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Der kubanische Opponent Boris Agustín Osorio Ramos hat in den sozialen Medien den Verfall des Gesundheitssystems in Kuba angeprangert, nachdem er frühmorgens das Krankenhaus Miguel Enríquez, bekannt als La Benéfica, im habanischen Stadtteil Luyanó aufgesucht hatte, wo er angibt, man konnte ihm den Blutdruck nicht messen, weil kein Blutdruckmessgerät verfügbar war.
Osorio erklärte in einem Beitrag auf Facebook, dass er mit einem Blutdruck von 210/115 mmHg ins Krankenhaus kam und, trotz der Schwere seines Zustands, das medizinische Personal ihn nicht angemessen behandeln konnte.
„Ich stellte mich einer jungen Ärztin vor und erklärte ihr meine Situation. Ich identifizierte mich als hypertonisch, aber ihre Antwort war radikal: Sie wünschte mir nicht einmal einen guten Morgen. Sie sagte, sie hätten kein Sphygmometer“, schrieb er.
Der Aktivist kritisierte den Widerspruch zwischen dem Mangel an grundlegenden medizinischen Geräten und der Installation neuer Überwachungskameras im Krankenhaus.
„Es ist unglaublich: enorme Technologie bei den Kameras und sie hatten nicht einmal ein Stethoskop. Warum ins Krankenhaus gehen, wenn es nicht einmal Medikamente oder Betreuung gibt?“, äußerte er in seiner Nachricht.
Die Anzeige fügt sich in zahlreiche Berichte von Patienten und Familienangehörigen ein, die von einem Mangel an Ressourcen, Medikamenten und Personal in den Krankenhäusern des Landes berichtet haben, während das Regime die Kontrolle und Überwachung in den öffentlichen Institutionen priorisiert.
Die Knappheit an essenzieller Ausstattung sowie der Verfall der sanitären Infrastruktur spiegeln eine strukturelle Krise des kubanischen Gesundheitssystems wider, das über Jahrzehnte als einer der Pfeiler des Regimes galt, heute jedoch unter gravierenden Mängeln inmitten einer tiefen Wirtschaftskrise leidet.
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