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Das kubanische Stromsystem wird erneut mit einer Phase konfrontiert, die von lang andauernden Stromausfällen geprägt sein wird. Laut dem täglichen Bericht der Unión Eléctrica (UNE) wird für die Spitzenzeiten an diesem Donnerstag ein Defizit von 1.640 MW erwartet, was eine geschätzte Beeinträchtigung von 1.670 MW im ganzen Land zur Folge haben wird.
Laut der offiziellen Prognose wird die Verfügbarkeit der Erzeugung lediglich 1.560 MW betragen, während die geschätzte maximale Nachfrage bei 3.200 MW liegt. Diese Kluft bestätigt die strukturelle Fragilität des Nationalen Elektrizitätssystems (SEN).
Ununterbrochene Stromausfälle und kumulierte Fehler
Während des vorhergehenden Tages war die Stromversorgung kontinuierlich von 04:54 bis 03:11 Uhr am Morgen eingeschränkt, mit einer maximalen Beeinträchtigung von 1.739 MW um 18:00 Uhr, was mit der Zeit des höchsten Verbrauchs übereinstimmte.
Am Donnerstagmorgen, um 06:30 Uhr, erreichte die Nachfrage 2.100 MW, während die Verfügbarkeit lediglich bei 1.560 MW lag, was bereits zu einer Beeinträchtigung von 505 MW führte, eine Zahl, die im Laufe des Tages steigen könnte. Für die Mittagsstunden schätzt die UNE Ausfälle von bis zu 950 MW.
Pannen, Wartung und Treibstoffmangel
Der Bericht bestätigt, dass mehrere wichtige thermische Kraftwerke aufgrund von Störungen außer Betrieb sind, darunter die Einheit 5 in Mariel und Nuevitas sowie die Einheit 2 in Felton. Hinzu kommen geplante Wartungsarbeiten in Santa Cruz und in der CTE Carlos Manuel de Céspedes in Cienfuegos.
Die Einschränkungen in der Wärmeerzeugung erreichen 621 MW, während die Treibstoffkrise weiterhin eines der Hauptengpässe bleibt:
116 zentrale der dezentralen Stromerzeugung sind außer Betrieb, was 875 MW betrifft
142 MW zusätzlich bleiben aufgrund von fehlenden Schmierstoffen nicht verfügbar
Insgesamt sind 1.017 MW aufgrund von Problemen im Zusammenhang mit der Brennstoffversorgung außer Betrieb, ein Problem, das kurzfristig weiterhin ungelöst bleibt.
Solarenergie: Teilweise Entlastung, aber unzureichend
Obwohl die 34 photovoltaischen Solarparks am vorherigen Tag 3.224 MWh beigetragen haben, mit einer maximalen Leistung von 654 MW, bleibt ihr Beitrag weiterhin unzureichend, um den Rückgang der thermischen Erzeugung und die hohe Nachfrage auszugleichen.
Das Panorama bestätigt, dass trotz der offiziellen Ankündigungen die Stromausfälle eine ständige Erscheinung im Alltag der Kubaner bleiben, ohne klare Anzeichen für eine Verbesserung in naher Zukunft.
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