Wie entstand die Letra del Año in Kuba und warum bleibt sie eine lebendige Tradition?



La Letra del Año, eine Yoruba-Tradition in Kuba, bietet jährliche Vorhersagen und spirituelle Anleitung. Eingeführt von Remigio Herrera, lebt sie trotz religiöser Unterdrückung weiter und breitet sich weltweit aus.

Kubanische Yoruba-ReligiöseFoto © CiberCuba

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Die Letra del Año, eine der ältesten und respektiertesten religiösen Traditionen Kubas, hat ihre Wurzeln in der Yoruba-Kultur, die im 19. Jahrhundert mit den afrikanischen Sklaven auf die Insel kam.

Sein erster Impulsgeber war Remigio Herrera, bekannt als Obara Meyi oder Adeshina, ein Babalawo, der in Afrika geboren wurde und die ersten Zeremonien zusammen mit seinen Patenkindern organisierte. Damit legte er die Grundlagen für eine Praxis, die bis heute für tausende Gläubige den Beginn des Jahres markiert.

Die Letra del Año ist das wichtigste Ritual der Regla de Osha Ifá und besteht aus einer Vorhersage der sozialen und persönlichen Zukunft durch das Orakel von Ifá. Mehr als eine einfache Prognose wird sie als geistige Anleitung betrachtet, um Gleichgewicht, Wohlstand und Harmonie zu erreichen.

Nach dem Tod von Adeshina im Jahr 1905 fiel die Verantwortung auf herausragende Persönlichkeiten wie Tata Gaytán, Bernardo Rojas und später Dr. José Herrera, die die Tradition selbst in Zeiten religiöser Unterdrückung lebendig hielten.

Derzeit wird die Zeremonie sowohl in Kuba als auch in verschiedenen Yoruba-Gemeinschaften weltweit gefeiert, wodurch die Insel sich als einer der Hauptbewahrer dieses afrikanischen spirituellen Erbes etabliert.

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