Sandro Castro erklärt, wie es mit seinem Vorschlag zur Bewältigung von elTOQUE vorangeht



Der Enkel von Fidel Castro hat angedeutet, sein Projekt gegen el TOQUE voranzutreiben.

Logo von Vampicash CUP (i) und Sandro Castro (d)Foto © Collage Captura de Instagram/Sandrox

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Sandro Castro hat in den letzten Stunden erneut Spannung in den sozialen Netzwerken erzeugt, nachdem er eine Fragen-und-Antworten-Runde in seinen Instagram-Stories veranstaltet hat.

Der umstrittene Enkel von Fidel Castro eröffnete eine Runde mit dem Satz „Stell mir eine Frage“ und erhielt eine Nachricht, die fragte, wann die versprochene Plattform umgesetzt wird, die mit dem unabhängigen Medium elTOQUE bei der Einführung eines alternativen Wechselkurses für Währungen konkurrieren würde.

Auf diese Frage antwortete Sandro Castro mit einem Text in Großbuchstaben, in dem er versicherte, dass das Projekt bereits digital existiert, jedoch noch offizielle Unterstützung benötigt, um zu funktionieren.

En seiner Antwort schrieb er wörtlich: „Sie ist bereits digital erstellt, ich benötige nur die Genehmigung der Regierung, damit sie rechtlichen Status erhält und etwas Solides, Transparentes und Vertrauenswürdiges ist, nicht wie die Unverschämtheit des Lockdowns.“

Die Antwort, die zudem direkt auf elTOQUE mit einem herablassenden Ton anspielt, ließ erahnen, dass das angebliche Unternehmen - dem der Name „Vampicash Cup“ zugeordnet wird und das sogar bereits ein Logo haben soll - nicht bereit sein würde, öffentlich zu funktionieren, bis eine Genehmigung der Regierung vorliegt.

Quelle: Screenshot von Instagram/Sandro Castro

Ein anhaltender Angriff gegen elTOQUE

Die recente Klarstellung von Sandro Castro zu seinem digitalen Vorschlag kommt nach Wochen direkter Konfrontation mit dem Medium elTOQUE, das er wiederholt beschuldigt hat, den informellen Devisenmarkt in Kuba zu manipulieren.

Anfang November erklärte Sandro in den sozialen Medien, dass elTOQUE „an einem einzigen Tag 128 Millionen Dollar gewonnen hat“ nach dem Anstieg des Dollars und stellte sicher, dass das Medium koordiniert mit Straßenkäufern und Plattformen wie Revolico agiert, um die Wechselkurse künstlich zu beeinflussen.

„Sie haben eine Gruppe von Journalisten und Käufern, die mit Koffern voller kubanischer Pesos auf die Straßen gehen“, sagte er und beschuldigte zudem das Medium, parallele Kurse festzulegen, die Panik unter den Kubanern auslösen.

Ese mismo Tag, kündigte seinen Plan an, Eigentümer von Mipymes in Kuba zu organisieren, um einen alternativen "Referenzsatz" festzulegen.

Er schlug vor, WhatsApp-Gruppen zu nutzen, um Entscheidungen zu koordinieren und den Wert des Dollars auf etwa 400 CUP festzulegen, in Übereinstimmung – so seine Aussage – mit dem Kurs, den die Zentralbank von Kuba in Hotels anwendet.

Dennoch vermied er in einem späteren öffentlichen Auftritt am 17. November, dieses Projekt zu erwähnen.

In seinem satirischen Raum „Notisandro“ ironisierte er über die Krise des Landes mit Verweisen auf die Stromausfälle, den Mangel an Devisen und den Prozess des Reggaeton-Künstlers Chocolate MC, schwieg jedoch über die versprochene Plattform.

Dieses „Vergessen“ fiel mit Leaks zusammen, die darauf hindeuteten, dass es die Zentralbank selbst sein würde, die einen neuen offiziellen Wechselkurs einführen würde.

In einem weiteren Interview, das am 19. November ausgestrahlt wurde, griff Sandro elTOQUE erneut an und beschuldigte ihn des “finanziellen Terrorismus”,

Er bezog sich auch auf die Journalisten des Mediums als „eine dunkle Elite“ und deutete an, dass ihre öffentlichen Antworten auf die Kritiken ausweichend oder unvollständig seien.

Was ist die „Vampicash Cup“ und was plant Sandro?

Bislang sind die technischen Details der angeblichen Plattform namens „Vampicash Cup“ unbekannt.

Es gibt keine öffentlichen Beweise für ihre funktionale Existenz über das hinaus, was Sandro Castro geäußert hat. Er selbst gibt zu, dass das System bereits „digital erstellt“ ist, aber eine staatliche Validierung benötigt, um „rechtmäßig, solide und transparent“ zu funktionieren.

Sein Versprechen, einen alternativen Wechselkurs zu schaffen, der mit den Interessen des kubanischen Privatsektors, insbesondere mit den MIPYMEs und Unternehmern, in Einklang steht, ist Teil einer Rhetorik, die ihn als Vermittler zwischen informellen Wirtschaftsakteuren und dem offiziellen System positionieren will.

Sin embargo, seine Aufrufe zur Zensur von elTOQUE und zur Förderung der Blockade ihrer Website – sogar mit der Andeutung der Intervention von Hackergruppen – haben Kritik wegen Anstiftung zu Belästigung ausgelöst.

Eine Auseinandersetzung mit politischem und wirtschaftlichem Hintergrund

Die Kreuzfahrt von Sandro Castro gegen elTOQUE findet nicht im leeren Raum statt.

Das Medium mit Sitz außerhalb Kubas ist zur täglichen Referenz für die Verfolgung der Wechselkurse des Dollars, des Euros und des MLC im kubanischen informellen Markt geworden, wobei eine Methodik auf Grundlage von Bürgerberichten verwendet wird.

Diese Funktion, obwohl informativ, wurde von offiziellen Kreisen als direkte Bedrohung für die staatliche Kontrolle über die Wirtschaft interpretiert und hat eine Medienoffensive ausgelöst, die Desinformation, Rufschädigung und persönliche Angriffe kombiniert.

Die Staatsicherheit hat sogar mögliche rechtliche Schritte gegen das Team von elTOQUE angedeutet, dem sie Steuerhinterziehung und Währungsmanipulation vorwirft.

In diesem Kontext scheinen die Interventionen von Sandro Castro als Verstärker der offiziellen Narrative zu fungieren, obwohl sie in einem informellen und provokativen Ton verpackt sind, der mit bestimmten Sektoren des kubanischen digitalen Publikums in Verbindung steht.

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