Díaz-Canel gratuliert den Elektrikern angesichts des Zusammenbruchs des SEN und rekordverdächtigen Stromausfällen in Kuba



Díaz-Canel lobte die Elektrizitätsversorgung inmitten der Krise des SEN und machte die US-Sanktionen für die Rekordausfälle verantwortlich. Der Mangel an Treibstoff und technische Störungen verschärfen die Situation, während die Kubaner unter langen Tagen ohne Strom leiden.

Miguel Díaz-Canel und Arbeiter des Elektrizitätssektors in KubaFoto © Facebook / Präsidentschaft Kuba

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Inmitten der nationalen Energiekrise gratulierte der kubanische Führer Miguel Díaz-Canel am Montag den Beschäftigten im Elektrosektor für „ihr tägliches Engagement und ihre Widerstandsfähigkeit angesichts der Widrigkeiten“ und führte die Stromausfälle erneut auf die „unmenschliche Blockade der Vereinigten Staaten“ zurück. 

“Herzlichen Glückwunsch an die Elektroarbeiter in #Kuba zu ihrem Tag. Empfangen Sie eine herzliche Umarmung und unser volles Lob für Ihr tägliches Engagement, für die Resilienz angesichts aller Arten von Widrigkeiten (die heftigste, die unmenschliche Blockade der Vereinigten Staaten), und für das Vorbild”, schrieb der Staatschef auf seinem Konto bei X (ehemals Twitter).

Captura de pantalla X / @DiazCanelB

Die Botschaft kommt zu einem besonders kritischen Zeitpunkt: Das nationale elektrische System (SEN) durchlebt eine der schlimmsten Krisen seit Jahrzehnten, mit Defiziten von über 1.800 MW und Stromausfällen von mehr als 18 Stunden in mehreren Provinzen.

Seit Beginn des Jahres hat der Mangel an Brennstoff und die anhaltenden Ausfälle in den Thermalkraftwerken das Land in eine beispiellose energetische Notlage gestürzt.

Die Krise verschärfte sich nach der Festnahme von Nicolás Maduro am 3. Januar und der Aussetzung der venezolanischen Öllieferungen, die eine Schlüsselressource für die Stromerzeugung in Kuba darstellt.

Hinzu kommt die Unsicherheit über die Zukunft der mexikanischen Lieferungen unter der Regierung von Claudia Sheinbaum, die vorerst ihre energetische Unterstützung für das Regime in Havanna aufrechterhält, jedoch unter der Beobachtung der US-Behörden steht.

In der Zwischenzeit müssen die Kubaner ganze Tage ohne Strom und Wasser auskommen und erleiden Verluste bei Lebensmitteln und Medikamenten, während die Regierung weiterhin darauf besteht, die Blockade zu beschuldigen und es vermeidet, die strukturelle Unfähigkeit und das Missmanagement des nationalen Energiesystems anzuerkennen.

Der Gegensatz zwischen der Realität der Stromausfälle und dem triumphalistischen Ton von Díaz-Canel's Botschaft hat Ablehnung und Spott in den sozialen Medien ausgelöst, wo zahlreiche Nutzer seinen Beitrag als „Provokation“ und „Insult für das Volk“ bezeichnen.

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