Der Präsident Donald Trump versicherte an diesem Samstag, dass unter seiner Führung die Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Caracas einen "Angriff wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen" durchgeführt haben, um den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores gefangen zu nehmen, mit dem Ziel, sie in den Vereinigten Staaten vor Gericht zu stellen und die Kontrolle über das Land bis zu einem geordneten Übergang zu behalten.
In einer Fernsehansprache, die von seiner Residenz in Mar-a-Lago, Florida, ausgestrahlt wurde, sprach Trump über den nächtlichen Übergriff in die venezolanische Hauptstadt, bei dem, seiner Aussage nach, die amerikanischen Truppen Maduro und Flores gefangen nehmen konnten, ohne dass ein amerikanischer Soldat oder militärisches Gerät verloren ging.
Trump stellte die Operation als einen Beweis für die angebliche Überlegenheit und Kompetenz der amerikanischen Streitkräfte dar und kontrastierte sie mit den von ihm als „peinlich“ bezeichneten vergangenen Versuchen wie denen in Afghanistan und der Ära des ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter.
Trump erklärte, dass Venezuela „lahmgelegt“ wurde, trotz der anfänglichen Widerstände und der Vorbereitung lokaler Kräfte.
Er versprach, dass die Vereinigten Staaten "die Kontrolle über Venezuela aufrechterhalten werden, bis es einen fairen und geordneten Übergang gibt", ohne Fristen oder konkrete Mechanismen zu benennen, und wiederholte eine Botschaft von Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit für das venezolanische Volk.
Die Reaktion in Venezuela war unmittelbar und widersprüchlich: Die chavistische Regierung prangerte eine „imperialistische Aggression“ an und erklärte, den Aufenthaltsort von Maduro nicht zu kennen, während weiterhin Stromausfälle und Truppenbewegungen in Regionen wie Fuerte Tiuna stattfanden.
Die Unsicherheit über die institutionelle Stabilität und die territoriale Kontrolle wächst inmitten der Unruhen.
Desde der Opposition wurde die Figur von María Corina Machado, die kürzlich mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, von Trump als mögliche Übergangsführung erwähnt.
Machado erklärte, dass Maduro „für seine abscheulichen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden wird“ und dass Venezuela „bereit ist, die Macht zu übernehmen“, gab jedoch keine Einzelheiten zu einem konkreten politischen Plan bekannt.
Die geplante Festnahme und Überstellung von Maduro und Flores nach New York, um sich dort wegen Drogenhandels und Waffenbesitz zu verantworten, so das US-Justizministerium, markiert einen drastischen Bruch nach fast 25 Jahren Chavismo an der Macht.
Die Operation, ihre Legitimität und ihre geopolitischen Konsequenzen rekonfigurieren die Gleichgewichte in Lateinamerika und werfen tiefgreifende Fragen zur Souveränität, zum internationalen Recht und zur politischen Zukunft Venezuelas auf.
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