Die kubanische Sängerin Melanie Santiler: „Ich hatte Probleme, weil ich gesungen habe, dass man in Kuba Hunger leidet.“



Melanie Santiler, bekannt als La Mami Fina, stellt sich der Zensur in Kuba mit ihrem Titel "Buen provecho". Ihre Musik spiegelt die kubanische Realität mit Humor wider, und ihre Authentizität hat ihr zahlreiche Anhänger eingebracht.

Melanie SantilerFoto © Instagram / Melanie Santiler

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Mit nur 24 Jahren ist Melanie Santiler zu einer der frischesten und authentischsten Stimmen der kubanischen Musik geworden. Die junge Künstlerin, bekannt als La Mami Fina, begeistert nicht nur durch ihr Talent, sondern auch durch ihre direkte Art, die Dinge zu sagen. In einem Interview für den Podcast El show de La Familia Cubana sprach sie offen über die Kontroversen, die eines ihrer Lieder ausgelöst hat: „In Kuba leidet man Hunger, deshalb habe ich deinen Freund gegessen.“

„Ich hatte viele Probleme, aber ich habe nicht aufgehört, das Lied zu singen“, erzählte sie lachend und stellte klar, dass sie sich nicht zensieren will. „An dem Tag, an dem man mir sagt, dass ich zu einer Veranstaltung nicht gehen kann, weil ich es nicht singe, gehe ich einfach nicht.“ Und obwohl einige versucht haben, sie zu überzeugen, diesen Teil des Liedes „Buen provecho“ auszulassen, versichert Melanie, dass sie es nicht kann: Sogar verlangten sie, dass sie die Phrase weglässt, aber sie ist sich sicher: „Wenn ich es nicht singe, gehe ich nicht.“

Fernab von Skandalen betont die Sängerin, dass ihre Musik die Realität mit einem Hauch von Humor und Befreiung widerspiegelt. „Warum reden wir so über uns? Wenn die andere etwas Schönes hat, muss man sie gleich kritisieren. Frauen sind verrückt“, sagte sie lachend und bezog sich dabei auf die Rivalität, die manchmal zwischen Frauen besteht. Ihre Ehrlichkeit und ihr ansteckendes Lachen haben sie zu einer beliebten und sehr gefolgten Künstlerin in den sozialen Medien gemacht.

Unter seinen beliebtesten Themen befindet sich auch "Todo se supera", eine Zusammenarbeit mit dem Reggaeton-Künstler Velito El Bufón, die viele Fans fälschlicherweise für eine Liebesgeschichte hielten. "Wir haben Chemie, ja, aber freundschaftliche. Wir verstehen uns super und machen immer Witze", stellte Melanie klar und zeigte ihre spontane Seite.

In nur wenigen Jahren hat die Habanera von Coverversionen in sozialen Medien zu Featured-Beiträgen in Zeitschriften wie Rolling Stone und Billboard gewechselt, die sie zu den neuen Hoffnungen der Karibik zählen.

Die Sängerin spricht ab Minute 41 über das Thema Zensur

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Izabela Pecherska

Redakteurin bei CiberCuba. Absolventin des Journalismusstudiums an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid, Spanien. Redakteurin bei El Mundo und PlayGround.