Mit mobilisierten Studierenden und Arbeitern inszeniert das kubanische Regime seine Ablehnung der Festnahme von Maduro durch die USA.



Das kubanische Regime organisierte eine Mobilisierung in Havanna und anderen Provinzen, um Unterstützung für Maduro nach seiner Festnahme durch die USA zu zeigen, mit antiimperialistischen Reden und der Ignorierung interner Probleme des Landes.

Studierende und mobilisierte Arbeiter rufen Slogans während der offiziellen Veranstaltung auf der Antiimperialistischen Tribüne in Havanna.Foto © Periódico Guerrillero

Die Antiimperialistische Tribüne José Martí war an diesem Samstag erneut der Ort, den das kubanische Regime gewählt hat, um seine bedingungslose Unterstützung für Nicolás Maduro zu demonstrieren, in einer Veranstaltung geprägt von vorhersehbaren Parolen, Flaggen, Plakaten und einer offensichtlich vom Staat organisierten Mobilisation.

Seit zehn Uhr morgens versammelten sich Universitätsstudenten, Mitarbeiter von Ministerien, Beamte und Vertreter offizieller Organisationen auf dem emblematischen Platz in Havanna, um die Festnahme des venezolanischen Regierungschefs nach einer US-Militäroperation in Caracas zu verurteilen.

Erfassung von Facebook/Ministerium für inneren Handel von Kuba

Die von offiziellen Medien und institutionellen Profilen in sozialen Netzwerken verbreiteten Bilder zeigten Gruppen, die „repräsentativ für das Volk“ waren, sorgfältig in Szene gesetzt, und die Slogans gegen die Vereinigten Staaten sowie zur Verteidigung des Chavismus skandierten.

Die Veranstaltung, die als Ausdruck von „internationaler Solidarität“ präsentiert wurde, wiederholte das Drehbuch, das die kubanische Macht seit Jahrzehnten bei jeder regionalen Krise, die ihre politischen Verbündeten betrifft, verwendet.

Captura von Facebook/Ministerium für Hochschulbildung der Republik Kuba

Reden, die voller Hinweise auf die "imperialistische Aggression", Aufrufe zur "Verteidigung der Souveränität" und die ständige Beschwörung des antiamerikanischen Kampfes waren, dominierten den Tag.

Miguel Díaz-Canel, der wenige Stunden zuvor die Operation gegen Maduro als einen „kriminellen Angriff“ und „Staatsterrorismus“ qualifiziert hatte, schloss sich erneut dem Chavismus an, während im Land das soziale Unbehagen aufgrund von Stromausfällen, Inflation, Nahrungsmittelknappheit und einem beispiellosen Migrationsexodus wächst. Nichts davon war in der offiziellen Erzählung des Events präsent.

Captura von Facebook/Universität von Havanna

Die Mobilisierung beschränkte sich nicht nur auf Havanna. Aus Provinzen wie Granma, Santiago de Cuba und anderen Regionen des Landes haben institutionelle Seiten sowie Profile von Universitäten und Arbeitsstätten ähnliche Bilder von Versammlungen geteilt, was die Idee einer koordinierten und nicht spontanen nationalen Antwort verstärkt.

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