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Ein Kubaner soll versucht haben, sich im Migrantenhaftzentrum, das als „Alligator Alcatraz“ bekannt ist, in Florida das Leben zu nehmen.
Der Vorfall wurde durch einen Telefonanruf bekannt, der vom Journalisten von Univision, Javier Díaz, verbreitet wurde, in dem ein Häftling - ebenfalls kubanischer Herkunft - seiner Frau mit Besorgnis erzählte, was innerhalb des Moduls geschehen war, in dem der mutmaßlich Betroffene festgehalten wurde.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat keine Bundesbehörde den Vorfall offiziell bestätigt oder Details zur Identität oder zum Gesundheitszustand des beteiligten kubanischen Migranten bekannt gegeben.
Laut dem im Audio festgehaltenen Zeugnis hätte der Festgenommene - lediglich als "Morenito" identifiziert, der in Bravo 2, Abschnitt 4, inhaftiert war - ein Seil improvisiert, indem er ein Bettlaken benutzte, das er durch das Gitter seiner Zelle zog.
Dann kletterte er auf die obere Liege und sprang von dem zweiten Bett, in einem scheinbaren Versuch, sich das Leben zu nehmen.
Die Erzählung beschreibt einen Moment extremer Anspannung und Verzweiflung im Modul.
Laut dem Zeugen atmete der Mann noch, als andere Insassen ihn hinunterbrachten, ihn festhielten, während sie versuchten, ihn von dem Laken zu befreien und ein tödliches Ende zu verhindern.
„Man musste das Seil lösen, während die Wächter eintrafen, hielten und hoben die, die unten waren, ihn.“, berichtete der Insasse, der sichtbar aufgeregt mit seiner Frau sprach.
Der Festgenommene wurde schließlich auf eine improvisierte Trage gelegt, während die Insassen auf die Ankunft des Sicherheitspersonals warteten.
Der Zeuge versichert, dass der Kubaner bewusstlos, aber mit Vitalzeichen aus dem Bereich geholt wurde.
„Jetzt haben sie ihn hier weggeschleppt, er atmete noch auf der Trage, jetzt haben sie ihn mitgenommen, aber diese Bastarde haben sich Zeit gelassen“, äußerte er am Telefon in einem Ton voller Empörung und Verzweiflung.
Der Zeuge gab an, dass der Schlag, den der Festgenommene erlitten hatte, schwer gewesen sei, so sehr, dass man um sein Leben fürchtete: „Sie haben ihn zu Boden geworfen und festgehalten, er atmete noch, aber durch den Schlag, den er bekam, ist er genickt.“
Die Aufnahme dokumentiert auch die emotionale Auswirkung, die der Vorfall unter anderen Inhaftierten auslöste.
Laut dem Bericht begannen zwei Jugendliche - fast Kinder - nach dem Erlebten zu weinen und wurden von den Wachen gefesselt, was das Chaos und die Anspannung verstärkte.
Anzeige wegen Fahrlässigkeit und mangelnder Aufsicht
Eines der schwerwiegendsten Elemente des Zeugnisses weist auf eine angebliche Nachlässigkeit bei der Überwachung im Haftzentrum hin.
Der Insasse stellte die Verzögerung der Wachen beim Eintreffen am Ort in Frage und versicherte, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls keine effektive Aufsicht im Modul vorhanden war.
„Wo sind die Sicherheitskräfte, die uns beschützen sollen?“, rief er während des Anrufs aus.
Laut seiner Aussage soll einer der Aufseher auf einem Stuhl geschlafen haben, während andere behauptet haben, das Personal sei dabei gewesen, das Essen auszugeben.
Prekäre Bedingungen und psychische Belastung
Neben dem angeblichen Suizidversuch enthüllte das Audio prekäre Lebensbedingungen innerhalb von Alligator Alcatraz.
Der Insasse erwähnte mehrere Tage ohne Zugang zu Duschen, Hygieneprobleme und eine ständige Stressumgebung, die die psychische Gesundheit der Insassen schwer beeinträchtigt.
Diese Bedingungen, kombiniert mit der migrationsbedingten Unsicherheit, der Isolation und der prolongierten Inhaftierung, wurden von Experten als Risikofaktoren für emotionale Krisen und suizidales Verhalten bei Menschen, die aus migrationsbedingten Gründen inhaftiert sind, hervorgehoben.
Bis jetzt ist die Identität des kubanischen Bürgers unbekannt, ebenso wie sein aktueller Gesundheitszustand und ob er in ein Krankenhaus oder eine andere medizinische Einrichtung gebracht wurde.
Es ist auch nicht bekannt, ob nach dem Vorfall Notfallprotokolle oder psychologische Betreuung aktiviert wurden.
Der mutmaßliche Selbstmordversuch dieses kubanischen Bürgers hebt die extreme Verwundbarkeit der Migranten in Haft hervor und belebt die Debatte über die Bedingungen, unter denen tausende Menschen auf eine Entscheidung in ihren Migrationsverfahren warten.
Bis zum Abschluss dieses Berichts gibt es keine weiteren Informationen über den tragischen Vorfall.
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