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Cuba ist weiterhin in einer tiefen Energiekrise gefangen, mit Stromausfällen, die sich während der 24 Stunden des Donnerstags, dem 27. November, ausdehnten, so der neueste Bericht der Unión Eléctrica (UNE).
Der Erzeugungskapazitätsdefizit erreichte am Vortag um 19:00 Uhr 1.850 Megawatt (MW), eine Zahl, die die schwere Instabilität des Nationalen Elektrizitätssystems (SEN) widerspiegelt.
Um 6:00 Uhr am Freitag war die Gesamtverfügbarkeit des SEN nur 1.560 MW, bei einer Nachfrage von 2.450 MW, was bedeutet, dass 980 MW der Verbraucher ohne Strom sind. Für die Spitzenverbrauchszeiten rechnet die UNE mit einem Ausfall von 1.610 MW, was bestätigt, dass die Stromausfälle im Laufe des Tages anhalten werden.
Störungen und Wartung
Zu den Hauptursachen der Krise gehören:
- Störung in der Einheit 2 des thermischen Kraftwerks (CTE) Felton, eines der wichtigsten des Landes.
- Geplante Wartung in den CTE Mariel (Einheit 5), Santa Cruz (Einheit 2) und Carlos Manuel de Céspedes (Einheit 4) in Cienfuegos.
- Zusätzliche Einschränkungen bei der thermischen Erzeugung, mit 526 MW außer Betrieb.
Die Knappheit an Kraftstoffen und Schmierstoffen verschärft weiterhin die Situation. Laut dem Bericht sind 96 verteilte Erzeugungsanlagen stillgelegt, was 868 MW weniger bedeutet, zusätzlich zu weiteren 63 MW, die aufgrund von Schmierstoffen nicht verfügbar sind. Insgesamt sind 931 MW von diesem Umstand betroffen.
Obwohl die 33 neuen Photovoltaik-Solarparks am Donnerstag 2.847 MWh produzierten, mit einer maximalen Leistung von 507 MW, bleibt ihr Beitrag weiterhin unzureichend, um das allgemeine Defizit des Systems auszugleichen.
Verlängerte Stromausfälle in Havanna
Die bestätigte, dass die Hauptstadt ebenfalls unter längeren Ausfällen litt. Der Dienst wurde für 14 Stunden und 25 Minuten unterbrochen, mit einer maximalen Beeinträchtigung von 290 MW um 18:30 Uhr am Donnerstag.
Die Elektrizität wurde am Freitag um 2:50 Uhr teilweise wiederhergestellt, doch das Unternehmen räumte ein, dass der geplante Zeitrahmen nicht eingehalten werden konnte und dass in den frühen Morgenstunden erneut ein Defizit verzeichnet wurde.
Trotz der offiziellen Ankündigungen über die Errichtung neuer Solarparks und den schrittweisen Eintritt von thermischen Einheiten in die Wartung bleibt die Situation des SEN kritisch.
Die nationale Erzeugung liegt weiterhin weit unter der Nachfrage, und der Mangel an Treibstoff, zusammen mit den häufigen Ausfällen, hält die kubanische Bevölkerung zwischen Dunkelheit und Verzweiflung.
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