Band (La Fleur de Cayenne) und Iván “Melón” Lewis Trio (Luces y sombras) an.
Der legendäre Pianist hat seit 1979 bereits 14 Grammys bei angloamerikanischen und lateinamerikanischen Ausgaben gewonnen und sich damit als eine der am meisten ausgezeichneten Persönlichkeiten der kubanischen Musik etabliert.
Trotz der herausragenden Teilnahme von rund zwanzig kubanischen und kubanoamerikanischen Künstlern und Produzenten, die in zehn Kategorien nominiert waren, gelang es nur Estefan und Valdés, die Bühne zu betreten.
Unter den nominierten, die keinen Preis erhielten, fanden sich gewichtige Namen wie Paquito D’Rivera, Alain Pérez, das Orchester Failde und die junge Camila Guevara, Enkelin von Pablo Milanés und Ernesto Che Guevara, sowie Rita Rosa, die in der Kategorie Bestes Kinderalbum mit Jirafas antrat.
Die großen Gewinner des Abends waren der Puerto-Ricaner Bad Bunny und das argentinische Duo Ca7riel & Paco Amoroso, die jeweils fünf Auszeichnungen erhielten, gefolgt vom mexikanisch-amerikanischen Produzenten und Komponisten Édgar Barrera sowie der brasilianischen Sängerin Liniker, die beide drei Preise gewonnen haben.
Mitten in einer Gala, die von Vielfalt geprägt war und den Wurzeln Lateinamerikas gewidmet war, schlossen Gloria Estefan, Chucho Valdés und der kubanisch-venezolanische César Orozco den Abend als die einzigen Kubaner ab, die einen Latin Grammy erhielten, und bekräftigten damit das Gewicht und die Qualität der Musik der Insel auf den internationalen Bühnen.
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