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Ein von Großbritannien und der Europäischen Union sanktionierter russischer Öltanker unterbrach abrupt seine Route nach Venezuela, nachdem ein US-Kriegsschiff sich auf seinem Kurs im Karibischen Meer befand.
Der Tanker, identifiziert als Seahorse, transportierte Benzin, ein unverzichtbares Lösungsmittel, damit die venezolanische Ölindustrie ihr extrabreites Rohöl verarbeiten und exportieren kann.
Laut der maritimen Überwachung, die von Bloomberg zitiert wird, ereignete sich der Vorfall am 13. November, als der Seahorse sich den venezolanischen Küsten näherte und der amerikanische Zerstörer USS Stockdale sich vor seiner Route positionierte.
Das Frachtschiff machte einen U-Turn und segelte Richtung Kuba. Anschließend versuchte es zweimal, sich Venezuela zu nähern, musste jedoch erneut zurückweichen und blieb im Karibikraum ohne festes Ziel liegen.
Schließlich kehrte er zum Hafen von Matanzas zurück, wo er zuvor einen Zwischenstopp eingelegt hatte, und setzte mit unbekanntem Ziel wieder die Segel.
Sanktionen, Knappheit und Abhängigkeit von Moskau
Die Seahorse ist eines der vier russischen Schiffe, die Venezuela mit Nafta versorgen.
Dieses Lösungsmittel ist entscheidend für die Mischung mit dem schweren, schwefelhaltigen venezolanischen Rohöl, das ohne dieses Produkt nicht transportiert oder exportiert werden kann.
Obwohl Venezuela über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt verfügt, leidet es unter einer akuten Kraftstoffkrise und Benzinmangel, was Caracas dazu zwingt, Unterstützung bei mächtigen Verbündeten wie Iran und Russland zu suchen.
Während der Biden-Regierung tätigte das US-Ölunternehmen Chevron einige Lieferungen von Naphtha über Sonderlizenzen, aber dieser Weg wurde nach dem Einzug von Donald Trump ins Weiße Haus und seiner Politik des „maximalen Drucks“ gegen Nicolás Maduro geschlossen.
Deshalb hat sich die venezolanische Abhängigkeit von Russland verstärkt.
El Seahorse gehört laut Berichten zur sogenannten "Schattenflotte": Schiffe, die von Russland beauftragt wurden und clandestin operieren, um den von Westen seit der Invasion der Ukraine auferlegten Sanktionen zu entgehen.
Militärische Operation und internationaler Druck
Die USS Stockdale kam Ende September in der Karibik an, begleitet von mehr als einem Dutzend Militärschiffen, als Teil des antinarkotischen Einsatzes, der von der Regierung der Vereinigten Staaten angekündigt wurde.
Obwohl das Pentagon behauptet, dass das offizielle Ziel die Bekämpfung des Drogenhandels und die Blockierung von Hydrocarbon-Entladungen in der Region sei, wirft der Einsatz Fragen auf, ob Washington wirklich die energetische Unterstützung Moskaus für Caracas einschränken möchte, um letztendlich einen politischen Wandel in Venezuela herbeizuführen.
Offizielle Stille und zunehmende Spannungen in der Karibik
Keine der beteiligten Regierungen hat sich offiziell zu dem Vorfall der Marblockedung geäußert.
Im Moment deutet die sofortige Wendung des russischen Tankers darauf hin, dass die Anwesenheit des amerikanischen Zerstörers ausreichte, um die Ladung zu stoppen.
Mit dem jetzt immobilisierten Tanker und der zunehmenden Benzinnot verschärft sich der energetische Streit, was die militärischen Kräfte in der Region verstärkt und die geopolitische Spannung rund um Venezuela und seine Verbündeten vertieft.
Die verbleibende Frage ist, ob die Blockade des Seahorse ein Einzelfall ist oder der Beginn einer Eskalation, die darauf abzielt, die russischen Lieferungen an das südamerikanische Land zu unterbrechen.
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